Japan (2013/14) – Yunogou Onsen

20140109_120451_IMG_4298_ji Der Ausflug ins Onsen von Yunogou war ein typisch japansicher Ausflug in ein Onsen. d.h. man hält sich die ganze Zeit im Hotel mit Onsen auf und lässt sich verwöhnen.

Vor dem Verwöhnen stand jedoch die Anreise. Wir fuhren mit Regionalbahnen und obwohl wir außerhalb der Rush-Hour unterwegs waren, waren die div. Züge immer voll. Dies lag jedoch nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Bahnbetreiber die Zuggröße den “Bedürfnissen” anpasste und durchaus während der Fahrgast ruhigen Zeit mit kurzen Zügen unterwebs war. Japan (2013/14) – Yunogou Onsen weiterlesen

Japan – Essen – Shabu Shabu

20140119_113301_P1191034_ji Shabu Shabu ist ein Brüh Fondue bei dem sehr dünnes Fleisch und Gemüse in heißem Wasser gebrüht wird.

Dieses Gericht wird auch sehr gerne zu Hause gegessen, wir hatten uns aber für ein Restaurantbesuch entschieden. Hier wählten wir eines der angebotenen Menüs aus, bei dem wir so viel essen durften wie wir wollten und konnten. Die einzige Einschränkung die es gab war, dass wir nur 90 Minuten dieses Angebot nutzen konnten.

Mit der abgegeben Bestellung erhielten wir zwei Teller mit hauch dünn auf geschnittenem Rind- und Schweinefleisch. Zudem konnten wir uns am Gemüse-Büfett so viel bedienen wie wir wollten.

Das Büfett offerierte einem allerlei Gemüse, jedoch auch Mochi, Tofu und andere Dinge bei denen ich nicht weiß wie sie heißen :-).

20140119_112446_P1191025_ji Das Gemüse gaben wir nach einander portioniert in das kochende Wasser und kochten es etwas. Entnahmen es, tauchten es in die bereitgestellten Dips und ließen es uns schmecken.

Das Fleisch nahmen wir mit den Stäbchen, und schwenkten es im heißen Wasser bis es gar war. Das dabei entstehende Geräusch ist die Grundlage des Namens für das Gericht “Schabu Schabu”.

Was das Zeitlimit betraf, so waren wir schon vor dem Erreichen der 90 Minuten mehr als gesättigt.

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Japan (2013/14) – Shirakawa-go – 3 Tage in Eis und Schnee

Nun hatte ich in diesem Urlaub wirklich Gegensätze kennenlernen dürfen. So z.B. die einsamen Inseln der Ise Bucht (Ise Bucht – Auf ans Meer / Insel Kamishima – Ein wilder ritt / Ise Bucht – Zurück aufs Festland), das Gewusel und Hektik in Tokyo (Tokyo – Wo bleibt der Schnee / Tokyo – Gundam / Tokyo – Rush Hour & Sumo Live / Tokyo – Die Megakreuzung) oder die grandiosen Einblicke in die Geschichte Kyotos (Kyoto – 35 Kg brennen in meinem Fleisch / Kyoto – Herbstfarben & Hallo Fugu / Kyoto – Im Bambus-Hain). Doch auf das jetzige Ziel freute ich mich insgeheim am meisten.

Heute ging es für 3 Tage und 2 Nächte nach Shirakawa-go einem kleinen Ort in den japanischen Alpen, welches 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden war.

Besonderheit dieser Orte sind die dort errichteten Gebäude, welche pragmatisch gesehen durch ihre Bauweise (an ein Dreieck erinnernd) einfach nur den gewaltigen Schneemassen standhalten sollten. Mehr spirituell erinnert die Bauweise zum Gebet gefaltete Hände. Doch egal was es war, auf mich wirkte es nur faszinierend und ich wollte es einfach einmal live sehen.

Der Besuch wurde durch die Tatsache gekrönt, dass in diesem Jahr sehr früh Schnee fiel und ich somit den Ort, die Landschaft und die Berge mit Schnee bedeckt erleben konnte. Einfach nur eine auf den Schnee wartende Landschaft zu erleben, wäre auch ok gewesen, doch der Schnee war die Körnung dieses Besuchs.

Shirakawa-Go_8725 Durch die Popularität des Ortes waren wir gezwungen jeweils nur eine Nacht in einer Unterkunft verbringen zu können, was sich im Nachhinein wahrlich als Glücksfall herausstellte, denn so konnten wir zwei unterschiedliche Übernachtungsstiele genießen. Zudem bot uns das Wetter 3 unterschiedliche Szenarien, die jeden Tag unseres Aufenthaltes spannend hielt und es immer wieder ein Abenteuer war durch den Ort zu schlendern.

Am ersten Tag kamen wir in einer sehr traditionellen Unterkunft unter. Es war eines der Spitzhäuser, die innen zwar auf dem neusten technischen Stand war, und trotzdem dem Gast das urtümliche traditionelle Wohnerlebnis vermittelte.

Dies bedeutete, dass wir auf dem “Boden” (Tatami Matten und den auf diesen ausgelegten Matratzen)  schliefen und saßen.

Zwischen den einzelnen Räumen existiere jeweils nur eine mit Papier überzogene Tür, welches einem hautnah am Geschehen des Nachbarn teilhaben ließ, wenn dieser sich nicht an die Etikette – ruhe zu halten, über das Maß hinaus was wir vielleicht für ruhig halten – hielt. Ok, wir hatten solch ein “Glück”.

Shirakawa-Go_9021Nachdem wir uns eingerichtet hatten traten wir unseren ersten Rundgang durch den Ort an. Das Wetter zeigte sich wechselhaft. Es gab sonnige Abschnitte, aber auch etwas düstere Zeiten, doch insgesamt gesehen war es ein freundliches Wetter. Ich fühlte mich wirklich herzlich willkommen und ich konnte den Spaziergang genießen.

Direkt unserer Unterkunft hatte sich ein Film-Crew eingefunden, die hier einen Film wohl über den Ort drehte. Das war zum einen spannend, zum anderen etwas lästig, denn sie blockierten eine wirklich grandiose Aussicht auf ein paar der besten Häuser im Ortes. Zudem zogen sie natürlich durch den Ort und so trafen wir immer wieder auf die Produktion.

Ich möchte nicht Ungerecht sein, auch wir bekamen unsere Aussichten und wir konnten wirklich alles genießen. Zudem hielten sich die Besucherzahlen wirklich in Grenzen und so manches Mal hatten wir das Gefühl wir seien allein.

Shirakawa-go - Der Fluss Während der Tag überwiegend sonnig war, zog sich der Himmel am Abend etwas zu und es legte sich eine Nebeldecke auf den Ort. Das wirkte zum einen etwas gespenstisch, aber auch romantisch schön. Ich konnte mir jeweils das mir passende Gefühl aussuchen.

Wir kehrten in der Dunkelheit zu unser Unterkunft zurück und wurden mit einem besonderen Geschenk bedacht. Denn eines der Häuser auf unserem Zugang zum Haus war herrlich von Innen beleuchtet und es gab eine herrliche Stimmung die ich lange und ausgiebig genoss. Natürlich nicht ohne meinen Fotoapparat etwas zu strapazieren.

Schließlich kroch doch die Kälte in die Knochen und wir zogen uns in unsere Unterkunft zurück. Dort war gerade das Bad frei (es gab ein Gemeinschaftsbad, welches man sich reservieren konnte) und so verschwanden wir sogleich dort und tankten im heißen Wasser wieder Wärme und Behaglichkeit.

Während wir badeten wurden unsere Betten hergerichtet. D.h. es wurden die Matratzen herausgeholt und auf dem Boden gelegt und ein Berg an Zudeckmöglichkeiten darauf gestapelt. Man rechnete wohl mit einer kalten Nacht. Doch so kalt wurde es mir nicht und auch Eri empfand das Angebot als bequem und vor allem warm.

Bei dieser Art des Schlafens erwachte ich regelmäßig Morgens mit Rückenschmerzen, doch auch die hielten sich einigermaßen in Grenzen. Die Matratzen schienen hier deutlich besser und bequemer zu sein als in all den anderen Unterkünften zuvor. Ich hatte wahrlich nichts dagegen.

Der nächste Tag begann mit einem japanischen Frühstück. Ich mochte es, doch das hocken auf der Erde war nicht mein Ding und so war ich froh, dass ich ein kleines Höckerchen bekam und man auch meinen Tisch etwas aufbockte. Dadurch ließ sich das Mahl genießen.

Aus unserer Unterkunft mussten wir bis 9 Uhr ausgecheckt haben. Das fand ich schon sehr früh, doch so waren die Regeln. Zum Glück hatten wir am Vortag schon erkundet wo sich unsere andere Unterkunft befand und wie wir am schnellsten dort hin kamen. So brachten wir den Wechsel der Unterkünfte in rund 15 Minuten hinter uns.

Shirakawa-Go_9510 Vor dem Frühstück hatte ich noch ein kleines Panorama (360×180 Grad) geschossen und genoss schon da einen leichten Schneefall. Doch nun, wo wir zur anderen Schlafstätte liefen hatte ein kräftiger Schneefall eingesetzt, welcher dem Ort eine ganz andere neue Stimmung verlieh.

Der Schneefall ließ auch über Tag nur unbedeutend nach und obwohl wir den gesamten Ort schon erkundigt hatten, ergaben sich ganz neue Perspektiven und Einblicke.

20131224_031453_IMG_9624_ji Trotz des Schneefalls entschieden wir uns gegen Mittag  in einen der Shuttle Busse zu hüpfen, der uns zum Aussichtspunkt über den Ort bringen sollte. Sehr hoffnungsfroh was die Aussicht anging war ich nicht und dennoch sah ich etwa mehr als ich mir vorgestellt hatte. Insgeheim träumte ich von einem schönen sonnigen Tag, doch dieser war heute so weit weg, dass es nur ein Traum blieb.

Ich weiß nicht wie oft wir die Wege und Straßen von Shirakawa-go abliefen und trotzdem für uns blieb es stets spannend und wir waren auch selber überrascht, dass wir stets neue Dinge entdeckten.

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Auch heute kehrten wir erst bei Einbruch der Dunkelheit ins Hotel zurück, wo wir nun auch gleich unser Zimmer beziehen konnten.

Es war wirklich angenehm, dass wir einen richtigen Raum mit einem richtigen Bett hatten. Oh, das war wirklich angenehm. Wirklich ruhiger war es jedoch nur bedingt, denn auf unserem Gang war eine sehr aktive Großfamilie untergebracht und die verursachten einen gewissen Grundgeräuschpegel.

Bevor wir an diesem Abend unser Abendbrot genießen wollten, ging es ins Bad. Im Gegensatz zur letzten Unterkunft, in der wir zwar ein Gemeinschaftsbad hatten, dies durch eine Reservierung für uns allein hatte, gab es in diesem Hotel ein richtiges Onsen.

Wir machten uns gemeinsam auf den Weg, doch alsbald trennten sich unsere Wege und der konnte das Bad für sich genießen. Mich quälte dabei die Sorge, dass ich mich falsch verhalten würde und einen Fehler nach dem anderen Machte und ich übel auffiel. Doch ich war fast allein im Bad und so konnte ich es recht befreit genießen, wenngleich ich versuchte alles richtig zu machen.

Gut durchgewärmt trafen sich Eri und ich beim Speisesaal. Ich trug mein Jinbei und Eri den bereitgestellten Kimono. Damit waren wir standesgemäß bekleidet und auch die anderen Gäste waren so begleitet.

Das Essen war wieder typisch japanisch und lecker. Alles war sehr hübsch hergerichtet und meine anfänglichen Bedenken, dass die so klein anmutenden Portionen mich nicht sättigen würden, bestätigen sich nicht. Auch bekam ich wieder ein kleines Höckerchen, so dass ich in einer für mich akzeptablen Position sitzen konnte.

Nach dem Mahl ging es wieder auf Zimmer und wir genossen wieder den Trubel in den anderen Zimmer. Doch irgendwann wurde es dann doch ruhig und es konnte gut geschlafen werden.

IMG_0004_ji Der nächste Tag begann ich der freudigen Erkenntnis, dass mein Traum von einem strahlend blauen Himmel und Sonne wahr geworden war. Ich konnte es kam erwarten hinaus zu kommen und dieses Wetter genießen zu können.

Doch bevor wir das Hotel verließen, gab es ein Frühstück und ich war wie jedes Mal überrascht, dass ich am Ende wirklich satt war. Zudem mundete mir es jedes Mal, auch wenn ich mich etwas nach einer Scheibe Brot mit Wurst oder Käse sehnte.

Heute hieß es bis um 10 Uhr auszuhecken. Diese Zeit nutzen wir auch bis zum bitteren Ende aus, denn im Örtchen fuhr noch kein Shuttle und alles war noch geschlossen.

Als wir das Hotel schließlich verließen, nicht ohne unser Gepäck dort hinterlegt zu haben, denn wer wollte denn schon sein ganzes Gepäck den Tag über durch die Gegend schleppen, ging es als erstes zum Shuttle der uns zum Aussichtspunkt brachte.

IMG_0261_ji-1024px-compressor Oh, welch eine Pracht uns erwartete. Ich mochte mich überhaupt nicht satt sehen und ich schlug das Herz bis zum Hals die mit Schnee überzogenen Berge bei herrlichem blauen Himmel zu erleben. Durch die frühe Stunde waren es auch wirklich wenige Menschen am Aussichtspunkt und so ließ die Sicht wirklich genießen.

Shirakawa-Go_0976 Zurück im Ort, zogen wir wieder unsere Runden und wie schon am Vortag staunten wir, wie anders der Ort auf uns wirkte in diesen Licht und Wetterverhältnissen. Ich kann wirklich aus ganzem Herzen behaupten, auch wenn wohl maximal 1 Tag für das Entdecken des gesamten Ortes ausreichend wäre, so würde ich keine einzelne Sekunde missen wollen und zu Verdanken hatte ich es wirklich den so unterschiedlichen Wetterverhältnissen in diesen 3 Tagen.

Ich war so glücklich.

Shirakawa-Go - Drohne Im weiteren Verlauf unseres Undganges entdeckte ich wieder eine Filmcrew. Dieses Mal machte man Aufnahmen vom Ort mit einem Octocopter. Ich hatte schon Videos im Internet gefunden die Shirakawa-go aus dieser Perspektive zeigte und so war es um so spannender zu erleben wie solche Aufnahmen entstanden.

Doch irgendwann ist auch die schönste Zeit vorüber und es hieß zum Hotel zurückzukehren, das Gepäck einzusammeln und sich auf zur Bushaltestelle zu machen.

Am Bus angelangt, wollte ich mein Gepäck im Bauch des Fahrzeugs unterbringen, doch der Busfahrer gab mir verstehen, dass es keinen Platz mehr gäbe. Stattdessen sollte ich mit meinem 25 Kilo Rucksack (plus 10 Kg Fotorucksack) in den Buseinsteigen und ihn dort auf einer Sitzbank deponieren. Das war jedoch einfacher gesagt als getan, denn schon ohne Gepäck hatte ich Probleme mich durch den schmalen Gang zu quetschen, doch mit Gepäck – oh, Mann, das war eine Aufgabe und eine Entschuldigungs-Orgie.

IMG_1216_ji Doch auch dieses Aufgabe konnte bewältigt werden und nun war der Aufenthalt in Shirakawa-go tatsächlich vorüber und ich war froh so lange hier gewesen zu sein.

 

Ausnahmsweise habe ich dieses Mal 3 Tage in einem Bericht zusammengefasst. Was auch bedeutet, dass es ganze 3 Foto-Galerien gibt. Ich weiß, dass es viel gleiches zu sehen gibt, hoffe ich durch die 3 Galerien die unterschiedlichen Eindrücke und Stimmungen wiedergeben zu können.

 

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Japan – Essen – Mochi

IMG_4078_jiMochi ist eines der traditionellen Speisen zu Neujahr. Doch auch über das Jahr bringt es japanische Augen zum Leuchten, wenn es um den Verzehr dieses Lebensmittels geht.

In den Beschreibungen und Übersetzungen wird Mochi gerne als Reiskuchen beschrieben, doch die Textur eines Kuchens ist völlig anders als die des Mochi. Aus diesem Grunde bin ich mir nicht sicher ob die Bezeichnung Reiskuchen diesem Produkt gerecht wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht wie man es am Besten beschreibt und ich komme damit durchaus an meine Grenzen. Im Verzehr fertigen Zustand hat das Mochi, welches aus einem besonderen Reis zu einer leicht zähnen Masse verarbeitet wurde, und durch die Zubereitung zu Hause oder im Restaurant wieder diesen Zustand wiedererlangt.

Die Masse ist leicht süß und durch intensives Kauen auf der Masse wird tritt der süße Geschmack immer deutlicher hervor. Hierin mag sicherlich auch das Geheimnis des Produktes liegen, denn die modernen Süßigkeiten kannte man lange in Japan nicht und durch Mochi hatte man ab und zu einen süßen Genuss. So hat sich dieses Lebensmittel über die Jahrhunderte  (min. 1000 Jahre) seinen Platz bei den Lieblingsspeisen der Japaner erobert.

IMG_4065_ji Mochi begegnet einem bei allen möglichen Speisen, so auch bei typischen Japanische Süßwaren, Eis, in Suppen, Eintöpfen aber auch Gegrillt. Es gibt eine große Vielfalt an Angeboten.

IMG_4092_ji Auf eine Gefahr sollte man vielleicht noch hinweisen, denn jedes Jahr sterben einige Leute beim Verzehr dieses Lebensmittels. Es ist wahrlich nicht giftig, sondern eher gesund, doch die Gefahr besteht in seiner etwas zähen Konsistenz. Man sollte stets nur kleine Bissen verzehren. Fallen die Stücke zu groß aus, kann es vorkommen, dass man beim Schlucken Probleme bekommt und unter Umstanden Erstickt, da sich die Masse in die länge zieht und die Atemwege verschließt. Ich muss gestehen ich habe immer großen Respekt davor, schaffe es aber trotzdem regelmäßig mich etwas in kleinere Schwierigkeiten zu bringen.

Japan (2013/14) – Tokyo – Rush Hour & Sumo Live

20131220_014053_IMG_7524_ji Als wir am Morgen dieses Tages unsere Unterkunft verließen, ahnte ich noch nicht was mich in kürze Ereilen würde. Aktuell freute ich mich auf die Aussicht an einem Sumo Training teilhaben zu können.

Es fiel schon auf dem Weg zum Bahnhof auf, dass die Straßen deutlich voller waren, als wie ich es an den Tagen zuvor erlebt hatte. Es zeichnete sich wirklich ab, dass wir in die Rush Hour gekommen waren.

Meinen Schock bekam ich, als wir schließlich am Bahnsteig der Metro standen und sich dort neben uns durchaus eine kleine Menschenmenge dort mit uns eingefunden hatte. Doch so schlimm fand ich es nicht.

Als schließlich der Zug einfuhr und sich die Türen öffneten, war der Zug einfach nur voll. Bis knapp hinter der Tür, standen die Menschen dicht an dicht gedrängt. Ich fragte mich, wie wir hier einsteigen sollten, besonders, da niemand Anstalten machte den Zug zu verlassen.

20131220_014407_PC201018_ji Den ersten Schock verdauend, warteten wir auf den nächsten, den nächsten und den nächsten Zug. Sie kamen schließlich im Minuten Tackt. Doch keiner der Züge war nur im Ansatz weniger mit Menschen gefüllt.

Schließlich quetschten wir uns einfach gegen die Menschenmenge und wurde langsam in die Masse auf Menschen gesaugt, bis wir irgendwo zum Stehen kamen. An Umfallen war wahrlich nicht zu denken, denn wir standen dicht an dicht. Nicht einmal meinen Arm konnte ich heben, der war zwischen den Menschen eingequetscht.

Wenn wir eine Haltestelle erreicht, verließen vereinzelt Leute den Zug, doch zumeist hatte ich den Eindruck, dass mehr einstiegen. Während sich weitere Leute in den Zug quetschten, wurden wir so lange hin und her geschoben, bis alle drin waren. Dass ich irgendwie Einfluss auf meine Position oder wohin ich getrieben wurde – das konnte man schlicht vergessen.

 

Als ob dies nicht gereicht hätte. Stoppte der Zug plötzlich ziemlich abrupt und es die Masse an Menschen hin und her riss, ohne dass man irgend etwas selber unternehmen konnte, um sich zu schützen oder festzuhalten.

Es folgte gleich eine Ansage, die ich natürlich nicht verstehen konnte. Eri klärte mich auf, dass man mit einem Erdbeben rechnete  und deshalb der gesamte Zugverkehr eingestellt worden war.

Nun hieß es warten, warten … warten … nicht dass es tierisch eng war, die Temperaturen schienen minütlich anzusteigen und nachdem sich die ersten Schweißperlen auf meiner Stirn bildeten, begann der Schweiß langsam in kleineren, später größeren Rinnsalen an mir herunter zu laufen.

Es dauerte einige Minuten bis es eine Entwarnung gab. Das Erdbeben war wohl gekommen, doch war ich mit dem Gedränge mehr beschäftigt, so dass ich nicht wirklich etwas gemerkt hatte. Doch die Fahrt begann noch nicht sofort, erst wurde ein Systemweiter Funktionstest durchgeführt, der auch einige Zeit in Anspruch nahm. Erst dann ging es weiter und ich war froh, dass die nächste Haltestelle, die wir nach weniger als  1 Minute erreichten, jene war, wo wir aus steigen konnten.

Ich muss gestehen, ich war froh der Enge entronnen zu sein und wusste, dass ich so etwas für meinen täglichen Weg zur Arbeit nicht brauchen würde. Mir taten die Leute, die dies Tag für Tag, Jahr für Jahr über sich ergehen ließen, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass es irgendjemanden Freude bereitete die zu ertragen.

Ach was war ich froh, dass die nächste Bahn bei weitem nicht so voll war wie die letzte, doch man soll hier bitte nicht glauben, es wäre nicht eng gewesen. Es waren einfach nur weniger.

Irgendwie war ich froh, als wir schließlich die Bahn verließen und wir uns auf zum Sumo Training machten.

Es bedurfte einigen Suchens, beim sich der Tokyoer als sehr hilfsbereit zeigte. Ohne, dass wir groß fragten, wurde uns Hilfe angeboten und so konnten wir schließlich das Gebäude, welches sich sehr unauffällig in die Häuserfront einreihte, finden.

Für den Besuch hatten wir bestimmte Regeln einzuhalten. Natürlich Schuhe ausziehen. Wir mussten uns ganz leise verhalten, hatten uns auf den angewiesenen Platz zu hocken und schon durften wir das Training verfolgen.

20131220_012940_IMG_7439_ji Mein Sitzplatz erwies sich als etwas schwierig, denn ich hockte direkt hinter dem Trainer, der durchaus meine Dimensionen hatte, also die Sicht auf das Geschehen nicht ganz einfach machte.

Erfreulicherweise durften wir auch fotografieren, doch war die Verwendung des Blitzes nicht erlaubt. Dies erwies sich als Herausforderung, denn es war nicht wirklich hell im Raum. Wieder einmal war ich froh einen neuen Fotoapparat zu besitzen, mit dem man auch in deutlich verminderten Lichtverhältnissen noch fotografieren konnte.

Bei dem Training handelte es sich um das Training von Jugendlichen. Zugang zu Profis würde man nie erhalten, aber ich erfand es ohnehin etwas erfrischender den Nachwuchs bei seinem Training beobachten zu können.

Ich muss gestehen, dass ich zu wenig über Sumo wusste, als dass ich die Rituale und alles fachgerecht nachverfolgen zu können. Trotzdem fand ich es spannend, wie die verschiedenen Szenarien für einen Kampf durchgespielt und praktiziert wurden.

Aus meiner Sicht war es auch spannend zu sehen, dass sich die Schwergewichte in die Hocke setzen konnten, und dann ohne Probleme aufstehen konnten. Davon war ich wirklich so weit entfernt, dass ich den Jungs wirklich Respekt hatte.

Ich musste ja in Japan oft, wenn wir nicht gerade in einem Hotel waren, auf dem Boden schlafen. Aus dieser Lage mich auf die Beine zu bekommen, machte wirklich keinen eleganten oder leichtfüßigen Eindruck. Es war eher immer eine Qual und ich war immer froh, wenn ich in der Nähe einen Gegenstand fand, auf dem ich mich abstützen konnte. Was nicht immer der Fall war und somit das hochkommen noch anstrengender wurde.

Während des Trainings hatte ich einmal Glück, denn der Trainer zog sich für kurze Zeit zurück und ich konnte freie Sicht auf die Geschehnisse erhaschen und ich genoss es.

 

In der Reihe vor mir saß ein Mann, dem alle hier großen Respekt entgegen brachten. Ich realisierte dies erst nicht wirklich. Eri klärte mich später auf, dass dies einer der bekanntesten und wohl erfolgreichsten Sumo Ringer des Landes war.

Es fiel scher sich es vorzustellen, denn er schien nicht sonderlich groß und wirkte nicht wirklich kräftig, ich würde ihn eher als schmächtig bezeichnen.

20131220_015111_IMG_7609_ji Gegen Ende des Trainings verwirrten die anderen Touristen ein wenig die Trainierenden, denn zum Ende Danken sie ihrem Gott und klatschen dazu in die Hände. Dies nahmen einige der Zuschauer zum Anlass auch kräftig zu klatschen. Ich stelle mir vor, wir wären in einer Kirche, würden Gott preisen und auf einmal fangen Zuschauer unvermittelt an zu klatschen. Ich muss geben ich musste schmunzeln.

Vom Training ging es mit der Bahn, die super leer war, eine Station den Stadtbezirk Sumida und dort nach “Sumo Town” (Ryōgoku (engl. Link)). Dieser Bezirk gilt als die Wiege des professionellen Sumo in Japan und deshalb hat der Bezirk sicherlich die Bezeichnung “Sumo Town” verdient.

Unser Spaziergang durch den Bezirk, brachte uns erst zu einer Gedenkstätte der Opfer von Erdbeben und der Weltkriege. Es war ein eindrucksvolles Gebäude und es war spannend sich umzusehen.

20131220_025935_IMG_7718_ji Im Kontrast zu diesem Denkmal, folgte der Besuch eines japanischen Gartens. Ich bedauerte es ein wenig, dass jetzt im Winter viel von der Pracht nicht zu sehen war, denn die Bäume hatten sich ihrer Blätter entledigt. Dennoch eröffnete die Gartengestaltung viele herrliche Einblicke, die sich genießen ließen.

Bevor wir den Park verließen trafen wir auf gleich zwei Hochzeitspaare, die hier ihre Erinnerungsfotos erstellen wollten. Ich war sehr froh, sie zu treffen und ich schaute ihnen eine ganze Weile nach.

20131220_034058_IMG_7833_ji Auf dem weiteren Wege kamen wir an einer ganz bekannten Sumo Halle (Ryōgoku Kokugikan) vorüber. Gerne hätten wir mal hinein geschaut, doch die Möglichkeit existiere heute nicht. Auch gab es akt. keine Wettkämpfe. Wir waren außerhalb der Saison hier.

Etwas enttäuscht, entschieden wir uns, die Mittagszeit zu nuten, um uns ein echtes Sumo Mahl zu können. Es sollte zwar etwas ins Geld gehen, doch dieses Essen wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es gab Chankonabe (Nabemono), eine Art Eintopf.

Hierzu bekam man auf einem Kocher einen großen Topf vorgesetzt. In diesem köchelten viele Sorten an Gemüse , Fisch, Fleisch usw. Man fischte das, auf was man gerade Appetit hatte heraus und ließ es sich schmecken.

20131220_041115_IMG_7874_ji Als wir den Topf fast geleert hatten, wurden noch Nudeln in die Suppe gegeben und kurz gekocht und konnten dann auch verspeist werden.

Eri und ich kämpften gemeinsam an dem Topf und waren wirklich voll als wir dass Essen beendeten. Wir erkundigten uns was so ein Sumo Ringer denn verspeisst. Man erklärte uns, dass es wohl als nur einer dieser Töpfe pro Mahlzeit waren. Puhhh … das war viel. (Artikel .. Speiseplan eines Sumo)

20131220_054209_IMG_7945_ji Gut gefüllt streiften wir noch etwas durch die Umgebung und erreichten ein Bekleidungsgeschäft, in dem wir es tatsächlich schafften ein besonderes Bekleidungsstück für mich zu erwerben. Zumist scheiterten wir kärglich an der Größe die ich so benötigte. Doch hier in Sumo Town, gab es Läden die auch Kleidung für mich feil boten.

Bei dem Gegenstand meines Wunsches handelte es sich um ein Jinbei (englsicher Link). Es ist eine leichte traditionelle Hausanzug. Es ist aber auch möglich dieses Kleidungsstück unter bestimmten Umständen außerhalb der Wohnung zu tragen.

Ich mochte die Jinbei sehr und war somit wirklich froh, mal wieder einen gefunden zu haben in den ich auch hineinpasste.

20131220_080152_PC201027_ji Mit dem Einkauf verließen wir diesen Stadtbezirk und machten uns auf nach Akihabara, dem Elektronik und Technik-Narren Viertel in Tokyo. Leider fing es an zu hageln und regnen, als wir in Akihabara ankamen. Somit konnte man nicht wirklich davon regen, dass wir den Bezirk ausgiebig erkundeten oder genossen. Unser Aufenthalt beschränkte sich auf das Ablaufen von ein paar Straßen und dann  waren wir so nass, dass wir es vorzogen uns in Richtung Hotel auf zu machen.

Bevor endgültig Heim fuhren, nutzen wir ein besonderes Angebot an einem der Bahnsteige. Dort gab es eine Milchbar. So ziemlich jede Geschmacksrichtung konnte man erstehen und sich schmecken lassen. Es war in der Tat lecke rund einmal etwas anderes.

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Japan (2013/14) – Osaka – In schwindelnder Höhe

IMG_0466_jiw Mein erster Tag in Japan begann spät, denn mein nicht schlafen während des Fluges von Deutschland nach Japan hatte seinen Tribut gezollt. Aber auf diese Weise erwachte ich durchaus munter im neuen Land und dem neuen Tag, zusätzlich erfreut, dass ich Sonne durch mein Hotelzimmer fluten sah. Ich merkte zwar, dass das Wetter durchaus wechselhaft zu sein schien, doch gegen ein paar Sonnenstrahlen für den ersten Tag hatte ich wahrlich nichts einzuwenden.

Das aufgesuchte Hotel hatte kein Frühstück zu bieten, also ging es als bald hinaus und sogleich ins erste Restaurant. Es war fast 12 Uhr Mittag, also wurde das Frühstück ausfallen gelassen und gleich mit dem Mittagessen begonnen. Ich bestellte mir, ok Eri bestellte, denn ich konnte nichts lesen oder gar bestellen, eine Schale Reis auf der allerlei leckere Meeresfrüchte angerichtet waren und eine Miso-Suppe. Es war wirklich lecker und verschaffte mir ein angenehmes Gefühl gesättigt zu sein.

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Nachdem wir gestärkt waren, stellte sich die Frage wohin es uns verschlagen sollte. Nach einigem Hin und Her fiel die Entscheidung eines der acht höchsten Gebäude der Stadt aufzusuchen und von dort, ohne störende Fenster die Aussicht auf die Stadt zu genießen.

Bevor wir uns jedoch in schwindelnde Höhe des Umeda Sky Building wagen konnten, hieß es in den Untergrund der Stadt zu verschwinden und via U-Bahn unser Ziel zu erreichen.

Obwohl es für meinen Geschmack noch recht früh am Tage war, waren die U-Bahnen und die Zuwege schon gut gefüllt mit Menschen und ich hatte schon ein wenig das Gefühl etwas beengt reisen zu dürfen. So war ich wirklich froh, als wir schließlich das Ende der Fahrt erreichten.

Als wir wieder Tageslicht erblickten, wurde ich gleich mit etwas konfrontiert, was ich nur allzu gut kannte – Einem Weihnachtsmarkt :-). Er bestand nur aus ein paar Buden, aber dort gab es alles, was man auf jedem deutschen Markt auch finden würde. Es gab zwar augenscheinlich keinen Glühwein, aber dafür deutsches Bier.

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Bevor es schließlich zum Umeda Sky Building ging, musste ich einen Ort aufsuchen, über den man in aller Regel kein Wort verliert. Ich musste auf die Toilette. Doch japanische Toiletten verzücken mich jedes Mal. Nicht nur, dass man zumeist und überall kostenfreie und vor allem saubere Toiletten findet, so kann man auch oft das Glück haben, auf super moderne japanische Toiletten zu stoßen. Diese machen einen Besuch wahrlich angenehm. Die Wohltaten beginnen mit einem beheizten Sitz, über eine angenehme Hinterteilspühlung bis hin zum automatischen Abspülen und Deckel schließen. Wer einmal solch einen Luxus genossen hat, mag kaum mehr darauf verzichten. Ich gebe ehrlich zu, mir geht es auf jeden Fall so.

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So erreichten wir schließlich das Hochhaus, zu dessen Füße sich ebenfalls ein Weihnachtsmarkt ausbreitete, der auf jedem Fall einem deutschen Markt in nichts nach stand. Es gab alle möglichen Leckereien und Weihnachtsutensilien. Sogar einen Thüringer Bratwurststand entdeckte ich. Doch waren mir 6 Euro für eine Wurst etwas zu viel und ich versagte mir, trotz reichlichem Speichelfluss, den Einkauf. Stattdessen ging es ins Hochhaus und die Fahrt hinauf in den – so glaube ich zumindest – 41 Stock begann. Teilweise bot der Fahrstuhl freie Sicht auf die umliegende Stadt, die immer kleiner werdend unter unseren Füßen verschwand.

IMG_0343_ji Auf dem Dach angelangt, empfing uns ein wirkliche kaltes Lüftchen, doch die grandiose Aussicht machte es alle Mal wett. Ich wusste nicht in welche Richtung ich meinen Blick als Erstes richten sollte. Zumal überforderte mich dieses Meer an Häusern und Straßen meine Sehgewohnheiten.

Es war erstaunlich zu erkennen, dass selbst große Gebäude von diesem rund 180 Meter hohen Koloss, wie Spielzeuge wirkten, von den Fahrzeugen oder gar Menschen ganz zu schweigen.

Erfreulicherweise riss die Wolkendecke während des Aufenthaltes etwas auf und so wurde es etwas wärmer und die Gebäudefluchten und Straßentäler wurden wesentlich plastischer. Jetzt wirkte alles noch tiefer und weiter als zuvor. Es fiel mir schwer mich von diesem Ausblick loszureißen. Doch der Hunger begann wieder zu bohren, es war schließlich auch schon Zeit zum Abendessen geworden.

IMG_0324_ji Wir entschieden uns gegen den Besuch eines Restaurants, stattdessen besuchten wir einen “Convenience Shop” (Nachbarschaftsgeschäft) und erstanden dort ein paar Onigiri (Reisball) und andere Leckereien, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Mit den Lebensmitteln hockten wir uns in eine Sitzecke und wir ließen es uns wirklich schmecken. Es war einfach, aber so lecker, dass ich mich jeder Zeit davon ernähren könnte.

Mittlerweile war es dunkel geworden und so genossen wir noch die nächtliche weihnachtliche Beleuchtung in der Stadt. Ich musste feststellen, dass mich das japanische Engagement für dieses Event, die deutschen Aktivitäten wirklich nicht vermissen ließ.

Japan – Essen – Gyōza

Eines meiner Favoriten der japanischen Küche sind Gyōza. Diese gefüllten Teigtaschen, stammen ursprünglich aus China,  gehören jedoch heute zu den typischen japanischen  Speisen und sind landesweit sehr beliebt.

Als Reisender kann man aller Orte in den Genuss dieser kleinen Köstlichkeiten, die zumeist mit Fleisch oder Gemüse gefüllt sind, gelangen. Natürlich kann man sie auch tief gefroren im Supermarkt erwerben, doch die Hand gemachten lassen einem einmal mehr das Wasser im Munde zusammen laufen.

Zubereitet werden können die Gyōza im Wasserdampf oder auch frittiert, doch die Kombination aus beidem Zubereitungsarten ist allerdings der wahre Hochgenuss.

Verzehrt mit einer leichten Sauce aus Sojasauce, Reisweinessig, Sesamöl und Zucker ist der Gaumengenuss ein ganz besonderer.

Nachtrag 2018

Die für mich besten Gyōza habe ich bislang in Kobe bei einem Besuch von China Town verspeist. Der Laden ist kein Geheimtipp mehr und so ist die Schlage vor dem Geschäft oft lang. Doch das Warten lohnt sich.

Gyoza

Dänemark (2012) – Kopenhagen – Tivoli & Kulinarische Spezialitäten

20120518_115345-IMG_6902 Heute war es so weit. Unser Ausflug nach Kopenhagen fand sein Ende, da unser Flieger jedoch erst am Abend die Stadt verlassen sollte, stand uns noch ein ganzer Urlaubstag zur freien Verfügung.

Für diesen Tag hatten wir trotz der vielen Zeit nur 2 Wünsche auf unserer Liste. Wir wollten den Freizeit- und Erholungspark Tivoli besuchen und etwas typisch dänisches essen.

Bevor wir uns all diesen Vergnügungen hingeben konnten, war noch der Prozess der Bezahlung für die Hotelübernachtungen durchzuführen. Für die Zimmer und das Essen zahlten wir gerne, denn prinzipiell gab es nicht viel was es auszusetzen gab. Schade war es nur, dass wir bei der Bezahlung mit der, am unhöflichsten Beschäftigten des Hotels, zu tun hatten und sie ihre schlechte Arbeitsweise – Abwickelung der Bezahlung – auf mich abwälzte und mir dadurch unnötige Kosten entstanden. Zudem gab es kein freundliches Wort oder uns in Zukunft erneut in diesem Hause begrüßen zu dürfen. Sie drehte sich einfach um und zeigte uns ihren Rücken.

So verließen wir doch etwas enttäuscht dieses Haus und kletterten in den nächsten Bus, der leider etwas voll war und so die Fahrt zum Bahnhof anstrengend machte, insbesondere mit unserem ganzen Gepäck.

Im Bahnhof lagerten wir das Gepäck ein und gingen direkt zum gegen über gelegenen Tivoli Park. Dort angekommen stellten wir allerdings fest, dass der Park erst um 11:00 Uhr öffnete und wir somit etwas zu früh dran waren. Zudem sollte unsere Kopenhagen-Card etwa um diese Uhrzeit ihre Gültigkeit verlieren.

20120521_112228-IMG_8132_ji Die Wartezeit verbrachten wir im Hard Rock Cafe, welches sich direkt neben dem Eingang zum Park befand. Dazu hockten wir uns auf die Veranda und staunten nur, welche Massen an Schulklassen auf den Park zu marschierten. Es waren so viele, dass sich der Eindruck entwickelte, dass der Park von der ersten Minute an überfüllt sei oder wir ewig anstehen müssten, um auf das Gelände zu kommen. Doch nichts von beidem trat ein.

So verschwanden wir kurz nach 11 Uhr im Park, sogar noch unter Einbeziehung unserer Kopenhagen-Card, was uns einen kostenfreien Zutritt verschaffte. Wir genossen den Besuch von der ersten Minute, jedoch verstanden wir unter Genießen nicht sich den div. Fahrgeschäften zu überlassen, sondern eher das bunte Treiben, das herrliche Grün und die vielfältigen Angebote zu ergründen und zu beobachten.

Wir stürmten wahrlich nicht im Schnellzug Tempo durch den Park, wie es die vielen Jugendlichen taten, sondern wir liefen nach und nach den gesamten Park ab, blieben stehen, legten Pausen ein und genossen es wirklich uns durch den Park treiben zu lassen. So staunten wir auch nicht schlecht, als sich schließlich unsere Zeit dem Ende näherte.

20120521_113720-IMG_8188 Doch bevor wir gingen, wollten wir uns noch ein typisches dänisches Essen gönnen und dafür hatte mein Reiseführer ein Restaurant im Park empfohlen. Also warum sollte unsere Reise nicht hier im Park seinen kulinarischen Abschluss finden.

Am liebsten würde ich hier nicht auf nser Essen eingehen wollen, denn der erneute Genuss der  Landes typischen Spezialität wird für uns keine Wiederholung finden.

Was hatten wir nun gegessen. Als Empfehlung gab es Smørrebrød und etwas, dessen Namen ich nicht verstanden hatte. Auch beim Studium der Speisekarte durchdrang ich nicht ganz, was dieses zweite Angebot sein soll Ich meinte, es sei etwas mit Fisch und da es, laut Bedienung, wohl sehr beliebt sein sollte, bestellten wir es.

Als schließlich eine Schalte gefüllt mit einer grauen Masse und viel Petersilie oben drauf auf unseren Tisch gestellt wurde, kamen erste Zweifel auf, ob diese Wahl die Beste gewesen sei. Auch der erste Geschmackstest überzeugte nicht, auch wenn ich  nicht sagen will, dass es schlecht war.

20120521_125948-IMG_8383_ji Nachdem wir etwa die Hälfte gegessen hatten, gaben wir auf und ich machte mich erneut über die Speisekarte her und identifizierte nun jenes Wort welches verriet was wir bestellt hatten. Es war Labskaus (leider sieht das Labskaus auf den Bildern von Wikipedia wesentlich schmackhafter aus, als unsere Variante). Dass das Mahl auch noch einen horrenden Preis kostete, machte es nicht wirklich besser.

So verließen wir schließlich den Park ein ganz klein wenig geknickt und machten uns auf zum Bahnhof und Flughafen. Für die Fahrt zum Flughafen mussten wir noch einen Fahrschein erwerben, was grundsätzlich kein Problem war, doch erwischte ich die Angestellte mit der übelsten Laune. Als ich sie fragte, wann denn der nächste Zug fahren würde meinte sie nur, dass ich gefälligst die Anzeige lesen soll. Hoppla, da blieb mir doch die Luft weg.

So schnappten wir uns nur noch unser Gepäck und suchten unseren Zug. Glücklicherweise fanden wir ihn schnell und sogar ein einigermaßen leeres Abteil. Warum es leer war, klärte sich bald, denn die Klimaanlage war defekt und es war wirklich brütend heiß in diesem Abteil. Alle anderen Bereiche des Zuges waren zum Bersten gefüllt und so mussten wir die kostenfreie Sauna Nutzung in Anspruch nehmen. Ich war nur froh, dass die Fahrt nur rund 15 Min. dauerte.

20120521_112239-IMG_8136 Am Flughafen angelangt, hieß es unser Terminal zu finden und den Check-in durchzuführen. Diesen mussten wir bei Norwegian am Automaten durchführen. Für mich war es das erste Mal und es dauerte etwas den ein oder anderen Punkt zu verstehen, doch letztlich war klar was zu tun war und wir bewältigten diese Aufgabe. Trotzdem bevorzuge ich weiterhin einen Check-in mit Menschen.

Nun waren wir zwar eingecheckt, doch  wohin sollten wir mit unserem Gepäck. Witziger Weise mussten wir dann doch wieder einen Schalter von Norwegian anlaufen, um dort das Reisegut aufzugeben.

Dass man bzgl. Übergepäck bei dieser Gesellschaft und dem Selbst-Check-in keinen Spaß verstand, bekamen wir bei einem anderen Reisenden mit. Er hatte 3 Kg Übergepäck und obwohl er laut schimpfte, drohte und wie wild mit den Armen fuchtelte, blieb man hart und meinte nur, dass dies die Regeln der Gesellschaft seien  und die würden nur durchgesetzt. Wie dieser Disput letztlich ausging weiß ich nicht. Ich war nur froh, dass wir uns deutlich unter der kritischen Marke des Gepäckgewichtes befanden.

Nun hockten wir uns noch etwas in den öffentlichen Bereich des Flughafens und warteten, bis wir die Sicherheitskontrolle angehen wollten. Dies schien auch überhaupt kein Problem zu sein, denn eine nette Anzeige signalisierte immer wie lange die Sicherheitsüberprüfung incl. Schlange stehen dauern sollte.

Als wir uns auf machten wurden 8 Min. angekündigt. Wenn es diese 8 Minuten dann auch mal gewesen wären, es wurden 40 Min. und somit wurde es etwas eng Zeitgerecht zum eigentlichen Flug-Gate zu kommen. Ok, wir schafften es und brauchten nun nicht einmal lange warten bis wir den Flieger besteigen konnten.

Ich war ja etwas skeptisch was bei einem Billigflieger das Platzangebot angeht, doch muss ich sagen, dass ich durchaus zufrieden war. Dass für mich es nie genügend Platz ist, ist ein anderes Problem .

20120521_165252-IMG_8575_ji Bzgl. Gepäck zeigte sich das System des selbst Eincheckens als durchaus trickreich, denn so mancher Passagier schleppte eindeutig deutlich mehr Gepäck als Handgepäck in den Flieger als zugelassen und verstopfte die Ablagen. Die Flugbegleiter meinten jedes Mal nur, das ist doch viel zu viel, und das nächste Mal solle man doch die Richtlinien einhalten. Ach wie putzig diese Welt doch ist.

Der Flug verlief ohne Probleme.

Wir landeten in Berlin Schönefeld auf dem alten Flughafen, denn der neue, ja das war in diesem Jahr noch nichts. Und so durften wir auch noch den langen Marsch zur S-Bahn unternehmen. Erfreulicher Weise stand diese schon bereit und mit nur 1x Umsteigen erreichten wir unsere zu Hause.

 

05 Filmsteifen 21-05-2012

Japan – Essen – Okonomiyaki

Okonomiyaki, dieser Pfannkuchen aus Kohl, Mehl, Ei und einer fast unbegrenzten Möglichkeit der Variation, ist eines der Gerichte, die mir wirklich sehr gut munden und ich immer gerne esse.

Ich war in der glücklichen Lage, dass meine Reisen nach Japan mich immer in die Kansai-Region führten, wo Okonomiyaki zu den regionalen Spezialitäten zählt.

Klick hier um das Video für die Zubereitung zu sehen

 

Ich kann nur empfehlen, wer einmal ein anderes japanisches Geschmackserlebnis erfahren möchte, als nur Sushi, sich diesem Gericht anzunehmen.

 

Okonomiyaki
Japans herzhafter Pfannkuchen mit unendlichen Möglichkeiten

Wer durch die Straßen von Osaka oder Hiroshima schlendert, dem steigt früher oder später ein verführerischer Duft in die Nase: der von frisch gebratenem Okonomiyaki. Dieses herzhafte Gericht, oft als „japanischer Pfannkuchen“ oder „japanische Pizza“ bezeichnet, gehört zu den beliebtesten Streetfood-Klassikern des Landes – und steht gleichzeitig für Kreativität und regionale Vielfalt.

Der Name Okonomiyaki setzt sich aus den Worten okonomi („nach Belieben“) und yaki („gebraten“) zusammen – und genau das ist das Prinzip dieses Gerichts: Man nimmt, was einem schmeckt, mischt es zusammen, und brät es auf einer heißen Platte goldbraun aus. Die Grundzutaten bestehen meist aus einem einfachen Teig aus Mehl, Ei, Dashi-Brühe und fein geschnittenem Kohl. Hinzu kommen je nach Vorlieben und Region Zutaten wie Schweinebauch, Meeresfrüchte, Käse oder Mochi. Nach dem Braten wird der Pfannkuchen großzügig mit einer würzigen, leicht süßlichen Okonomiyaki-Soße bestrichen, mit Mayonnaise verziert und mit getrockneten Bonitoflocken (Katsuobushi) sowie Algenpulver (Aonori) bestreut.

Die Ursprünge des Okonomiyaki lassen sich bis in die Edo-Zeit (17.–19. Jahrhundert) zurückverfolgen. Damals existierten einfache, teigbasierte Gerichte wie funoyaki oder moji-yaki, die man auf heißen Eisenplatten buk. In seiner heutigen Form entwickelte sich Okonomiyaki jedoch erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als Reis knapp war und günstige, sättigende Alternativen gefragt waren. Aus Mehl, Wasser und Kohl wurde ein einfaches Gericht, das schnell zum Alltagsessen avancierte – besonders in Westjapan.

Heute gibt es zwei Hauptvarianten: die Osaka-Variante, bei der alle Zutaten miteinander vermischt werden, und die Hiroshima-Variante, bei der die Zutaten schichtweise auf den Teig gelegt werden – oft ergänzt durch gebratene Nudeln und ein Spiegelei. Beide Versionen haben ihre treuen Fans und sind Ausdruck regionaler Identität.

In vielen Restaurants kann man Okonomiyaki selbst zubereiten – direkt auf der in den Tisch eingelassenen heißen Platte (teppan). Es ist nicht nur ein Essen, sondern ein Erlebnis: brutzeln, wenden, garnieren, genießen.

So steht Okonomiyaki für weit mehr als nur ein schnelles Gericht. Es ist Symbol für Geselligkeit, Kreativität und den Reiz der japanischen Alltagsküche – herzhaft, bodenständig und herrlich wandelbar.

Japan – Essen – Natto

IMG_7989_ji Diese japanische kulinarische Besonderheit, möchte ich dem geneigten Leser wahrlich nicht vorenthalten.

Nun gebe ich zu, dass selbst bei den Japanern das Land sich in zwei Fraktionen teilt. Es gibt die, die Natto „hassen“ und die, die es „lieben“.

Ich muss gestehen, dass ich mittlerweile zu jenen gehöre, die Natto mögen.

Einschränkend muss ich aber gestehen, dass es etwas von der erworbenen Marke abhängig ist und zudem benötige ich immer einen Spritzer Senf und Sojasauce, der zumeist dem Produkt beiliegt :-).
IMG_7995_ji Was neben dem Geschmack, den Verzehr etwas als wagemutig erscheinen lassen mag, ist die schleimige Substanz, die die Bohnen nach dem Zubereiten umgibt. Führt man schließlich die Bohnen zum Mund, so ziehen sie lange etwas klebrige Fäden hinter sich her her und all zu leicht hat man mit diesen Fäden seinen persönlichen Kampf.

Wie schon gesagt ich mag es und schätze es zum Frühstück, aber auch zu anderen Mahlzeiten.

Als Snack gibt es das ganze auch noch und das ist wirklich lecker. Man schüttet die völlig trockenen Bohnen in den Mund und wenn man nun genüsslich auf ihnen herum kaut, nehmen sie die zuvor beschriebene Konsistenz an.

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Ich empfehle auf jeden Fall sich einmal dem Genuss noch Natto hinzugeben.

 

Natto – Japans traditionsreicher Frühstücksklassiker

In Japan beginnt der Tag für viele Menschen mit einem Gericht, das für westliche Gaumen zunächst ungewohnt erscheinen mag: Natto. Die fermentierten Sojabohnen sind besonders für ihren intensiven Geruch, ihren schleimigen Überzug und ihren leicht nussigen, herben Geschmack bekannt. Doch hinter dieser ungewöhnlichen Spezialität verbirgt sich eine jahrhundertealte Tradition und ein echtes Kraftpaket an Nährstoffen.

Die Geschichte von Natto reicht weit zurück – man vermutet, dass die Herstellung bereits im 10. Jahrhundert begann. Einer Legende nach soll ein Krieger während eines Feldzugs gekochte Sojabohnen in einem Strohsack transportiert haben, wo sie durch die natürliche Wärme und Feuchtigkeit zu fermentieren begannen. Als er sie später wieder öffnete, waren die Bohnen zwar verändert, aber dennoch genießbar – und sogar schmackhaft. Diese zufällige Entdeckung wurde weiterentwickelt, und bald war Natto ein fester Bestandteil der japanischen Küche.

Die Zubereitung ist heute deutlich kontrollierter als damals, folgt aber im Kern dem gleichen Prinzip. Zunächst werden Sojabohnen gekocht oder gedämpft, bis sie weich sind. Anschließend fügt man die Bakterienkultur Bacillus subtilis natto hinzu – diese ist übrigens natürlicherweise in Reisstroh enthalten, weshalb man früher die Bohnen einfach in Stroh fermentieren ließ. Danach ruht die Mischung bei etwa 40 Grad Celsius für einen Tag, bevor sie gekühlt wird, um die Fermentation zu verlangsamen und den typischen Geschmack zu stabilisieren.

In der modernen japanischen Küche wird Natto meist kalt serviert – klassisch mit Sojasoße, scharfem Senf und fein geschnittenem Frühlingslauch. Besonders beliebt ist die Kombination mit einer Schüssel heißem Reis, oft ergänzt durch ein rohes Ei. Die schleimige Konsistenz entsteht durch die beim Fermentieren gebildeten Fäden, die sich beim Umrühren besonders stark zeigen – ein Anzeichen für gute Qualität.

Obwohl Natto in Japan sehr verbreitet ist, scheiden sich an ihm dennoch die Geister. Manche lieben ihn, andere können sich mit Geschmack und Textur nicht anfreunden. Dennoch wird Natto für seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt: Es ist reich an Eiweiß, Vitamin K2 und probiotischen Bakterien, die die Darmflora unterstützen.

So steht Natto sinnbildlich für die japanische Wertschätzung traditioneller, gesunder Lebensmittel – ein Gericht, das sich treu geblieben ist und dennoch seinen Platz im modernen Alltag gefunden hat.

Japan (2011) – Was ist „Ekiben“?

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Es ist etwas zum Essen 🙂 .. Na, wer hätte das gedacht? Worüber sollte ich denn auch sonst schreiben.

In Japan an eine kleines leckeres Menü, in einer Schachtel zu kommen, ein so genanntes Bento, ist wahrlich kein Problem.

Fast in jedem Supermarkt, oder auch in Restaurants usw. kann man sie erwerben und mitnehmen. So kommt man auf sehr einfache Art und Weise zu einem leckeren Essen für Unterwegs, zur Mittagspause usw. Das ganze auch noch zu einem sehr attraktiven Preis (etwa 3 bis 6 Euro).

Wie sich so ein Bento zusammensetzt ist durchaus vielfältig. Wie die japanische Küche selber.

Ich war jedes Mal begeistert, wenn ich vor den Angeboten stand und mich zu entscheiden hatte, welche Leckerei ich mir gönnen sollte.

Mit dem Begriff Bento haben wir schon einen Teil des Begriffs “Ekiben” aufgeklärt – „… ben“ .

Nun bleibt noch das der Teil “Eki”. Die Übersetzung ist “Bahnhof”. Also ist ein Ekiben, ein Menü im Kästchen, welches man im Bahnhof ersteht und zumeist während der Zugfahrt verspeist.

Auch wenn man dies in div. Zügen machen könnte, sind es doch zumeist die Shinkansen (Schnellzüge), in denen man sie sich gut schmecken lässt.

Was eine Besonderheit der Ekiben ist, ist der Umstand, dass sie immer die regionalen Spezialitäten, des Gebietes repräsentieren, in der man es erworben hat.

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Japan – Essen – Udon

20110418_051532-IMG_6066_ji Udon beschreibt eine Nudel Art, die der japanischen Küche entspringt. Deren Zubereitung kann auf verschiedenste Weise erfolgen. Um es vorweg zu nehmen, ist auch das eine leckere Art und Weise, um sich die japanische Küche schmecken zu lassen.

Da ich die Präfektur Kagawa besuchte, die für die Udon Zubereitung besonders bekannt ist, die Nudeln dort dementsprechend  lecker sein sollten und dort zudem bei den Einheimischen ausgesprochen beliebt sind, war der Konsum unausweichlich.

20110418_051536-IMG_6067_ji Auch wenn es an jeder Ecke ein Udon Restaurant gab, beschränkten wir uns auf den zwei maligen Genuss (natürlich gab es Udon auch schon zuvor an anderen Orten).

Ich lernte, dass, wie bei allem, die Zubereitung die Kunst war und Udon nicht Udon ist und man durchaus das Restaurant seiner Wahl finden muss. Die Konsistenz der Nudeln waren genau die Kunst, die es wohl zu beherrschen galt.

Egal wie man es sah, Udon ist lecker und man muss es sich schmecken lassen.

 

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Japan – Essen – Kobe Beef

Sich dem Genuss von Kobe Beef hingeben zu können und auch ein ordentliches Lokal mit einer wirklich guten Qualität zu besuchen, stellt durchaus eine Herausforderung dar.

Doch für uns war es Teil unserer Hochzeit in Japan und so ließ sich die Investition von rund 250 Euro für zwei Personen akzeptieren.

Der Restaurantbesuch war ein wunderer Bestandteil dieses besonderen Tages und auch der erwartete Genuss wurde mehr als erfüllt.

Ob dieses Fleisch das Null plus Ultra ist, mag es nicht zu beurteilen. Doch mir läuft selbst im Nachhinein noch das Wasser im Munde zusammen, wenn ich an dieses besondere Essen denke.

Infos über Kobe Beef

Kobe Beef ist eines der bekanntesten und exklusivsten Rindfleischsorten der Welt. Es stammt von der japanischen Rinderrasse Tajima, die in der Region Hyōgo gezüchtet wird – genauer gesagt, das Fleisch darf sich nur „Kobe Beef“ nennen, wenn es aus Rindern stammt, die in dieser Region geboren, aufgezogen, geschlachtet und verarbeitet wurden. Die Stadt Kobe, nach der das Fleisch benannt ist, liegt ebenfalls in Hyōgo.

Was Kobe Beef so besonders macht, ist seine außergewöhnliche Marmorierung. Das bedeutet, dass das Fleisch von feinen Fettadern durchzogen ist, was ihm nicht nur einen intensiven Geschmack verleiht, sondern auch eine besonders zarte Textur. Beim Braten oder Grillen schmilzt das Fett gleichmäßig, wodurch das Fleisch saftig und aromatisch bleibt. Viele Gourmets beschreiben Kobe Beef als „butterweich“ oder sogar „auf der Zunge zergehend“.

Die Aufzucht der Rinder erfolgt mit großer Sorgfalt. Die Tiere bekommen spezielles Futter, haben ausreichend Bewegung und leben in stressfreier Umgebung. Es gibt zwar viele Mythen, zum Beispiel dass die Rinder Bier trinken oder Massagen bekommen, doch das gehört eher zur romantischen Vorstellung vom Kobe Beef. Wichtig ist vor allem die stressarme Haltung, denn sie beeinflusst die Fleischqualität positiv.

Wegen der strengen Auflagen und der begrenzten Produktion ist echtes Kobe Beef sehr teuer und wird oft nur in ausgewählten Restaurants serviert. Es gibt weltweit viele Nachahmungen oder „Wagyu“-Fleischsorten, die zwar ähnlich aussehen, aber nicht den gleichen Ursprung haben. Wer echtes Kobe Beef probieren möchte, sollte also auf eine offizielle Zertifizierung achten.

 

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Japan – Essen – Ramen

20110411_105250-P4110462_ji Ich werde hier nicht versuchen die gewaltige Vielzahl der japanischen Köstlichkeiten aufzulisten oder zu ergründen. Da ich jedoch des Öfteren gefragt wurde, ob die Japaner ständig nur Sushi essen würden, dachte ich mir, ich liste einfach nach und nach ein paar der populärsten Gerichte auf.

Heute werde ich mal mit “Ramen” beginnen. Wenn man es ins deutsche übertragen würde, so würde man schnöde von einer Nudelsuppe sprechen. Doch das ist es wirklich nicht. Es ist zwar eine Suppe mit Nudeln, doch wie diese zubereitet, präsentiert und angeboten ist beeindruckend und wirklich lecker.

Allein im Umkreis zu meiner Wohnung gibt es wohl rund 50 Lokale die Ramen anbieten.

Ramen

Ich habe mir in Deutschland in den div. Asia Läden immer wieder Instand Ramen gekauft, doch diese mit einem frisch hergerichteten Gericht in keiner Weise zu vergleichen. Insbesondere da die kleinen Ramen Lokale sich auf dieses Gericht und deren Zubereitung spezialisiert haben.

Mit etwa 7 – 9 Euro ist man dabei und für ein ganzes Essen ist das für japanische Verhältnisse wirklich ein angenehmer Preis.

Beispielhaft ein paar Fotos (sollte ich noch mehr Ramen Lokale aufsuchen, kommen sicherlich noch mehr Bilder in diesem Beitrag hinzu). Bei den Aufnahmen handelt es sich nicht um ausgefeilte Nahrungs-Fotografie, ich hoffe trotzdem dass sie einen Eindruck vermitteln wie lecker sie waren.

 

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Japan (2011) – In der Sushi Bar

20110407_133217-P4070487_ji Endlich haben wir es nach langer Zeit geschafft in einer Sushi Bar vorbei zu schauen. Ach, was hatte ich mich darauf gefreut. Dieses Mal besuchten wir nicht unser Standard-Lokal, sondern jenes, bei dem wir im vergangenen Jahr wegen zu langen Wartens wieder verlassen hatten.

Auch dieses Mal wurde uns eine Wartezeit von etwa 30 Minuten angekündigt, doch etliche entnervt vor uns, verhalfen zu einer extrem kurzen Zeit des Wartens. Ich würde vermuten, dass wir nach nur 15 Minuten unseren Platz im Restaurant einnehmen durften.

Erst einmal bestaunte ich die Auslage. Ok, ich gebe zu, zum Zeitpunkt des Videos war sie Überschaubar …

 

 

Ich wunderte mich, wie bei individuellen Bestellungen die Lieferung erfolgte …

 

Wenn der Inhalt von 5 Tellerchen verputzt war, konnte man sich auf ein Gewinnspiel freuen. Leider haben wir verloren.

 

Doch nach dem dritten Versuch der Teilnahme am Gewinnspiel, gewannen wird einen sagenhaften Anstecker mit einer Abbildung einer bekannten Manga Figur.

Japan (2010) – Kobe – Ausflug Kobe West

20100602_101301-IMG_7839_jiAls kleine nachmittägliche Unterhaltung, stand an diesem Tag ein Ausflug nach West Kobe auf dem Program. Auslöser für diesen Besuch war mein Wunsch die Akashi Kaikyo Brücke (Akashi Kaikyo Ohashi) Brücke aufzusuchen, die die Brücke mit der größten Stützweite zwischen den Pfeilern sein sollte.

Im Rahmen der Vorbereitungen dieses Ausfluges entdeckten wir noch etliche andere Sehenswürdigkeiten, die sich auf dem Weg zur Brücke befand und so war schnelle in herrliches Programm für den Nachmittag zusammengestellt.

Bezüglich des Wetters brauchten wir uns keine Gedanken zu machen, denn die Sonne schien von einem makellos blauen Himmel. Dies bedeutete aber auch hohe Temperaturen und sehr hartes Licht. So war ich nicht wirklich Undankbar, dass wir nach unserer Ankunft an der ersten Sehenswürdigkeit erst einmal unser Mittagsmahl zu uns nahmen.

20100602_044136-IMG_6642_ji Es stellte sich heraus, dass unser gewähltes Restaurant ein bekanntes Sushi Lokal ist, was sich aber auch in den Preisen ausdrückte. Trotzdem blieben wir. Eri stellte ein kleines Menü zusammen, wobei wie sich beim Bezahlen herausstellte, sie genau die Preise im Auge behalten hatte und wir wirklich relativ günstig davon kamen.

Im übrigen wählte Eri zumeist die Speisen aus, denn selbst wenn ich mittlerweile leidlich Hiragana lesen konnte, brachte mich das bei den Speisekarten nicht weiter. Sie bestanden zumeist aus Kanji (chinesischen Schriftzeichen), was das erste Hindernis darstellte, denn das kennen der Hiragana Zeichen bedeutete zudem noch lange nicht, dass ich irgendwelche Worte kannte (ok, ich kannte welche, doch die waren nicht hilfreich – Katze, Hund und Apfel 🙂 )  … also gab ich mich jedes Mal in die vertrauensvollen Hände Eris. Ehrlicherweise muss noch gesagt werden,  es war für Eri nicht so schwierig meinen Geschmack zu treffen, zum einen ich als kleiner Allesesser, und zum anderen mochte die selben Dinge wie ihr Vater.

Das Sushi, welches wir vorgesetzt bekamen war steilweise etwas exotisch in seiner Zusammenstellung, schmeckte aber extrem gut und wir genossen beide den dieses Mahl.

Zusätzlich Freude bereitete mir die Beobachtung eines Nachbartisches. Dort hatte sich eine Gruppe von Frauen niedergelassen. Sie orderten ebenfalls umfänglich Sushi, begnügten sich aber nicht nur mit dem Genuss, sondern sie analysierten jedes Stückchen aufs genaueste. Leider konnte ich nicht feststellen, ob sie mit der Arbeit zufrieden waren, doch sie aßen es und so konnte es nicht all zu schlecht sein.

20100602_054632-IMG_6772_ji Gut gesättigt machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserer ersten Sehenswürdigkeit, dem Sumadera Tempel.

Als wir die Anlage betraten, ahnten wir nicht wie groß sie ist. Erst der Blick auf ein Hinweisschild ließ uns ahnen, dass es viel zu entdecken galt. Zudem sah man der Anlage nicht an, dass sie schon im Jahr 886 erbaut wurde. Auf Grund der sehr neu anmutenden Gebäude hatte ich spontan vermutet, es sei eine völlig neue Tempelanlage.

Wie ich beim Aufenthalt lernte bildet dieser Tempel die Hauptanlage der Sumadera Sekte des Shingon Buddhism.

20100602_061624-IMG_6856_ji In der Anlage gab es so viele Gebäude, Skulpturen und mehr, dass ich überhaupt nicht wusste, wohin ich zuerst schauen sollte. Zudem zerrann mir die Zeit zwischen den Fingern. Nur die glühend brennende Sonne veranlasste mich ab und an mich in den Schatten zurückzuziehen und mir ein kaltes Handtuch auf den Kopf zu legen (irgendwie hatte ich mich seit dem Besuch der heißen Quellen Bad daran gewöhnt 🙂 ) … nein, im Ernst, ich war kurz vor einem heftigen Sonnenstich.

20100602_063442-IMG_6928_ji Ebenso eindrucksvoll wie der Tempel war der Friedhof, der die Anlage umgab, wenngleich der Kinderfriedhof im besonderen Maße traurig und Nachdenklich stimmte.

Vom Tempel ging es mit der Bahn nur wenige Stationen weiter zum Suma-Ku, hier gab es eine Gondel, die uns hinauf in die Berge bringen sollte und uns Aussicht auf die Stadt und die Küste geben sollte. Dies weckte große Erwartungen, die in vollem Umfang überragend erfüllt wurde.

Was sich erst bei der Ankunft herausstellte war, das diese Gondel auch Zugang zu einer Freizeitanlage für Kinder bot, dies spiegelte sich in der Aufmachung und Gestaltung deutlich wieder. Nun war dies mehr putzig als stören, doch brachte es dennoch einen spannenden Aspekt in den Besuch.

Nachdem wir den ersten Teilabschnitt unserer Fahrt nach oben in einer ausgewachsenen Gondel durchführten, hieß es schließlich in ein sehr abenteuerliches Gefährt umzusteigen. Es sah aus wie Plastikwannen, die via Laufband den Berg hinauf fuhren. In solch eine Wanne passte ich mal so gerade hinein und es rumpelte und schunkelte gewaltig, als es nun langsam den Berg weiter hinauf ging.

20100602_075041-IMG_7046_ji Dieses Gefährt schien nicht nur mir Spaß zu bereiten, sondern beobachtete man andere Personen oder gar Gruppen an Jugendlichen, so hatten sie wirklich viel Spaß daran. Ich machte mir lediglich Sorgen, ob ich oben geordnet aussteigen konnte. Zu meiner Freude gelang es.

Eigentlich konnte man die Fahrt noch weiter fortsetzen, dies jedoch via Sessellift, doch ich verzichtete gerne darauf, insbesondere da wir mit dieser Station den perfekten Aussichtspunkt auf die Küste Kobes erreicht hatten.

Dass diese Anlage schon erheblich in die Jahre gekommen war, war nicht zu übersehen, doch irgendwie verlieh dies wiederum dem ganzen seinen eigenen Reiz.

20100602_092612-IMG_7818_ji Ich nutze die Gelegenheit ein paar Panoramafotos zu erstellen und die Aussicht zu genießen. Die Fahrt nach Unten schob ich etwas vor mir her, denn ich musste ja wieder in die Plastikwanne einsteigen und vor der grauste es mir schon etwas. Trotzdem schaffte ich es unbeschadet wieder unten anzukommen.

Als letzer Punkt an diesem Tag stand die Akashi Kaikyo Brücke auf unserem Programm. Eri führte mich dazu zu einem Punkt, von dem man die gesamte Brücke bewundern konnte. Irgendwie drängte sich mir aber der Eindruck auf, dass dieser Aussichtspunkt von ihr nicht ganz selbstlos gewählt worden war, denn an selber Stelle befand sich ein Outlet-Center 🙂 – So genoss ich erst die Aussicht auf die Brücke und danach ging es ins Center.

20100602_121501-IMG_7955_ji Als die Geschäfte gegen 20 Uhr schlossen, tauchten wir wieder beim Aussichtspunkt auf und mir wurde eine nett beleuchtete Brücke präsentiert. An diesem Abend hatte ich sogar etwas Glück, denn man illuminierte in bunten Farben. Es hätte aber auch durchaus nur rot, grün oder alles andere sein können.

 

Japan (2010) – Onigiri (Japanischer Reisball) & Lunchbox

Ohhh, sie sind so lecker und es gibt Onigiri (Reisball) in verschiedensten Formen und Füllungen. Mit rund 90 Euro Cent sind sie zudem wirklich billig und man bekommt sie eigentlich überall.

Für mich sind sie zumeist mein bevorzugtes Mittagessen, wenn ich nicht gerade mal im Supermarkt bin und dort mir eine der vielen leckeren “Lunch Box”en (Schachteln mit div. Essen) unter kamen. Oder gar eine Schachtel mit Sushi seinen Weg in den Einkaufskorb fand.

Ich wollte hier mal ein paar Fotos von Onigiri zeigen. Dabei beginne ich mit der Hauptform, dem Dreieck. Anfangs war das öffnen ein Problem, doch eigentlich war es einfach, denn die einzelnen Schritte 1,2 und 3 waren genau bezeichnet, so dass man dieses japanische Fastfood wirklich schnell in Händen hält.

Die einzelnen Aufnahmen können angeklickt werden, um sie zu vergrößern.

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Nun noch ein paar Variationen an Onigiri, wenngleich es nur ein kleiner Überblick in die Vielfalt ist.

 

Reisball mit einem Eierpfannkuchen eingewickelt …

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Reisball in Maki-Form gefüllt mit Natto20100526_050431-IMG_4950_jiAchtet bei diesem Reisball auf das Verfallsdatum. In Japan schreibt man zuerst das Jahr, dann den Monat und zum Schluss den Tag. Ich gebe zu, dass mich das noch immer etwas verwirrt und ich zumeist eine Weile auf div. Datumsangaben starre, bis ich weiß, um welchen Termin es sich letztlich handelt.

 

Bei dieser Form ist das Nori nicht trocken und knusprig sondern ist feucht. Natürlich gibt es hier auch verschiedene Sorten. Das von mir ausgewählte ist mit Lachs gefüllt …

20100526_050456-IMG_4952_ji20100526_050541-IMG_4954_ji

 

Ein Beispiel für eine Lunch-Box. Diese enthält Spezialitäten aus der Stadt Nagoya ..

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Japan (2010) – Sushi essen

Ich kann es nicht sein lassen. In regelmäßigen Abständen muss es einen Besuch im Sushi Restaurant geben und wie immer war es sehr lecker.

Dieses Mal war der Besuch jedoch mit kleinen Hindernissen gespickt. Wir hatten den Tipp für ein anderes Restaurant bekommen, eines mit Entertainment. Als wir jedoch dort eintrafen war das Teil mehr als voll und die Schlange zum Warten beträchtlich.

Unsere Wartenummer ergab, dass wir 10 Leute vor uns hatten und nachdem es nach 20 Minuten noch immer 8 waren, entschlossen wir uns unsere “alte”  Sushi-Bar aufzusuchen. Dazu mussten wir zwar 15 Min. laufen, doch wer wuste, wie lange es hier dauern würde.

Doch auch im anderen Restaurant war es voll und es hieß eine Nummer ziehen. Doch wir warteten keine 10 Minuten und es gab lecker essen.

:-)))

Sushi

Japan (2010) – Kobe – Erste Eindrücke & Im KuruKuru Sushi

Was kann man sich mehr wünschen, als, dass ein Urlaub mit einem sonnigen Tag beginnt. Das war auch gut so, denn in der Nacht war es unerwarteter Weise doch recht frisch gewesen und so war es in der Wohnung durchaus kühl.

Diesem Umstand sollte an diesem Tag Rechnung getragen werden, in dem zu IKEA gewahren wird. Dort sollten all die Kleinigkeiten, die das Wohnen für 2 Personen angenehm macht realisiert werden. So wurde ein zweiter Stuhl, mehr Decken, Kopfkissen usw. benötigt.

20100425_050845-IMG_6865_ji Doch bevor dieser Ausflug anstand durfte ich die direkte Umgebung der Wohnung kennenlernen. Die Wohnung hatte ihren Zugang zu einer der vielen kleinen Straßen die hier das Stadtbild prägen. Zumeist passt ein und wirklich maximal ein zweites Fahrzeug in die Straße. So war es auch entsprechend ruhig. Auf der Rückseite des Gebäudes befand sich hingegen eine 4spurige Hauptstraße und dort ging es deutlich geschäftiger zu.

Vom Zentrum Kobes ist die Wohnung gerade mal 15 Minuten Fußweg entfernt und so so ist auch alles in angenehmer Entfernung, um es zu Fuß zu erreiche. Vom Innenstadt Bereich, erstreckte sich die Stadt an der Küste entlang und ins Landesinnere hin zu Bergen die die Stadt eingrenzt, wo sich letztlich die Wohnung befand. So kam es dass man immer etwas Berg an laufen konnte. 🙂

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Beim ersten Ausflug war Eri sehr nachsichtig mit mir und so durfte ich mir als bald einen “Reisball” erwerben, der dann genossen werden durfte. Nun hört sich “Reisball” etwas dröge an, ist es aber nicht. Oh, sie sind lecker, denn es gibt sie mit allerlei leckeren Füllungen. Für rund 1 Euro bekommt man damit wirklich ein leckeres Essen in die Hand. Ich war so begeistert, dass die Idee bestand, dass ich mich durch den Reisball-Bestand futtern werde und die einzelnen Sorten fotografieren, bewerten usw.  🙂 .. Ob ich das jedoch in 7 Wochen Urlaub schaffen werde weiß ich natürlich nicht.

Was mir natürlich auch gefiel war, dass es an wirklich jeder Ecke Getränkeautomaten gibt. Für 80 Euro Cent kann man schnell mal was zum trinken zieh, sei es Softdrink, Kaffe, Alkohol usw. Also verdursten kann man nicht.

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Am Abend ging es dann zu IKEA. Hier kann ich schon einmal sagen, dass sich das Geschäftsmodel und die Aufmachung nicht unterscheidet, also jeder kann ohne Bedenken den Laden betreten und muss sich keine Sorgen machen sich nicht zurechtzufinden. Der Grund für unseren Aufenthalt bildete all die vielen Kleinigkeiten die es zu Beschaffen galt, die in der Wohnung schlicht und ergreifend fehlten. So brauchten wir einen zweiten Stuhl, mehr Decken, Schüsseln usw. Alles in allem kam ganz schön etwas zusammen.

Lustig war der Stuhl den wir erstanden. Ich hatte es für einen Eimer gehalten. Eri meinte jedoch, da steht doch, dass es ein Stuhl ist. Nun war es mit meinen Künsten das japanische zu entziffern nicht so weit her und so war es auch jetzt noch ein Eimer für mich. Am Ende erstanden wir diesen hübschen gelben Stuhl.

Spannender als IDEA war ein Stopp bei einer der High Tech Toiletten. Ich hatte es mir gewünscht. Beheizter Sitz … ach, alles mögliche an Schnick-Schnack was man sich als normaler Deutscher überhaupt nicht vorstellen kann. Also jeder sollte solch ein Teil mal genießen 🙂

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Auch die Fahrt mit der Bahn zu IKEA war eine nette Erfahrung. Zum Glück brauchte es zu dieser Uhrzeit keine Stopfer (die drücken auch den letzten Reisenden in die Bahn), sondern es konnte ganz gesittet eingestiegen werden. Das heißt 3 Schlangen für die Einsteigenden, so sich auch wirklich säuberlich aufgereiht werden sollte. Hielt der Zeug so wartete man brav bis auch der letzte ausgestiegen war und dann konnte zugestiegen werden.

Es gab schöne Plüschsitze und so bequem waren sie auch. So etwas in Berlin und sie wären alle nach kürzester Zeit alle defekt. Sauber waren die Züge zudem auch noch. Ein wirklich angenehmes Erlebnis.

So war ich eigentlich voll mit positiven Eindrücken und ich konnte mich einer größeren Herausforderung stellen – meine erste japanisch Stunde. Die Lehrerin war wirklich nachsichtig mit mir und auch wenn sie es nicht gewesen wäre, viel  bekam ich stellenweise nicht mit. Da störte auch nicht wirklich sehr, dass der Kurs schon seit 3 Wochen lief. Ich rettete mich lediglich etwas durch mein geistiges Wirrwarr, dass ich ganz tief in dem Kramte was ich vor 15 Jahren mal in der VHS gehört hatte. So ein Kurs rein in einer Fremdsprache, so man verstehen muss was von einem verlangt wird, kannte ich noch nicht und frustrierte mich schon etwas. Ich fürchte will ich nicht ganz so übel da stehen muss ich einiges an Vokabeln pauken. Doch irgendwie stellt sich heraus, dass mir nicht viel Zeit dafür übrig bleibt zwischen all den verdammt vielen Dingen die es zu Arrangieren und zu Erledigen (Fotos sichten, bearbeiten, Blog schreiben, Essen einkaufen …) gilt. Ich hoffe nur, dass sich alles alsbald einspielt und ich alles hin bekomme.

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Ich muss nach dieser Erfahrung sehr Niedergeschlagen ausgesehen haben, so erbarmte sich Eri meiner und es ging in ein Karussell Sushi. Ja, das baute mich wieder auf. Für 100 Yen (80 Euro Cent) konnte man sich immer ein Tellerchen vom Band nehmen und sich schmecken lassen. Fand man nichts, oder meinte es sie nicht ganz so schick, gab es eine Gegensprechanlage, über die man einfach etwas bestellte, was dann irgend wann angefahren kam. So futterten wir uns durch das Sortiment und alsbald war ich voll und gut gelaunt. Ich gebe zu so ließ sich die Niederlage im Sprachkurs gut ertragen.

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Der nächste Tag entpuppte sich als ausgiebiger Regentag. Auf einem kurzen Ausflug schaffte ich es bis auf die Knochen nass zu werden und ich musste mich nachhaltig trocken legen als ich wieder nach Hause kam. Zumindest gab es mir Gelegenheit mich mit den bislang gemachten Fotos zu beschäftigen, was wie immer ausgesprochen viel Zeit in Anspruch nimmt.

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Irgendwie hätte ich dieses Wetter als Vorboten für meinen zweiten Japanisch Kurs nehmen sollten. Hier wollte ich schreiben lernen. Ich dachte, wie schlimm kann das schon werden, denn ich hatte im Vorfeld schon fleißig gelernt. Doch was soll ich sagen, auch dieser Kurs war nur auf japanisch und vor allem mit viiiiielen Wortbeispielen, wovon ich natürlich absolut keines kannte. Irgendwie blockierte mich das so, dass ich am Ende keines der Schriftzeichen mehr zuordnen konnte.

Zum Glück stand nun die goldene Woche an (eine optimale Aneinanderreihung an Feiertagen, die vielen Japanern 7 Tage freie Zeit beschert –  Ein wirklicher Luxus für hiesige Verhältnisse). In diesen 7 Tagen bricht in Japan der große Urlaub aus und das ganze Land ist unterwegs. Auch gibt es keinen Japanisch Kurs 🙂 .. Mir bleibt etwas Zeit zum Luft holen und auch Eri und ich werden diese Zeit nutzen, um einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Was es werden wird, wissen wir noch nicht.