Das praktische an Kobe ist, dass sowohl das Meer, als auch dichter Wald und seine Berge in Fußweg Entfernung liegen. Also eine Flucht aus dem Trubel der Stadt ist mehr als einfach zu bewerkstelligen. Besonders bemerkenswert ist bei einem Besuch des Waldes, dass man sofort vergisst, dass nur weniger Meter hinter einem eine Großstadt liegt.
An diesem Tag wollten wir diese günstige Gelegenheit einmal nutzen und uns auf machen, um zum einen diese Natur und zum anderen den ältesten Ort mit heißen Quellen (Onsen) zu besuchen. Dies schien ein wirklich spannender Ausflug zu werden, denn erst sollte es via Kabelbahn hinauf in die Berge um den Mt. Rokko gehen, im Übrigen ein Beliebtes Ausflugs- und Wandergebiet mit Aussicht auf die Stadt – und auf der “anderen Seite” via Seilbahn wieder hinunter nach Arima (englischsprachiger Link) das Onsen.
Doch bevor es wirklich ins Grüne ging, hieß es in unserem Falle erst einmal Bahn fahren um dann noch etwas mit einem Bus durch die Gegend geschunkelt zu werden. Das mit dem Bus wurde dann mal wieder spannend, denn die Menschenschlage die sich vor uns schon gebildet hatte, war beträchtlich und so füllte sich der Bus zusehends und ich wunderte mich schon ein wenig wie die Tür letztlich noch zu ging. Wir hatten darauf verzichtet uns auch noch hinein zu quetschen, denn der nächste Bus sollte schon 10 Minuten später eintreffen und wir bildeten den Anfang der nächsten Schlange.
Während wir nun warteten konnte man zusehen wie die neue Schlange minütlich anwuchs. Diesen Umstand hatte das Busunternehmen erkannt und stellte einen zusätzlichen Bus. Das fand ich wirklich toll, denn wir kamen schnell weiter und dieses Beispiel an Flexibilität war wirklich beeindruckend.
Vom Bahnhof arbeitete sich der Bus den steilen Berghang durch die Stadt hinauf zur Kabelbahn Haltestelle und ich war froh, diesen Anstieg nicht zu Fuß erledigen zu müssen. Dass alle Fahrgäste nicht zum Mt. Rokko wollen, merkten wir, als wir an der Universität hielten. Hier schien es eine Veranstaltung zu geben und so leerte sich der Bus erheblich. So konnten wir auf den nächsten Metern etwas befreiter atmen.
Die Kabelbahn fahrt, die danach folgte war wirklich nett, wenngleich es etwas an der Möglichkeit fehlte die Aussicht zu genießen. Das Fahrzeug bot genügend Fenster, Glas in der Decke und ähnliches, doch fuhren wir zumeist durch den Wald der sich die steilen Hänge hinauf zog.
Oben angekommen merkte ich, das die Sicht ohnedies heute nicht besonders doll war und so ließ sich der mangelnde Ausblick auf der Fahrt wirklich verkraften.
So kletterten wir gleich in den bereitstehenden Bus. Wenngleich wir anfangs noch etwas Platz hatten und wir sogar einen Sitzplatz ergattern konnten, entschlossen sich mehr und mehr Leute einzusteigen und so wurde es wieder gemütlich eng.
Bei der Fahrt durch die Berge merkte man, dass der Busfahrer die Strecke oft befuhr, denn die Kurve konnte nicht so eng sein, dass er diese nicht in Rally Manier nahm und es die Passagiere in die Ecken oder gegeneinander drückte.
Auch wenn sich bei so manchem Stopp der Bus etwas leerte, so konnte man gewiss sein, beim nächsten füllt er sich wieder, denn schaute man aus dem Fenster, so sah man wahre Heerschaaren an super ausgerüsteten Wanderern und leger vor sich hin schlendernde Ausflügler.
Doch als wir den Bus an der Gondel, der uns nach Arima (englischsprachiger Link) bringen sollte anhielt, war der Bus fast leer. Auch die Gondelstation war wie ausgestorben. So hoffte ich eine ruhige Fahrt mit der Gundel verleben zu können.
Was soll ich sagen, es wurde nichts draus. Unsere Gondel war wieder knacke voll und ich schaute wirklich voller Sehnsucht auf die Gondel aus dem Tal, in der sich nur eine Hand voll Menschen befand.
Durch die hohe Packdichte war es nun auch nicht wirklich möglich die Aussicht gebührend zu genießen, was ich wirklich schade fand, denn trotz der nicht besonders überzeugenden Sicht, war es eine wirklich spannende Fahrt.
Von der Gondelstation ging es mit den Touristenbus hinein nach Arima (englischsprachiger Link). Doch das was sich schon aus der Gondel erahnen ließ, bewahrheitete sich.
Obwohl der Ort mehr als 1000 Jahre bekannt als Bad mit heißen Quellen ist, hat man architektonisch dieses Erbe wirklich nicht in die Gegenwart gerettet. Was ich wirklich sehr schade fand.
Trotz dieses Umstandes war der Aufenthalt durchaus als nett zu bezeichnen. Auch die Menschenmassen ließen sich ertragen. Als besonders angenehm stellte sich der betonierte Flusslauf heraus. Hier hatte man eine kleine Bachlandschaft nachgestellt und dort ließ es sich wahrlich gut aushalten und der Sonne entfliehen.
Beim weiteren Spaziergang kamen wir an einem Straßenkünstler vorüber, der mit seinem Affen eine kleine Show bot. Die Zuschauer waren ob der Kunststücken des Affens schier aus dem Häuschen und genossen die Vorführung.
Von der Vorführung bogen wir in die kleinen Straßen des Ortes ab, wo ich der Ansicht war, dass diese nur für Fußgänger geeignet seien, denn sie waren wirklich sehr eng. Doch weit gefehlt, auch hier quälten sich Autos durch die Gassen. Allerdings ganz kleine 🙂
Was die Auslagen in den Geschäften deutlich von mir bislang bekannten Touristischen Zielen in Europa unterschied war der Umstand, dass man den üblichen Krimskrams fast vergeblich suchte. Stattdessen wurden örtliche Leckereien feil geboten. Dies Dinge konnte man zumeist nur an einem Ort kaufen. Sie wurden nicht in andere Landesteile exportiert und so stellten sie stets ein sehr beliebtes Mitbringsel dar. Mir war das viel lieber als alles andere.
Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Tempel und einer netten Erholungsphase, traten wir langsam unseren Rückweg nach Kobe an. Da wir nun nicht die Abkürzung über die Berge nahmen, sondern via Zug durchs Tal, dauerte diese Fahrt etwas länger.




Jeder Tempel versucht auf seine Weise seinem Glauben Ausdruck zu verleihen.
Doch dann stellten wir uns der Herausforderung den Weg zu finden. Zumeist ist es so, dass die angestrebten Sehenswürdigkeiten wirklich gut versteckt liegen und sie erst entdeckt werden, wenn man kurz vor ihnen steht. So war es auch hier.
Als wir nun zu Füßen der Statue standen, musste auch ich eingestehen, dass sie groß war und bei dem herrlichen Wetter dieses Tages mehr als eindrucksvoll wirkte. Ich war begeistert.
Auf dem Heimweg, legten wir noch einen kurzen Halt in der Innenstadt ein, was einen wirklich krassen Kontrast zum ruhigen Tempel Aufenthalt darstellte. Doch es mussten Lebensmittel erstanden werden.



Als kleine nachmittägliche Unterhaltung, stand an diesem Tag ein Ausflug nach West Kobe auf dem Program. Auslöser für diesen Besuch war mein Wunsch die
Es stellte sich heraus, dass unser gewähltes Restaurant ein bekanntes Sushi Lokal ist, was sich aber auch in den Preisen ausdrückte. Trotzdem blieben wir. Eri stellte ein kleines Menü zusammen, wobei wie sich beim Bezahlen herausstellte, sie genau die Preise im Auge behalten hatte und wir wirklich relativ günstig davon kamen.
Gut gesättigt machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserer ersten Sehenswürdigkeit, dem Sumadera Tempel.
In der Anlage gab es so viele Gebäude, Skulpturen und mehr, dass ich überhaupt nicht wusste, wohin ich zuerst schauen sollte. Zudem zerrann mir die Zeit zwischen den Fingern. Nur die glühend brennende Sonne veranlasste mich ab und an mich in den Schatten zurückzuziehen und mir ein kaltes Handtuch auf den Kopf zu legen (irgendwie hatte ich mich seit dem Besuch der heißen Quellen Bad daran gewöhnt 🙂 ) … nein, im Ernst, ich war kurz vor einem heftigen Sonnenstich.
Ebenso eindrucksvoll wie der Tempel war der Friedhof, der die Anlage umgab, wenngleich der Kinderfriedhof im besonderen Maße traurig und Nachdenklich stimmte.
Dieses Gefährt schien nicht nur mir Spaß zu bereiten, sondern beobachtete man andere Personen oder gar Gruppen an Jugendlichen, so hatten sie wirklich viel Spaß daran. Ich machte mir lediglich Sorgen, ob ich oben geordnet aussteigen konnte. Zu meiner Freude gelang es.
Ich nutze die Gelegenheit ein paar Panoramafotos zu erstellen und die Aussicht zu genießen. Die Fahrt nach Unten schob ich etwas vor mir her, denn ich musste ja wieder in die Plastikwanne einsteigen und vor der grauste es mir schon etwas. Trotzdem schaffte ich es unbeschadet wieder unten anzukommen.
Als die Geschäfte gegen 20 Uhr schlossen, tauchten wir wieder beim Aussichtspunkt auf und mir wurde eine nett beleuchtete Brücke präsentiert. An diesem Abend hatte ich sogar etwas Glück, denn man illuminierte in bunten Farben. Es hätte aber auch durchaus nur rot, grün oder alles andere sein können.



Da kam er eingefahren, der sagen umwogenden
Um die Fahrt nach
In
Der Abend mit meinem Freund wurde lang und schmackhaft. Er hatte uns nämlich in ein kleines Restaurant eingeladen in dem Spezialitäten der
Für den folgenden Tag war mal wieder schlechtes Wetter vorhergesagt worden. Doch erfreulicherweise wurde es ein sehr schöner und doch ausgesprochen heißer Tag.
Auf der Fahrt zum
Während wir im Park noch fast allein war, war es im
Neben diesen alltäglichen Verkleidungen entdeckte Eri eine kleine Gruppe (3 Personen) die in altertümlicher Manier gekleidet waren. Es war ein Service für Touristen, die sich auf diese Weise durch die Anlage führen lassen konnten. Ich fand es nett es anzusehen, doch selber wollte ich mich nicht verkleiden.
Im Bahnhof von 



Ich denke mit 5 Minuten Fußweg kann ich mich wirklich glücklich schätzen, dass dies der Zeitraum ist, der mich mitten in die Berge und den Wald im Hinterland Kobes bringt. Trotzdem hatte ich es bislang noch nicht geschafft mich dort hin zu bewegen. Bis zum Waldrand schaffte ich es fast täglich, denn dort erstand ich im Supermarkt zumeist die Lebensmittel, doch hinein ging es noch nicht.
So packte ich all meine Fotosachen zusammen und marschierte die 5 Minuten bis zum Wald und nochmal 5 Minuten den Berg hinauf bis zur Seilbahn. Was für eine Wanderung :-).
Danach schwang ich mich in eine der Gondel und ließ mich den Berg hinauf schweben. Auch wenn ich Kobe mittlerweile schon aus den verschiedensten Blickwinkeln von oben gesehen hatte, so noch nie aus Richtung Inland. Das war für mich wirklich spannend und ich genoss die Fahrt.
Oben angekommen stellte ich mit Freude fest, dass um diese Uhrzeit und mitten in der Woche außer mir kaum Menschen hier waren. Lediglich ein Fernsehteam verrichtete seine Arbeit und ein Hochzeitspaar hat diesem Platz so hoch über der Stadt genutzt, um den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Schließlich wies mich die Sesselliftbesatzung darauf hin, dass man in Kürze schließen wolle und das machten sie ganz demonstrativ deutlich, indem alles zusammengeräumt und verstaut wurde. Da sich meine Lust, ins Tal zu Laufen in Grenzen hielt, packte ich zusammen und schwang mich in eine der letzten Gondeln.



Es hatte am Vorabend aufgehört zu regnen und auch die Wettervorhersage für diesen Tag verhieß, dass es ein durchweg schöner, sonntiger Tag werden sollte. Dieser Umstand hatte zweierlei Bedeutung. Zum einen konnten wir unseren Ausflug einmal trockenen Fußes überstehen. Zum anderen hatte sich Eri vorgenommen sich an diesem Tag einen
Eri hatte gehofft in Turnschuhen herumlaufen zu können, doch daraus war nichts geworden. Sie trug neben dem
Obwohl wir mittlerweile schon etliche Tempel und Schreine gesehen hatte, genoss ich es immer wieder die Farben, Formen und die Stimmung auf mich wirken zu lassen.
Große Märsche hatten Eri und ich heute nicht geplant. Das ließ ihre Bekleidung wirklich nicht zu und so war es praktisch, dass sich in unmittelbarer Nähe unser nächstes Ziel befand. Eine kleine Straße im
Durch die frühe Zeit unseres Besuchen, hatte ich leider das Pech, dass sich nicht viele
Von außen unterschied sich das Gebäude durchaus von den bisher gesehenen Tempeln, denn die Fassaden wirkten durch ihre Fachwerkarchitektur sehr wuchtig und vielleicht auch etwas Europäisch. Doch innen fand sich die Leichtigkeit der japanischen Architektur wieder und die größeren und kleineren Gärten lockerten den Gebäudekomplex zusätzlich auf.
Da wir zumeist durch das Gebäude liefen, hatten wir uns am Eingang von unseren Schuhen trennen müssen und wir liefen barfüßig durch das Haus. Ging es hinaus in den Garten, in benachbarte Gebäude oder gar das WC, standen immer Pantoffeln bereit in die man schlüpfen konnte, um diese Wege zu erledigen.
Die erworbenen Dinge gibt es dann auch zumeist nur an diesem Ort und so ist es ein beliebtes und begehrtes Mitbringsel.
Schließlich ging es doch Heim und die Fahrt im Zug wurde zum besonderen Erlebnis des abendlichen Pendelverkehrs.



Der neue Tag begann, wie der vergangene aufgehört hatte, mit viel Regen. Na, eigentlich stimmt es nicht ganz, mit mehr Regen. Trotz allem, hatten wir ein schönes Besichtigungsprogramm für den Tag zusammengestellt.
User erstes Ziel war der
Dieser Umstand war für uns gut und so genossen wir auch fast ganz allein das Terrain. Es war einmal wirklich angenehm, nicht von Menschenmassen durch den Park getrieben zu werden, sondern die Ästhetik der Gebäude und den herrlich arrangierten Garten ganz in Ruhe genießen.
Ich bewunderte besonders mit welcher Kunstfertigkeit der Garten hergerichtet worden war, und war dann noch erstaunter, als wir den kleinen See der Anlage erreichten und sah wie kunstgerecht er arrangiert worden war. Besonders die Flächen pittoresk auf mich.
Freudig nahm ich zur Kenntnis, dass wir diesen Tempel von innen besuchten. Das gab wahrlich Gelegenheit etwas zu trocknen. Von den Innenräumen durfte zwar keine Fotos gemacht werden, doch die herrliche Gartengestaltung machte dies alle mal Wett. Es fiel mir wirklich schwer, mir vorzustellen, dass dieser Tempel im Jahre 991 erbaut, heute noch aktiv genutzt wurde und keine sichtbaren Alterserscheinungen aufwies.
Das nächste Stück Weg, welches uns zum
Doch trotz dieses Ungemach gab es einen Einblick in das normale, fast ländlich anmutende Leben in Japan. Dies bedeutete, dass es zwischen den Häusern, bei denen es sich um Einfamilienhäuser handeln konnte, oder auch richtige Wohnblocks, Felder zu sehen gab. So bekam ich meine ersten Reisfelder zu Gesicht.
Mal ging es durch Alleen, mal über einfache Wege und immer wieder gab es die verschiedensten Gebäude zu entdecken. Ich gebe zu, dass lediglich das Wetter diesen Aufenthalt etwas erschwerte und eintrübte.
Der Tag war mittlerweile erheblich fortgeschritten und wir hatten nun noch den Besuch einer Anlage auf unserem Programm. Diese konnten wir später am Tag besuchen, denn dort bestand nicht die Gefahr einer frühen Schließung, so wie es bei den bislang aufgesuchten Tempeln der Fall war.
jemand sehen wollen würde, lassen wir mal dahin gestellt).
Anfangs nahm ich nur zur Kenntnis, dass der Tempel restauriert oder repariert wurde und somit einige Gebäude verschalt waren. Da es aber genügend andere Dinge zu sehen gab, nahm ich diesen Umstand wirklich nur am Rande war.
Die 



Als hätte man es nicht ahnen können. Jetzt ging es endlich in eine der bedeutendsten Städte Japans und es wird Regen angesagt. Zudem hatte mich die Erfahrung gelehrt, dass wenn Regen vorhergesagt wird, er auch wirklich und zumeist kräftig kommt.
Jetzt fragt sich vielleicht der ein oder andere, wonach wurde denn gefragt, wenn es keine Straßennamen gibt. Das wäre ein berechtigter Einwand. Glücklicherweise wussten wir, dass sich gegenüber des Hotels ein Museum befand, und so fragten wir wie wir dort hin kämen. Das ist ohnehin die übliche Navigation, man hangelt sich von Gebäude zu Gebäude, bis man halt dort ankommt wo man hin möchte.
Unser erstes Ziel war
Ich freute mich noch mehr, als wir den
Es war schon eindrucksvoll zu sehen, wie an den beiden gezupft, gezerrt oder drapiert wurde, bis schließlich die Aufnahme gemacht wurde. Irgendwie taten sie mir leid. Besonders die Brau musste einiges über sich ergehen lassen. Doch sie schien so glücklich, dass sie das alles wohl nicht wirklich bemerkte.
Ich war mittlerweile so durchnässt, das mich dieser Umstand aber nicht wirklich störte. So beendeten wir unsere Ausflug und es begannen unsere Fahrt zurück zum Hotel. Die einzige Unterbrechung die diese Fahrt, war ein Halt im Shopping Center vom 



Alles muss man lernen – selbst die Nutzung des Busses im öffentlichen Nahverkehr. In Japan gibt es dabei einige Besonderheiten, die je nach Region variieren können. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf Kobe, Kyoto und deren Umgebung.
Das
Beim Betrachten seiner Fotos war ich wirklich erstaunt welch künstlerischen Ausdruck er in seinen Aufnahmen hervorbrachte. Besonders seine Werke die ab 1927 entstanden hatten einen sehr avantgardistischen Stiel. Viele der Bilder waren in einer Art von Sandwich-Technik entstanden und waren sicherlich für jene Zeit sehr kühn.
Dem Besuch der Ausstellung ließen wir einen Rundgang durch das Museum und sein Gelände folgen. Leider schloss das Museum kurze Zeit später und so konnte ich das Gebäude nicht in dem Umfang würdigen, wie ich es gerne getan hätte, denn diese sehr klare Architektur inspirierte mich sehr zum herumlaufen, anschauen und natürlich fotografieren.






Ich hatte es mir gewünscht und heute besuchten wir “Kobe Harborland” (englisch sprachiger Link).
An diesem Tag war das schlendern durch die Straßen und Arkaden durchaus angenehm, auch wenn Angangs sich noch viele Menschen mit uns durch die Straßen bewegten. Meist allerdings ist das Laufen als Fußgänger ein kleines Abenteuer, denn man teilt sich die Gehwege mit Radfahrern und die fahren nicht unbedingt immer rücksichtsvoll. Bislang bin ich zwar um den ein oder anderen Crash umhin gekommen, doch dies habe ich wohl eher Eri als mir zu verdanken.
Neben den Radfahren sollte man auch immer ein Auge auf die Autofahrer haben. Auf den Gehwegen trifft man sie zwar weniger an, doch auf Zebrastreifen heißt es wirklich aufzupassen. Auch wenn man durch die engen Straßen flaniert, darf man nicht damit rechnen, dass zwangläufig defensiv gefahren wird.
So war ich froh, dass wir ohne irgendwelche Rempler, Zusammenstöße oder ähnliches schließlich am Harborland (englisch sprachiger Link) ankamen.
für Kinder bis 12. Was mich aber nicht abhielt, mich umzusehen und Möglichkeiten auszuloten. Schließlich entschied ich mich, seit langem mal wieder Riesenrad zu fahren. Die Fahrt selber war nicht so spektakulär, eher die Tatsache, dass ich in der sehr schmalen Tür sowohl beim ein-, als auch beim Aussteigen stecken blieb. Das war wirklich sehr unpraktisch, denn das Rad hielt ja wegen mir nicht extra an 🙂
Doch bevor die Aussicht genossen werden konnte, stand die Fahrt mit dem Fahrstuhl nach oben an. Als wir ihn erreichten, war er schon gut befüllt und ich wollte lieber auf den nächsten warten. Doch das Personal bestand sehr freundlich aber ebenso nachdrücklich darauf, dass wir mitfahren sollten. Wer mich kennt, mag sich vorstellen was es bedeutet, wenn ich mich in einen nahezu vollen Fahrstuhl quetsche. Ich glaube so richtig doll fand das niemand und so war ich froh, als ich wieder Luft bekam, als nach kurzer Fahrt die Aussichtsplatform erreicht war
Ich war natürlich mal wieder begeistert von dem was ich sah und drehte gleich drei mal die 360 Grad runde und versuchte unsere Wohnung und andere Dinge zu entdecken. Das mit der Wohnung klappte nur in so weit, dass ich das große Hochhaus in 5 Minuten Fußweg Entfernung entdeckte, doch unser Haus zu finden, war dann doch etwas kniffelig. Erstaunlich fand ich eher die Tatsache, dass es von hier oben wesentlich kompakter und unwirklicher wirkte, als ich es in unserer Straße und Gegend tatsächlich empfand.
Es begann nun auch langsam dunkel zu werden. In Japan passiert dies so um 19 Uhr und wenn die Dämmerung einsetzt, dauert es nicht lange bis es völlig dunkel ist. Von langen lichten Himmeln, wie man es im Sommer in Deutschland gewohnt war, ist hier nichts zu finden.



Schon seit 71 Jahren gibt es das Straßenfest in
Etwas von den div. Aktivitäten zu erhaschen war durchaus schwierig, denn zum einen waren bei den Hauptattraktionen besonders viele Menschen, doch meinte ich auch, dass die Örtlichkeit nicht ganz optimal gewählt war, denn oft verhinderten neben den Menschen auch Gebäude den Blick auf die Veranstaltungen. Das fand ich wirklich schade, denn so war es wirklich schwierig das Farbenfrohe Treiben zu genießen.
So gab es Samba, Schwertkunst oder 



Ich hatte meine Hiragana Stunde (schreiben lernen) hinter mich gebracht, was an diesem Tag noch etwas stressiger war als beim letzten Mal, denn heute wurde die Leistung der Lehrerin beurteilt. Daher war sie etwas strenger als sonst und zog den Stoff auch noch etwas gnadenloser durch. Was es für mich zusätzlich nicht einfacher machte, war die Tatsache, dass hier allem Anschein nach, wie in Japan üblich unterrichtet wird, d.h. man muss schon auf den Stoff der Stunde vorbereitet sein, sonst hat man wirklich Probleme mitzukommen (
Ich hatte zwar entsprechend gelernt und dennoch ging es im Unterricht so flugs vorwärts, dass ich (die anderen auch) nicht in der Lage war zusätzliche Notizen zu machen. z.B. über die beispielhaft verwendeten Wörter für die einzelnen Zeichen. Was wirklich dumm ist, denn in der nächsten Woche muss man sie wissen und können.
Egal, ich war frei und konnte durch die Stadt laufen. Viel gibt es da natürlich nicht zu berichten, als die Tatsache, dass wenn es mich in die kleinen und kleinsten Gässchen verschlug, ich recht schnell den Moment erreichte, die Orientierung zu verlieren. Da war ich jedes Mal froh zu wissen, dass ich meine kleine GPS Navigation immer bei mir hatte, mit deren Hilfe ich mir notfalls heim finden konnte.
Aufmerksamkeit erregte unterwegs eine Übergroße
Mittlerweile dachte ich darüber nach den Heimweg anzutreten, als ich einen mir bekannten Turm entdeckte. Es handelte sich dabei um den “Kobe Hafen Turm” (
Ich schüttelte die Gedanken über dieses hefige Naturereignis ab und schlenderte weiter gemächlich über die Anlage, genoss die Aussicht aufs Wasser und betrachtete die verschiedensten Objekte die hier aufgestellt vereinigt worden waren.
Das Museum fiel mit seiner sehr filigran wirkenden Stahlkonstruktion, die wohl einen Schiffsrumpf darstellt, schon von weitem heraus und das Hotel beeindruckte hingegen durch seine Form und das moderne design.




Auch ich bleibe von Regentagen nicht verschon. Zähle ich sie alle zusammen, bin ich zwar noch immer eindeutig auf der Sonnenseite des Urlaubs, doch diese Tage sind durch ihren dauernd anhaltenden Regen doch etwas frustrierend. Manchmal beginnt es nur ganz leicht zu nieseln, doch wenn es rightig zu regnen beginnt, kommt schon ordentlich etwas an Wassermenge herunter.
So bleibt hier die Gelegenheit einmal davon zu berichten, wie man an einer japanischen Kasse richtig bezahlt. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas verwirrt war, bis ich das gesamte System durchschaut hatte. Natürlich gibt es wie überall Variationen, aber im Prinzip bleibt es gleich.
Oh, dann gibt es auch noch die voll automatischen Kassen. Die werden zwar auch durch den/die Kassierer(in) bedient, doch wird Papiergeld durch einen Eingabeschlitz eingeführt und Kleingeld in eine Schale geworfen . Alles verschwindet anschließend in der Kasse und dann wird über Laufbänder usw. das korrekte Wechselgeld ausgegeben und mir durch den Beschäftigten ausgehändigt. – Ja das hat was 🙂



So recht etwas darunter vorstellen konnte ich im Vorfeld nicht was ich erwarten sollte und war um so begeisteter, als ich schließlich zu Füßen dieses 18 Meter großen Kolosses stand.


Anschließend schlenderten Eri und ich noch etwas durch die nahegelegenen Straßen. Auf diesem Rundgang kamen wir an einem Restaurant vorüber an dessen Fassade viele beschriftete Lampions hingen. Ich fand es ein hübsches Schmuckwerk, doch erklärte Eri mir, dass es sich da bei um die Speisekarte des Lokales handelt. Also diese Idee fand ich wirklich originell und schön.
Den Preisschock verdaute ich bei einem Spaziergang durch die Stadt, bis die Vorstellung beginnen sollte. Dabei kamen wir an einem wirklich ansehnlichen Schrein vorüber der sich so unscheinbar zwischen die Hochhäuser duckte, dass ich ihn alleine sicherlich übersehen hatte. Auch wenn die allgegenwärtige rote Farbe ihn deutlich sichtbar machte.
Dort angelangt, wollten wir uns noch mit Popcorn eindecken. In Japan herrscht gesalzenes und mit Karamell Überzogenes Popcorn vor. Da ich ohnehin die salzige Version bevorzuge, war ich um diesen Umstand nicht traurig. Etwas missmutiger stimmte hier die lange Schlange vor dem Schalter. Doch Glück gehört auch zum Leben, denn gerade als wir uns anstellen wollten, wurden 2 weitere Kassen geöffnet.
Verschweigen möchte ich nicht, dass ich erfreulicher Weise ohne weitere Probleme mich aus der Umklammerung durch den Sessel befreien konnte.



Bevor wir den eigentlichen Tempel erreichten galt es ein riesiges Holztor zu durchschreiten. In denen Geisterskulpturen standen, die das Böse von was von Außen kommen könnte abschrecken soll. Als ich mir diese Skulpturen ansah, meinte ich erst es seinen Gemälde. Erst bei genauerem hinsehen konnte ich erkennen, dass es wirkliche Skulpturen waren, doch selbst jetzt schaute ich immer wieder hin, denn die Verwirrung war sehr groß, ob dieses merkwürdigen Eindrucks.
Während ich den Buddha umrundete ließ ich dieses riesige Gebäude und die Tatsache, dass es rein aus Holz entstanden ist auf mich wirken und das machte den Eindruck noch intensiver.
Bevor wir den Tempel verließen überredete mich Eri mir einen Glückszettel zu erwerben. Dazu schüttelte man eine Dose mit Stäben drin. Dann versuchte man einen der Stäbe hinaus zu schütteln. Auf ihm stand dann eine Nummer und über diese Nummer bekam man seinen Zettel. Nun waren meine Prophezeiungen eher wischi waschi und nicht wirklich gut. Aber man brauchte mit ihnen nicht leben, denn in der Nähe gibt es immer einen Baum, Stange oder ähnliches, wo man seinen Zettel festmacht, so dass die Prophezeiung dort verbleibt. Also überhaupt kein Problem, selbst wenn man die Pest an den Hals vorhergesagt bekäme.
Bevor wir 


