In Schottland hatten wir alles an schottischem Wetter was man sich nur vorstellen kann. Es gab Regen, Nebel, es war kalt aber auch herrliche Sonnentage waren dazwischen. Besonders glücklich waren wir, als wir sogar einmal Morgens einen Sonnenaufgang erleben und genießen durften.
Calpis, über dieses Getränk stolperte ich eher zufällig. Mir war nach einem Softdrink und nach dem üblichen Einerlei stand mir nicht der Sinn. So empfahl man mir einmal Calpis zu probieren und siehe da, es schmeckte mir ausgesprochen gut und ich war gleich ein großer Fan dieses Getränkes.
Ich lernte später, dass Calpis ein auf Milchbasis produziertes Getränk ist. Ich lass, dass es geschmacklich wohl in Wasser aufgelöstem Jogurt nahe käme. Ich selber empfand das nicht so, dies mag an der süßlichen Ausprägung des Getränkes liegen, doch war es mich ohnedies egal, mir schmeckte es einfach.
Weiterhin erfuhr ich, dass es sich bei Calpis um ein Kunstwort handelte, welches sich aus den beiden Worten „Calsium“ und „Sarpis“ zusammensetzt. Wobei Sarpis eine der buddhistischen Geschmacksrichtungen für Milchprodukte ist.
Im Ausland kann es vor kommen, dass man Calpis unter einer anderen Bezeichnung entdeckt, nämlich unter dem Namen Calpico. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Japanische Bezeichnung evtl. negative Assoziationen hervorruft.
Calpis existiert in allerlei Geschmacksrichtungen, doch ich selber mag die Basisversion mit Kohlensäure durchsetzte Variante am meisten.
Japan – trinken – Calpis
Zurück in der Heimat, war ich etwas traurig, dass etwas, was mir so gut mundete, für ich in so weite Ferne gerückt war und ich warten musste, bis es wieder nach Japan gehen würde. Um so erfreuter war ich, als ich Calpis (als Konzentrat) im örtlichen Supermarkt entdeckte. Ok, der Preis war schmerzhaft, doch die Freude überwog den Schmerz an der Kasse.
Heute sollte es wieder zurück nach Hause gehen. Da der Bus die Stadt aber erst am Nachmittag verlassen würde, hatten wir noch herrlich viel Zeit einen weiteren Streifzug durch Würzburg zu unternehmen.
Ein letztes Mal gönnten wir uns das im Hotel angebotene Frühstück und ließen uns damit auch ausgesprochen viel Zeit, denn wir wollten den Morgen ganz in Ruhe angehen und die Zeit bis zum CheckOut, gegen 11 Uhr, ganz und gar ausnutzen. So kam es, dass ich sogar noch ein kleines Schläfchen einlegen konnte, um dann in Ruhe das wenige Gepäck, zu verstauen.
Zum Glück durften wir unser Koffer im Hotel hinterlegen und konnten kaum belastet unseren Rundgang durch die Stadt beginnen.
Kern unserer Reise nach Süddeutschland war der Besuch von Rothenburg ob der Tauber. Dass wir in Würzburg gelandet waren und wir lediglich einen Tagesausflug nach Rothenburg unternahmen, war dem Umstand geschuldet, dass der Transport, sei es via Bus oder Bahn so lange dauerte und so kompliziert war, dass die Variante in Würzburg unsere Zelte aufzustellen die Beste war.
Bis vor einem Tag nahm ich noch an, dass wir gemütlich, ohne Umzusteigen mit dem Zug von Würzburg nach Rothenburg fahren könnten. Doch lernte ich, dass wir zu meinem Leidwesen Umzusteigen hatten. Dieser Umstand bereitete mir ein wenig Unbehagen, denn die Züge fuhren nur stündlich und würde der Anschluss verpasst, müssten wir im nirgendwo eine Stunde tot schlagen.
So war ich zumindest etwas erleichtert, als ich feststelle, dass der Zug in Richtung Rothenburg in Würzburg seine Reise begann, also hier nicht mit Verspätungen zu rechnen war.
Nach einem wahrlich opulenten und leckeren Frühstück, welches jeden Cent wert war, der extra entrichtet werden musste, stand unser erster Ausflug in die Stadt an.
Da wir direkt in der Innenstadt wohnten, war alles problemlos zu Fuß zu erreichen. So schlenderten wir gemütlich durch die Stadt und kamen unter anderen am Marktplatz und der Marienkapelle vorüber. Wir entschieden uns spontan unseren Weg zur Residenz zu unterbrechen und das Gotteshaus aufzusuchen.
Es war eine recht spontane Entscheidung einen Ausflug in Deutschland zu unternehmen. Ursprünglich wollten wir nach Rothenburg ob der Tauber, doch die Anreise, egal mit Bus oder Bahn war lang und Kompliziert. Also fiel die Entscheidung nach Würzburg zu reisen, die Stadt zu erkunden und einen Ausflug nach Rothenburg odT einzubauen.
Nun war die Überlegung, welches Verkehrsmittel Frage käme. Diese Frage beantwortete sich sehr schnell selber, wenn ich mir die Preise und Anfahrtsmöglichkeiten ansah, blieb nur noch die Fahrt mit dem Fernbus in Frage. Also wurde kurzer Hand ein Fernbus gebucht.
Ich gebe zu, wir sind schon wieder zurück und nun sitze ich vor meinen Fotos und im Kopf die ganzen Eindrücke, die ich nun langsam alles in Reihenfolge und Worte bringen möchte. Dabei ist dieser Artikel nur die Vorankündigung, dass es bald mal wieder etwas zum sehen und lesen geben wird.
Als kleine Einstimmung, hier ein hochauflösendes Bild, welches ich in Rothenburg ob der Tauber gemacht habe, dem man aber leider ansieht, dass ich zu Faul gewesen war, mein Stativ zu verwenden. Wenngleich, als ich in Würzburg ein ähnliches Bild mit Stativ machte, habe ich es dermaßen verhauen, dass es ganz und gar unbrauchbar war. Also übe ich mich in Bescheidenheit und freue mich über dieses Bildchen, welches eine Außenansicht von Rothenburg odT zeigt.
Nun sind sie fertig, die Panoramen, die ich in Kobe und Shirakawa-go gemacht hatte. Es sind nicht so viele, wie ich mir vor Antritt der Reise vorgestellt hatte, doch oft durfte ich kein Stativ verwenden oder ich war einfach zu faul gewesen die ganze Ausrüstung mitzuschleppen. Ich hoffe trotzdem, dass Ihr an den entstandenen Bildern etwas Freude habt.
2 Monate Urlaub, wenn man solch einen Urlaub antritt, scheint es ein langer, sehr langer Ausflug zu sein, doch dann verrinnt die Zeit so schnell und schließlich staunte ich, dass die Zeit dieses Urlaubs schon wieder vorüber war.
Die Zeit war dieses Mal so angenehm, dass ich auch nicht ernsthaft das Gefühl hatte etwas vermisst zu haben – ok, Pizza mit Käse vielleicht – doch ansonsten gab es viel Erlebtes und viel leckeres Essen. Also war ich ehrlich gesagt schon etwas wehmütig, als die Rückreise angetreten wurde. Es kam noch hinzu, dass es eine beschwerliche Reise wurde. Warum? Unser Berg an Gepäck war gewaltig und wenn ich hier die Zahl niederschreibe, wird evtl. der ein oder andere es kaum glauben können. Eri und ich schleppten zusammen rund 90 Kg Gepäck gen Flughafen und das war anstrengend.
Es ist der Tag der Abreise und dieser steht ganz im Zeichen des Packens für den Heimflug. Alle Kochutensilien sind schon wieder ihren Besitzern zurückgegeben worden, oder weggeworfen. Also an Kochen war nicht mehr zu denken. Das machte auch nicht wirklich etwas, denn ich wünschte mir einen Besuch im Kuru Kuru Sushi (Karussell Sushi), um noch einmal ein ordentliches Sushi zum Essen zu bekommen, denn ich muss ganz ehrlich gestehen in Berlin hatte ich bislang noch keinen Laden gefunden der mich nachhaltig begeisterte – Leider.
Eri machte eines dieser Karussell Sushi Restaurants aus und dieses war so einfach zu erreichen, dass, hätten ich es eher gewusst, sicherlich öfters dort aufgeschlagen wäre.
Gerade aus Hiroshima zurück, hatte ich den Wunsch geäußert nochmals einen Ausflug nach Nara zu unternehmen. Dies würde dann auch der letzte Ausflug während dieses Urlaubes sein, denn danach hatten wir uns intensiv um das Packen unserer Koffer und dem Aufräumen unserer Unterkunft in Kobe zu kümmern.
Doch für diesen Tag wollten wir nicht an die Abreise denken, sondern uns ganz auf den Besuch von Nara einlassen. Insgeheim hofften wir in einer Mochi Manufaktur zu erleben wie mit purer Muskelkraft diese zähe, für Japaner extrem schmackhafte Speise hergestellt wird.
Heute stand ein besonderer Ausflug auf dem Programm, nämlich der Besuch jenes Ortes an dem die erste Atom-Bombe eingesetzt wurde. Ich muss gestehen, ich hatte etwas Respekt vor diesem Besuch, denn bislang war dieser Ort und die Vorstellung, dass hier die erste Atombombe nieder ging nur abstrakt, doch heute würde ich vielleicht eine konkrete Vorstellung bekommen was dieser Einsatz bedeutet hat.
In Hiroshima stand uns zum Transport die Straßenbahn zur Verfügung. Die Fahrzeuge reichten von romantisch alt zu super modern. Wir erwischten eine der alten und das fand ich gut. Die Zahlungsmodalitäten funktionierten ebenso wie im Bus. Man bestieg die Bahn, setzte sich, brachte die Fahrt hinter sich und bezahlte beim Aussteigen beim Fahrer. Was das ganze etwas vereinfachte war die Tatsache, dass es nur einen Preis gab und das waren 150 Yen (ca. 1,20 Euro).
Für diesen Tag hatten wir uns den Besuch einer kleinen Insel vorgenommen. Wir wollten Miyajima, die “Schrein-Insel” besuchen. Der Name war damit auch Programm, denn wir würden divers Schreine besuchen.
Besonders bekannt ist die Insel für sein großes, rotes, im Meer stehenden Tori und es war auch jene Sehenswürdigkeit, die in mir den Wunsch eines Besuches von Miyajima ausgelöst hatte.
Der heutige Tag war der Beginn einer dreitägigen Reise weiter in den Süden des Landes nach Hiroshima. Eine rechte Vorstellung was mich dort erwarten würde hatte ich nicht und so beseelte mich eine unbestimmte Freudige Erwartung.
Als Transportmittel nutzten wir den Shinkansen und darauf freute ich mich ebenfalls schon sehr. Wir hatten uns bislang um die Nutzung dieses Verkehrsmittels gedrückt, denn die Kosten für einen Fahrschein waren schon erdrückend. Doch dieses Mal hatte Eri eine grandiose Kombination aus Fahrschein und Hotel ausgegraben und so war es verlockend diesen Hochgeschwindigkeitszug zu verwenden.
Müssen die Halterungen für Absperrungen immer nur funktionell, langweilig und einfach praktisch aussehen. Japan zeigt, dass das nicht so eine muss.
Ich weiß, die Bilder schon ab und an in div. Artikeln aufgetaucht sind, doch ich dachte mir, es ist nicht schlecht eine kleine Kollektion zusammenzustellen. Vor allem entdecke ich immer wieder neue Varianten und ich bin gespannt was ich in Zukunft noch so entdecken werde.
Der Ausflug ins Onsen von Yunogou war ein typisch japansicher Ausflug in ein Onsen. d.h. man hält sich die ganze Zeit im Hotel mit Onsen auf und lässt sich verwöhnen.
Vor dem Verwöhnen stand jedoch die Anreise. Wir fuhren mit Regionalbahnen und obwohl wir außerhalb der Rush-Hour unterwegs waren, waren die div. Züge immer voll. Dies lag jedoch nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Bahnbetreiber die Zuggröße den “Bedürfnissen” anpasste und durchaus während der Fahrgast ruhigen Zeit mit kurzen Zügen unterwebs war. Japan (2013/14) – Yunogou Onsen weiterlesen
Ich habe etwas mit meinem Fotoapparat herumgespielt und durchaus Spaß dabei gehabt. Ich dachte ich Teile das Ergebnis einmal und vielleicht habt Ihr ebenso viel Freude an dem Ergebnis wie ich beim Herumspielen.
Shabu Shabu ist ein Brüh Fondue bei dem sehr dünnes Fleisch und Gemüse in heißem Wasser gebrüht wird.
Dieses Gericht wird auch sehr gerne zu Hause gegessen, wir hatten uns aber für ein Restaurantbesuch entschieden. Hier wählten wir eines der angebotenen Menüs aus, bei dem wir so viel essen durften wie wir wollten und konnten. Die einzige Einschränkung die es gab war, dass wir nur 90 Minuten dieses Angebot nutzen konnten.
Mit der abgegeben Bestellung erhielten wir zwei Teller mit hauch dünn auf geschnittenem Rind- und Schweinefleisch. Zudem konnten wir uns am Gemüse-Büfett so viel bedienen wie wir wollten.
Das Büfett offerierte einem allerlei Gemüse, jedoch auch Mochi, Tofu und andere Dinge bei denen ich nicht weiß wie sie heißen :-).
Das Gemüse gaben wir nach einander portioniert in das kochende Wasser und kochten es etwas. Entnahmen es, tauchten es in die bereitgestellten Dips und ließen es uns schmecken.
Das Fleisch nahmen wir mit den Stäbchen, und schwenkten es im heißen Wasser bis es gar war. Das dabei entstehende Geräusch ist die Grundlage des Namens für das Gericht “Schabu Schabu”.
Was das Zeitlimit betraf, so waren wir schon vor dem Erreichen der 90 Minuten mehr als gesättigt.
Mein Ausflug in die Stadt bestand eigentlich nur aus Zufällen.
Heute machte ich mich allein in die Stadt auf den Weg, was für mich noch immer ein kleines Abenteuer darstellt, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stehe ich noch immer etwas auf Kriegsfuß.
Mit welchem Bahnunternehmen in von unsere Wohnung in die Stadt fahre war egal. Es kam nur drauf an wie weit ich bis zum Bahnhof laufen und wie lange ich unterwegs sein wollte (Je nach Bahnhof handelte es sich auch immer um eine andere Gesellschaft. Jede hat grundsätzlich ihre eigenen Bahnhöfe aber auf jeden Fall ihre eigenen Streckennetze). Zumeist entschied ich mich für die Faulenzer-Variante, denn da waren es gerade mal 5 Min. bis zum Bahnhof. Nun brauchte diese Bahn etwas länger, doch mir war es im Grunde ja egal.
Etwas schwieriger war dann schon mit welcher Bahn ich fahren konnte, denn es gibt Lokale Züge, die überall halten, Schnell Züge die weniger halten und Super Schnell-Züge die noch weniger halten. Zumeist musste man sich dann auch noch die richtige Schlange am Bahnsteig aussuchen, denn jeder Zugart hatte im Prinzip ihre eigene. Ok, das Ticket kaufe habe ich vergessen. Hier heißt es immer seinen Zielbahnhof heraussuchen und dann am Automaten das entspr. Ticket kaufen, doch das klappte im kleinen schon etwas.
Ok, dies traf für meinen Bahnhof nicht zu, denn dort hielt nur der Bummelzug. Dieser fuhr aber immer nur eine Station, um dann 5-10 Min. zu pausieren. Es wurde ein Schnellzug vorgelassen und man konnte hier in den Schnellzug umsteigen.
Am heutigen Tag nahm ich diese Möglichkeit wahr, wenngleich dies zumeist bedeutete stehen zu müssen, denn je schneller die Züge waren, um so voller schienen sie zu sein. Doch ich brauchte nur 2 Stadtionen zu fahren und da war es wirklich egal und ich sparte rund 15 Min. Fahrzeit gegenüber dem lokalen Zug.
In der Stadt angekommen war die Frage was ich unternehmen sollte. Ich kam direkt an einem Plan vorüber auf dem die Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgelistet waren und ich fand auch gleich welche die ich nicht kannte und die für mich zu Fuß zu erreichen war. Das einzige Problem konnte lediglich sein, dass ich keinen Stadtplan oder ähnliches hatte und damit die ohnedies schwierige Navigation (ohne Straßenschilder) zudem erschwerte.
Also lief ich erst einmal einen Ort an den ich kannte und zwar den in der Innenstadt gelegenen Ikuta-Schrein.
Als ich ihn nach kurzem Fu0weg erreicht hatte, stellte ich fest, dass die Menschenmassen die hier zum Neujahr aufliefen nichtmehr vorzufinden waren. Dennoch bildeten sich vor dem Schrein noch immer eine sehr lange Schlange, in der die Leute geduldig warteten, bis sie bis zum Gebäude vorgedrungen waren und dort beten konnten.
Ich war schon verhältnismäßig oft an diesem Ort und trotzdem machte es mich noch immer viel Freude mich hier aufzuhalten, die Ruhe innerhalb der Großstadt und das Grün zu genießen.
Vom Schrein wendete ich mich in Richtung Berge und die waren wirklich nicht weit weg. Vom Meer bis zum Beginn der Berge kann man sicherlich bequem in 20 Minuten gehen und so erklärt sich sicherlich auch die hohe Baudichte auf diesem doch recht schmalen Stück Flachland.
Die Berge sind nur im unteren Bereich bebaut, weiter oben gibt es nur Wald und das halte ich durchaus für schlau, denn die Hänge sind relativ steil und durch einen Wald hat der Grund meiner Ansicht nach wesentlich höhere Festigkeit. Ob dies jedoch der Grund ist, ich weiß es nicht.
Während ich nun ziellos durch die Straßen lief, kam eine Touristengruppe nach der anderen an mir vorüber und ich dachte mir, dass ich hier sicherlich nicht all zu falsch sein könnte und tatsächlich alsbald entdeckte ich einen Plan, der dem Besucher durch dieses Gebiet lotste. Ich war in “Kitano” (englischer Link) gelandet einem der historischen Stadtteile von Kobe. Die Gebäude entstanden dort etwa um die Zeit von 1915, doch leider ist durch Krieg und Naturkatastrophen nicht mehr all zu viel von diesen historischen Gebäuden übrig. Doch das was es gibt, kann man sich wirklich ansehen.
Um zu den eigentlichen Häuser zu gelangen musste ich ziemlich klettern und auch einiges an steilen Treppen überwinden. Doch es lohnte sich. Ich bekam das ein oder andere schicke Haus zu sehen und auch die Aussicht auf Kobe wurde wirklich toll.
Ich lief immer weiter nach Oben in Richtung Wald und verschwand schließlich in ihm. Ich überlegte, ob ich zurückgehen solle, um noch mehr Gebäude zu entdecken, doch der Wald lockte mich mehr und so begann ich einen etwa 3 Kilometer Spaziergang an den Hängen entlang. Ich hatte wirklich große Freude daran und genoss die immer wieder möglichen Aussichten auf die Stadt.
Am Ende des Weges ergab sich schließlich noch eine weitere verlockende Möglichkeit, nämlich der Besuch eines Wasserfalls.
Während meines letzten Aufenthaltes hatte ich ganz in der nähe dieses Wasserfalls gewohnt und es nie geschafft ihn zu besuchen. Zum einen aus Zeitmangel und zum Anderen weil sich mir nie wirklich erschloss wie ich ihn erreichen könnte. Also warum nicht an diesem Tag die Möglichkeit wahrnehmen.
Hätte ich jedoch geahnt welch ein Schweißbad mir das ganze einbringen würde, ich hätte es wohl gelassen.
Anfangs verlief der Weg sehr moderat. Doch bald erreichte ich eine Treppe und sie schien mir fast unendlich den Berg hinauf zu führen. Trotzdem startete ich den Aufstieg und bald brannten mir die Beine. Natürlich war dies nur meiner Statur geschuldet, aber ich war froh, dass auch andere etwas zu Stöhnen begannen.
Oh, was war ich froh, als der Wasserfall erreicht war und ich hielt mich wirklich lange dort auf, obwohl er im Schatten lag und mit, so durchgeschwitzt wie ich war, wirklich sehr kalt wurde. Doch ich wollte die Zeit hier genießen.
Der Abstieg war nicht weniger Angenehm und ich war mehr als froh, als ich weiter unten war und irgendwann, als ich wieder zwischen den Häusern verschwand mich diversen Rolltreppen anvertrauen konnte.
Damit war dieser Ausflug schon wieder vorüber und ich fand es toll, was sich alles durch Zufall so ergeben hatte. Ich würde diesen Tag wahrlich als eine kleine Erfolgsgeschichte des Zufalls für mich verbuchen wollen.