Japan (2011) Kobe – Wo wohne ich überhaupt?

20110329_095904-IMG_0828_ji Schon im letzten Jahr konnte ich via StreetView einen Einblick geben, wo und wie ich wohne :-). Also auch in diesem Jahr der passende Link und viel Spaß beim Erkunden der Umgebung :-)) ..

Im übrigen wohne ich genau zwischen einem großen Krankenhaus und dem Zoo von Kobe :-). Na, wenn das nicht Möglichkeiten sind das Leben sicher und angenehm zu gestalten. Im übrigen Tsunami sicher wohne ich auch, denn man darf ganz schön krackseln (klettern), bis man vom Meer bis zur Wohnung gelangt. Ich gebe zu Berg runter habe ich es schon geschafft. Nur mit dem wieder rauf ist es so eine Sache :-))

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Deutschland (2010) – München – Oktoberfest

20100918_080852-IMG_4909 Auf Grund eines beruflichen Ungemachs, hatte es mich nach Süddeutschland verschlagen.  Wie sich jedoch herausstellte, ließ sich diesem Umstand tatsächlich etwas positives abgewinnen, denn ich stellte fest, dass zum selben Zeitraum das jährliche Oktoberfest statt fand. Also warum nicht einmal hin und sich das ganze live ansehen.

Die Eröffnung und der Einzug der Wiesnwirte war für den Samstag angesetzt (wie wohl jedes Jahr), was mir gut passte, denn so konnte ich mir den Ausflug in die Stadt erlauben. Wochentags wäre es schlicht nicht möglich gewesen, oder es wäre zumindest deutlich schwieriger gewesen.

Leider war dieser Ausflug für mich mit ein paar kleineren körperlichen Anstrengungen verbunden, denn um die die Stadt zu kommen, musste ich erst einmal zur S-Bahn gelangen, denn diese lag rund 4 Km Fußweg entfernt. Busse fuhren zwar, aber nur während der Woche. Ab Samstag war derjenige, dem kein Auto zur Verfügung stand, auf seine Füße angewiesen. Nun gut, so ist es halt auf dem Lande 🙂

20100918_084036-IMG_4929 Zum Glück war an diesem Morgen das Wetter mehr als erfreulich und so ordnete ich diesen Fußweg in die Kategorie kleines Aufwärmtraining ein. Doch da der Weg zumeist an einer gut befahrenen Straße entlang führte, bedurfte es schon einiges an Phantasie, um nicht entnervet zu wirken.

Ich war wirklich froh, als ich die S-Bahn in Starnberg erreichte und mir mein erster Blick auf den Starnberger See gegönnt wurde. Ich muss gestehen, dass es wirklich ganz nett aussah und ich mir vorstellen konnte dort mal einen kleinen Bootsausflug zu unternehmen. Doch nun hieß es erst einmal den Weg in die Stadt fortzusetzen.

Da ich mir den See etwas ansah, hatte dies schließlich zur Folge, dass mir, als ich schließlich meinen Fahrschein erwarb, die S-Bahn vor der Nase weg fuhr. Bei einem nur 20minütigem Takt, war dies schon etwas schmerzhaft.

20100918_141950-IMG_5491_jiDie Wartezeit nutzte ich jedoch, um den sich nun wieder füllende Bahnsteig zu beobachten und zu erfahren, wie sich die Leute für ihren Oktoberfestausflug herausgeputzt hatten. Es gab von der traditionellen Tracht bis zu eigenwilligen Interpretationen dieses Themas wirklich alles zu sehen.

Die Fahrt in die Stadt verlief reibungslos, nur nahm der Fahrgastbestand von Bahnhof zu Bahnhof deutlich an Dichte zu. Doch wirklich extrem schien es mir nicht zu sein. Diesbezüglich änderte ich meine Meinung, als ich schließlich die Bahn verließ. Hier konnte ich mich nur noch in das Heer der Wiesn Besucher einreihen und mit ihnen in Richtung Festgelände treiben.

20100918_095839-IMG_4934Die ersten Gelegenheit diesen Massen zu entfliehen nutze ich. Zudem hoffte ich auf diese Weise zu jener Straße zu gelangen, über die die Wiesn Wirte auf das Festgelände einzogen. Tatsächlich hatte ich mich richtig entschieden, doch von dem Einzug konnte ich trotzdem nichts sehen, denn vor mir standen etwa 10 Reihen an Menschen und zudem gönnten viele Väter ihren Kindern den Luksus auf ihren Schultern zu sitzen, was allen anderen, so auch mir, die letzte Möglichkeit raubte etwas vom Zug zu erhaschen.

So schloss ich mich wieder dem Tross an, der direkt zum Oktoberfestgelände unterwegs war. Mein Weg führte hinter den Festzelten entlang und an je mehr Zelten wir vorüber kamen, um so weniger Menschen umgaben mich. Ich hatte nicht wirklich etwas dagegen.

20100918_105202-IMG_5064 Auch wenn ich nichtmehr damit gerechnet hatte, ergab sich schließlich ein kleiner Ausblick auf die Prozession der Wiesnwirte.

Dem Ritual, dem Anstich des ersten Bierfasses, zur  Eröffnung des Oktoberfest nahm ich nicht teil, da es in einem der Festzelte vollzogen wurde. Weit von mir entfernt konnte es aber nicht gewesen sein, denn irgendwann hörte ich ein riesiges Gejubel und mehrfaches Donnergrollen von Schüssen. Damit war klar das diesjährige Oktoberfest war eröffnet.

Nun verliefen sich die Menschen auf dem Gelände und in einer durchwegs angenehmen Menschendichte, genoss ich meinen Rundgang über das Gelände.

Doch was erzähle ich viel. Lassen wir doch einfach die Bilder sprechen, die ich an diesem Tage geschossen habe. Sie geben vielleicht einen Einblick, von dem “Wahnsinn” der nun fü1 17 Tage über München hereingebrochen ist. Viel Spass …

 

 

Japan (2010) – Kobe – Erkunde die Stadt

Schon während meiner Reise hatte ich ein hoch aufgelöstes Bild von Kobe veröffentlicht. Da mein kleines Netbook mit der Berechnung des weitaus größeren Bildes überfordert war, gab es lediglich die kleinere Version. Doch jetzt, wo ich wieder zu Hause bin, wollte ich es wissen und ließ die große Version rechnen. Wie ich dabei lernen musste, brachte ich meinen Rechner mit diesem Vorhaben 350 Bilder zusammenzurechnen und zu bearbeiten an seine Grenzen – eher darüber hinaus, betrachte ich die div. Programmabstürze wegen zu wenig Speicher :-). Letztlich konnte ich das Bild aber doch entstehen lassen und ich war selber erstaunt über das Ergebnis.

Wenn das alte Bild rund 50 MegaPixel hatte, so bringt es diese Version auf rund 100 GigaPixel. Damit könnt ihr nun Kobe und seine Häuser noch genauer erkunden und vielleicht das ein oder andere Entdecken. Ich wünsche viel Spaß dabei …

Kobe

Hier Klicken um die die Stadt zu erkunden

Japan (2010) – Osaka – Das Schloss der Stadt

20100612_083046-IMG_1004 Man mag es kaum glauben, doch auch der längste Urlaub geht einmal vorüber. So auch der meinige. Nun war nur die Frage, wie gestaltet man die letzten Stunden bis zum Abflug so angenehm wie nur möglich.

Diese Entscheidung begann damit, dass ich die Idee aufgriff und mein Gepäck nicht selber zum Flughafen wuchtete, sondern via Koffer-Service transportieren ließ. Das kostete zwar ein Sümmchen, doch hatte es wirklich Charme, sich am Reisetag nicht mit seinem Gepäck herumzuschlagen.

Trotzdem wurde der Morgen meiner Abreise ein kleinwenig Anstrengend, denn wir mussten schließlich unsere Wohnung räumen. Für mich war es wirklich erstaunlich, was sich in so kurzer Zeit alles angesammelt hatte. Zum Glück hatte sich Eris Vater bereit erklärt mit seinem Auto zu kommen und sich dem Gepäck anzunehmen. So brauchten wir den ganzen Kram lediglich von der Wohnung  zum Auto zu schaffen. Dort wunderte ich mich dann kaum mehr, als ich sah wie sich das Fahrzeug zunehmend füllte und schließlich wirklich nur noch etwas Platz für den Fahrer blieb. Ich vermutete, dass dieses kleine schnuffige Autochen noch nie so voll beladen war in seinem Autoleben.

20100612_043028-IMG_0627_ji Danach galt es den Tag mit Aktivitäten zu füllen, denn der Flieger sollte Japan erst spät in der Nacht verlassen. Da ich vom Kansai Flughafen (eine künstlich aufgeschüttete Insel) in Osaka abfliegen sollte, lag es nahe, den Tag auch in Osaka zu verleben.

Dieser letzte Tag in Japan verhieß ein wirklich heißer Tag zu werden und so wollte ich unser Tagesprogramm nicht übermäßig üppig gestallten und beschränkten wir die Tagesaktivitäten auf den Besuch des Osaka-jo (Burg).

Die Anreise zur Burg verlief ohne Probleme und obwohl die Bahnen mal wieder knackig voll waren, konnten wir fast immer einen Sitzplatz ergattern.

20100612_051241-IMG_0687_ji Bevor wir das Osaka-jo schließlich eroberten, entschieden wir uns eine kleine Bötchen fahrt im Gebiet um die Burg zu unternehmen. Auf diese Weise erhoffte ich mir einen anderen und netten Blick auf die Stadt. Wie anders der Blick wurde erfuhr ich schließlich, als wir uns durch die Gegend schippern ließen.

Es war zwar ein großes Boot was dessen Länge anging, doch saß man sehr nah an der Wasserlinie, so dass ich zumeist gegen die Befestigungsmauern der Wasserstraße schaute. Auch gab es leider keine Außenplätze, sondern man musste innen sitzen und konnte nur durch die heftig spiegelnden Scheiben schauen. Da sich herausstellte, dass die Uferbebauung auch nicht sehr aufregend war, lehnte ich mich zurück und genoss nur das gemütliche dahin schippern und die Klimaanlage.

20100612_054737-IMG_0776_ji Trotzdem war ich froh, als die Fahrt vorüber war und wir uns langsam wieder dem Osaka-jo näherten.

Das mit dem langsam ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn wir schlenderten durch die Anlage um die Burg, legten ab und zu kurze Pausen im Schatten ein und kamen so dem Gebäude wirklich nur sehr gemächlich näher.

Doch schließlich standen wir zu Füßen des Bauwerks und auch wenn es ein komplett neuer Wiederaufbau des Gebäudes darstellte, war es eindrucksvoll und imposant. Vor allem spiegelte es die Macht, die es einst präsentierte auf eindrucksvolle Weise wieder.

20100612_074357-IMG_0947_ji Die Burg besuchten wir natürlich auch von innen und ich war froh, dass man einen schicken Fahrstuhl eingebaut hatte, so brauchte ich mich nicht die 6 Etagen bis nach oben hinauf zu arbeiten.

Zusätzlich war das mit dem Fahrstuhl auch ein guter Weg, um die Menschmengen, die die Burg besichtigen wollten, zu steuern. So kam immer nur eine Fahrstuhlladung nach der anderen bei der Aussichtsplattform an, was den Genuss der Aussicht wirklich deutlich erleichterte.

Aus dem 6. Stock hatten wird dann auch einen schönen und ganz anderen Blick über die Stadt, im Vergleich zum Blick vom WTC vor wenigen Tagen. Beeindruckend war die durchaus als weitläufig zu bezeichnende Grünanlage um das Osaka-jo und das sofortige angrenzen der Flut von Häusern.

20100612_071820-IMG_0872_ji Nach unten musste die Treppe verwendet werden und spätestens hier merkte ich, welche Höhe ich via Fahrstuhl überwunden hatte. Ich hatte mir wirklich viel Schweiß erspart. Doch auch so hatte ich bei der heutigen Hitze ziemlich viel Feuchtigkeit verloren.

Die wenige Zeit die uns nun noch verblieb, hielten wir uns zu Füßen der Burg auf und beobachteten Touristen und da gab es wirklich viel zu sehen. Sei es ein Ehepaar welches ihren Hund in einem Art Mini-Kinderbett durch die Gegend fuhren oder jemand der die hier reichlich vorkommenden Tauben so fütterte, dass sie auf seinem Kopf, den Armen und halt überall auf ihm landeten. Ja, Langweilig wurde es nicht.

20100612_072237-IMG_0892_ji Schließlich hieß es aber zum Flughafen aufzubrechen. Wir versuchten die Fahrt dort hin via Expresszug deutlich zu verkürzen, doch verpassten wir diesen um wenige Minuten und gondelten somit recht gemütlich hinaus auf die Flughafeninsel.

Dass diese Fahrt ihre Tücken hatte ahnte ich, denn Eri erzählte mir, dass der Zug irgendwo auf der Strecke geteilt würde, um dann verschiedene Richtungen einzuschlagen. Ich brauchte mich zum Glück nur auf Eri zu verlassen, doch der ein oder andere Tourist war auf sich alleine gestellt und entsprechend verwirrt. Doch auch ihnen half Eri weiter.

Im Flughafen musste als erstes die Gepäckausgabe für mein Reisegut gefunden werden. Nun ist der Kansai Flughafen angenehm überschaubar und gut zu erlaufen und nachdem wir am Infostand erfuhren wohin es gehen sollte, war ich schnell im Besitz meines Gepäcks.

20100612_092247-IMG_1109_jiDa ich mich während des Tages doch deutlich vom Duft einer Blümchenwiese entfernt hatte, war die Entscheidung leicht den Duschservice des Flughafens in Anspruch zu nehmen (mir war bis heute ehrlicherweise nicht bekannt gewesen, dass es so etwas gab) und für kleines Geld konnte ich mich frisch machen.

Als ich die Dusche mieten wollte, sah es anfangs nicht gut aus, denn alle Duschen waren besetzt. Doch nachdem sich die Beschäftigten beraten hatte, konnte man mir kurze Zeit später die Dusche für die Schwerbehinderten zuweisen. Dies war durchaus praktisch, denn so hatte ich wirklich viel Platz. Doch hatte es auch einen kleinen Nachteil und den Nutze ich auch gleich aus.

Als es darum ging mich wieder anzukleiden, nutze ich eine der Raumwände um mich abzustützen. Das hätte ich mal bleiben lassen. Nicht dass ich durch die Wand gekracht wäre, nein, nein. Ich erwischte den Alarmknopf. So schrille der Alarm gnadenlos los und ich wurde sicherlich ziemlich blass. Leider ließ sich der Alarm auch nicht deaktivieren, also hieß es zu warten  und kleinlaut zu erklären, dass es nur ein Versehen war.

20100612_073543-IMG_0911_ji Von der Dusche ging es zum Schalter meiner Airline. Die Schlange dort war erfreulich kurz und dennoch staunte ich nicht schlecht, als es schließlich 90 Min. dauerte, bis ich die Formalitäten für den Flug erledigen konnte.

Als mir am Schalter erklärt wurde, dass von den beiden Sitzen in meiner Reihe der zweite frei bliebe, sah ich dem Flug mehr als erfreut entgegen.

Leider hatte dieses langwierige Prozedere dazu geführt, dass Eri und mir nun nicht mehr viel Zeit blieb uns von einander zu verabschieden. Sondern wir mussten direkt zum Zugang zu den Gates. Dort trennten sich unsere Wege, nach 7 sehr schönen Wochen, für eine sehr lange Zeit.

 

Japan (2010) – Osaka – Das Aquarium

20100608_093846-IMG_9799_ji Es stand schon lange auf unserer Liste der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten und heute war es endlich so weit. Wir machten uns auf nach Osaka, um das dortige Aquarium aufzusuchen.

Um das KAIYUKAN-Aquarium zu erreichen, mussten wir uns erst einmal dem öffentlichen Nahverkehr anvertrauen. Für mich waren die vielen Gesellschaften, Tarife, Automaten und Bahnsteige auch nach dieser langen Zeit meines Aufenthaltes, noch immer ein großes Mysterium. So trottete ich zumeist brav hinter Eri her und vertraute ihr völlig.

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Japan (2010) – Arima – Ausflug in die Berge

20100606_043949-IMG_8393_ji Das praktische an Kobe ist, dass sowohl das Meer, als auch dichter Wald und seine Berge in Fußweg Entfernung liegen. Also eine Flucht aus dem Trubel der Stadt ist mehr als einfach zu bewerkstelligen. Besonders bemerkenswert ist bei einem Besuch des Waldes, dass man sofort vergisst, dass nur weniger Meter hinter einem eine Großstadt liegt.

An diesem Tag wollten wir diese günstige Gelegenheit einmal nutzen und uns auf machen, um zum einen diese Natur und zum anderen den ältesten Ort mit heißen Quellen (Onsen) zu besuchen. Dies schien ein wirklich spannender Ausflug zu werden, denn erst sollte es via Kabelbahn hinauf in die Berge um den Mt. Rokko gehen, im Übrigen ein Beliebtes Ausflugs- und Wandergebiet mit Aussicht auf die Stadt – und auf der “anderen Seite”  via Seilbahn wieder hinunter nach Arima (englischsprachiger Link) das Onsen.

20100606_025635-P6060254_ji Doch bevor es wirklich ins Grüne ging, hieß es in unserem Falle erst einmal Bahn fahren um dann noch etwas mit einem Bus durch die Gegend geschunkelt zu werden. Das mit dem Bus wurde dann mal wieder spannend, denn die Menschenschlage die sich vor uns schon gebildet hatte, war beträchtlich und so füllte sich der Bus zusehends und ich wunderte mich schon ein wenig wie die Tür letztlich noch zu ging. Wir hatten darauf verzichtet uns auch noch hinein zu quetschen, denn der nächste Bus sollte schon 10 Minuten später eintreffen und wir bildeten den Anfang der nächsten Schlange.

Während wir nun warteten konnte man zusehen wie die neue Schlange minütlich anwuchs. Diesen Umstand hatte das Busunternehmen erkannt und stellte einen zusätzlichen Bus. Das fand ich wirklich toll, denn wir kamen schnell weiter und dieses Beispiel an  Flexibilität war wirklich beeindruckend.

Vom Bahnhof arbeitete sich der Bus den steilen Berghang durch die Stadt hinauf zur Kabelbahn Haltestelle und ich war froh, diesen Anstieg nicht zu Fuß erledigen zu müssen. Dass alle Fahrgäste nicht zum Mt. Rokko wollen, merkten wir, als wir an der Universität hielten. Hier schien es eine Veranstaltung zu geben und so leerte sich der Bus erheblich. So konnten wir auf den nächsten Metern etwas befreiter atmen.

20100606_033042-IMG_8299_ji Die Kabelbahn fahrt, die danach folgte war wirklich nett, wenngleich es etwas an der Möglichkeit fehlte die Aussicht zu genießen. Das Fahrzeug bot genügend Fenster, Glas in der Decke und ähnliches, doch fuhren wir zumeist durch den Wald der sich die steilen Hänge hinauf zog.

Oben angekommen merkte ich, das die Sicht ohnedies heute nicht besonders doll war und so ließ sich der mangelnde Ausblick auf der Fahrt wirklich verkraften.

So kletterten wir gleich in den bereitstehenden Bus. Wenngleich wir anfangs noch etwas Platz hatten und wir sogar einen Sitzplatz ergattern konnten, entschlossen sich mehr und mehr Leute einzusteigen und so wurde es wieder gemütlich eng.

20100606_035528-IMG_8349_ji Bei der Fahrt durch die Berge merkte man, dass der Busfahrer die Strecke oft befuhr, denn die Kurve konnte nicht so eng sein, dass er diese nicht in Rally Manier nahm und es die Passagiere in die Ecken oder gegeneinander drückte.

Auch wenn sich bei so manchem Stopp der Bus etwas leerte, so konnte man gewiss sein, beim nächsten füllt er sich wieder, denn schaute man aus dem Fenster, so sah man wahre Heerschaaren an super ausgerüsteten Wanderern und leger vor sich hin schlendernde Ausflügler.

Doch als wir den Bus an der Gondel, der uns nach Arima (englischsprachiger Link) bringen sollte anhielt, war der Bus fast leer. Auch die Gondelstation war wie ausgestorben. So hoffte ich eine ruhige Fahrt mit der Gundel verleben zu können.

20100606_050213-IMG_8437_ji Was soll ich sagen, es wurde nichts draus. Unsere Gondel war wieder knacke voll und ich schaute wirklich voller Sehnsucht auf die Gondel aus dem Tal, in der sich nur eine Hand voll Menschen befand.

Durch die hohe Packdichte war es nun auch nicht wirklich möglich die Aussicht gebührend zu genießen, was ich wirklich schade fand, denn trotz der nicht besonders überzeugenden Sicht, war es eine wirklich spannende Fahrt.

Von der Gondelstation ging es mit den Touristenbus hinein nach Arima (englischsprachiger Link). Doch das was sich schon aus der Gondel erahnen ließ, bewahrheitete sich.

Obwohl der Ort mehr als 1000 Jahre bekannt als Bad mit heißen Quellen ist, hat man architektonisch dieses Erbe wirklich nicht in die Gegenwart gerettet. Was ich wirklich sehr schade fand.

20100606_055451-IMG_8513_ji Trotz dieses Umstandes war der Aufenthalt durchaus als nett zu bezeichnen. Auch die Menschenmassen ließen sich ertragen. Als besonders angenehm stellte sich der betonierte Flusslauf heraus. Hier hatte man eine kleine Bachlandschaft nachgestellt und dort ließ es sich wahrlich gut aushalten und der Sonne entfliehen.

Beim weiteren Spaziergang kamen wir an einem Straßenkünstler vorüber, der mit seinem Affen eine kleine Show bot. Die Zuschauer waren ob der Kunststücken des Affens schier aus dem Häuschen und genossen die Vorführung.

Von der Vorführung bogen wir in die kleinen Straßen des Ortes ab, wo ich der Ansicht war, dass diese nur für Fußgänger geeignet seien, denn sie waren wirklich sehr eng. Doch weit gefehlt, auch hier quälten sich Autos durch die Gassen. Allerdings ganz kleine 🙂

20100606_061808-IMG_8614_ji Was die Auslagen in den Geschäften deutlich von mir bislang bekannten Touristischen Zielen in Europa unterschied war der Umstand, dass man den üblichen Krimskrams fast vergeblich suchte. Stattdessen wurden örtliche Leckereien feil geboten. Dies Dinge konnte man zumeist nur an einem Ort kaufen. Sie wurden nicht in andere Landesteile exportiert und so stellten sie stets ein sehr beliebtes Mitbringsel dar. Mir war das viel lieber als alles andere.

20100606_055840-IMG_8526_ji Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Tempel und einer netten Erholungsphase, traten wir langsam unseren Rückweg nach Kobe an. Da wir nun nicht die Abkürzung über die Berge nahmen, sondern via Zug durchs Tal, dauerte diese Fahrt etwas länger.

 

Japan (2010) – Kobe – Hyogo daibutsu

20100605_062821-IMG_7996_jiJeder Tempel versucht auf seine Weise seinem Glauben Ausdruck zu verleihen.

Im Tempel Nofuku-ji wird dies durch eine wirklich große Buddha Statue getan. Doch bevor man sie sehen kann, muss man sie erst finden.

Wir näherten uns der Statue via Zug und schon kurz nach dem Aussteigen stellte sich die Frage in welche Richtung es gehen sollte.

Die Auskunft am Blumenstand des Bahnhofs war zwar nicht schlecht, doch löste es unser Wegeproblem nur teilweise. So lenkten wir uns erst einmal ab und legten einen kurzen Stopp auf dem Flohmarkt ein, der direkt vor der Haltestelle abgehalten wurde. Neben viel Krimskrams gab es auch etliche Stände an denen Hand gemachte Dinge verkauft wurden und die waren wirklich hübsch anzusehen.

20100605_061537-IMG_7983_ji Doch dann stellten wir uns der Herausforderung den Weg zu finden. Zumeist ist es so, dass die angestrebten Sehenswürdigkeiten wirklich gut versteckt liegen und sie erst entdeckt werden, wenn man kurz vor ihnen steht. So war es auch hier.

Wir liefen durch wenig attraktiv anmutende Straßen, waren manches Mal verwirrt ob der korrekte Richtung, bis wir schließlich um eine Ecke bogen und vor der Statue standen.

20100605_063428-IMG_8014_ji Als wir nun zu Füßen der Statue standen, musste auch ich  eingestehen, dass sie groß war und bei dem herrlichen Wetter dieses Tages mehr als eindrucksvoll wirkte. Ich war begeistert.

Zudem war es herrlich ruhig, kaum ein Besucher verirrte sich heute hier in und so lies sich die Statue und die gesamte herrliche Tempelanlage genussvoll erleben.

Es war zwar nur eine kleine Anlage, doch überall gab es größere und kleinere Dinge, die es zu entdecken galt und so hielten wir uns wirklich lange auf.

Zudem boten Bäume herrlichen Schatten. Es wehte ein laues Lüftchen und so ließ sich die Hitze des Tages wirklich gut ertragen.

20100605_110800-IMG_8220_jiAuf dem Heimweg, legten wir noch einen kurzen Halt in der Innenstadt ein, was einen wirklich krassen Kontrast zum ruhigen Tempel Aufenthalt darstellte. Doch es mussten Lebensmittel erstanden werden.

Ich nutze zudem die Gelegenheit etwas zu fotografieren. Welche Überraschung 🙂

 

Japan (2010) – Kobe – Ausflug Kobe West

20100602_101301-IMG_7839_jiAls kleine nachmittägliche Unterhaltung, stand an diesem Tag ein Ausflug nach West Kobe auf dem Program. Auslöser für diesen Besuch war mein Wunsch die Akashi Kaikyo Brücke (Akashi Kaikyo Ohashi) Brücke aufzusuchen, die die Brücke mit der größten Stützweite zwischen den Pfeilern sein sollte.

Im Rahmen der Vorbereitungen dieses Ausfluges entdeckten wir noch etliche andere Sehenswürdigkeiten, die sich auf dem Weg zur Brücke befand und so war schnelle in herrliches Programm für den Nachmittag zusammengestellt.

Bezüglich des Wetters brauchten wir uns keine Gedanken zu machen, denn die Sonne schien von einem makellos blauen Himmel. Dies bedeutete aber auch hohe Temperaturen und sehr hartes Licht. So war ich nicht wirklich Undankbar, dass wir nach unserer Ankunft an der ersten Sehenswürdigkeit erst einmal unser Mittagsmahl zu uns nahmen.

20100602_044136-IMG_6642_ji Es stellte sich heraus, dass unser gewähltes Restaurant ein bekanntes Sushi Lokal ist, was sich aber auch in den Preisen ausdrückte. Trotzdem blieben wir. Eri stellte ein kleines Menü zusammen, wobei wie sich beim Bezahlen herausstellte, sie genau die Preise im Auge behalten hatte und wir wirklich relativ günstig davon kamen.

Im übrigen wählte Eri zumeist die Speisen aus, denn selbst wenn ich mittlerweile leidlich Hiragana lesen konnte, brachte mich das bei den Speisekarten nicht weiter. Sie bestanden zumeist aus Kanji (chinesischen Schriftzeichen), was das erste Hindernis darstellte, denn das kennen der Hiragana Zeichen bedeutete zudem noch lange nicht, dass ich irgendwelche Worte kannte (ok, ich kannte welche, doch die waren nicht hilfreich – Katze, Hund und Apfel 🙂 )  … also gab ich mich jedes Mal in die vertrauensvollen Hände Eris. Ehrlicherweise muss noch gesagt werden,  es war für Eri nicht so schwierig meinen Geschmack zu treffen, zum einen ich als kleiner Allesesser, und zum anderen mochte die selben Dinge wie ihr Vater.

Das Sushi, welches wir vorgesetzt bekamen war steilweise etwas exotisch in seiner Zusammenstellung, schmeckte aber extrem gut und wir genossen beide den dieses Mahl.

Zusätzlich Freude bereitete mir die Beobachtung eines Nachbartisches. Dort hatte sich eine Gruppe von Frauen niedergelassen. Sie orderten ebenfalls umfänglich Sushi, begnügten sich aber nicht nur mit dem Genuss, sondern sie analysierten jedes Stückchen aufs genaueste. Leider konnte ich nicht feststellen, ob sie mit der Arbeit zufrieden waren, doch sie aßen es und so konnte es nicht all zu schlecht sein.

20100602_054632-IMG_6772_ji Gut gesättigt machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserer ersten Sehenswürdigkeit, dem Sumadera Tempel.

Als wir die Anlage betraten, ahnten wir nicht wie groß sie ist. Erst der Blick auf ein Hinweisschild ließ uns ahnen, dass es viel zu entdecken galt. Zudem sah man der Anlage nicht an, dass sie schon im Jahr 886 erbaut wurde. Auf Grund der sehr neu anmutenden Gebäude hatte ich spontan vermutet, es sei eine völlig neue Tempelanlage.

Wie ich beim Aufenthalt lernte bildet dieser Tempel die Hauptanlage der Sumadera Sekte des Shingon Buddhism.

20100602_061624-IMG_6856_ji In der Anlage gab es so viele Gebäude, Skulpturen und mehr, dass ich überhaupt nicht wusste, wohin ich zuerst schauen sollte. Zudem zerrann mir die Zeit zwischen den Fingern. Nur die glühend brennende Sonne veranlasste mich ab und an mich in den Schatten zurückzuziehen und mir ein kaltes Handtuch auf den Kopf zu legen (irgendwie hatte ich mich seit dem Besuch der heißen Quellen Bad daran gewöhnt 🙂 ) … nein, im Ernst, ich war kurz vor einem heftigen Sonnenstich.

20100602_063442-IMG_6928_ji Ebenso eindrucksvoll wie der Tempel war der Friedhof, der die Anlage umgab, wenngleich der Kinderfriedhof im besonderen Maße traurig und Nachdenklich stimmte.

Vom Tempel ging es mit der Bahn nur wenige Stationen weiter zum Suma-Ku, hier gab es eine Gondel, die uns hinauf in die Berge bringen sollte und uns Aussicht auf die Stadt und die Küste geben sollte. Dies weckte große Erwartungen, die in vollem Umfang überragend erfüllt wurde.

Was sich erst bei der Ankunft herausstellte war, das diese Gondel auch Zugang zu einer Freizeitanlage für Kinder bot, dies spiegelte sich in der Aufmachung und Gestaltung deutlich wieder. Nun war dies mehr putzig als stören, doch brachte es dennoch einen spannenden Aspekt in den Besuch.

Nachdem wir den ersten Teilabschnitt unserer Fahrt nach oben in einer ausgewachsenen Gondel durchführten, hieß es schließlich in ein sehr abenteuerliches Gefährt umzusteigen. Es sah aus wie Plastikwannen, die via Laufband den Berg hinauf fuhren. In solch eine Wanne passte ich mal so gerade hinein und es rumpelte und schunkelte gewaltig, als es nun langsam den Berg weiter hinauf ging.

20100602_075041-IMG_7046_ji Dieses Gefährt schien nicht nur mir Spaß zu bereiten, sondern beobachtete man andere Personen oder gar Gruppen an Jugendlichen, so hatten sie wirklich viel Spaß daran. Ich machte mir lediglich Sorgen, ob ich oben geordnet aussteigen konnte. Zu meiner Freude gelang es.

Eigentlich konnte man die Fahrt noch weiter fortsetzen, dies jedoch via Sessellift, doch ich verzichtete gerne darauf, insbesondere da wir mit dieser Station den perfekten Aussichtspunkt auf die Küste Kobes erreicht hatten.

Dass diese Anlage schon erheblich in die Jahre gekommen war, war nicht zu übersehen, doch irgendwie verlieh dies wiederum dem ganzen seinen eigenen Reiz.

20100602_092612-IMG_7818_ji Ich nutze die Gelegenheit ein paar Panoramafotos zu erstellen und die Aussicht zu genießen. Die Fahrt nach Unten schob ich etwas vor mir her, denn ich musste ja wieder in die Plastikwanne einsteigen und vor der grauste es mir schon etwas. Trotzdem schaffte ich es unbeschadet wieder unten anzukommen.

Als letzer Punkt an diesem Tag stand die Akashi Kaikyo Brücke auf unserem Programm. Eri führte mich dazu zu einem Punkt, von dem man die gesamte Brücke bewundern konnte. Irgendwie drängte sich mir aber der Eindruck auf, dass dieser Aussichtspunkt von ihr nicht ganz selbstlos gewählt worden war, denn an selber Stelle befand sich ein Outlet-Center 🙂 – So genoss ich erst die Aussicht auf die Brücke und danach ging es ins Center.

20100602_121501-IMG_7955_ji Als die Geschäfte gegen 20 Uhr schlossen, tauchten wir wieder beim Aussichtspunkt auf und mir wurde eine nett beleuchtete Brücke präsentiert. An diesem Abend hatte ich sogar etwas Glück, denn man illuminierte in bunten Farben. Es hätte aber auch durchaus nur rot, grün oder alles andere sein können.

 

Japan (2010) – Nagoya – Ein Kurzausflug & Der Shinkansen

20100529_094050-IMG_5036_ji Da kam er eingefahren, der sagen umwogenden Shinkansen, der Hochgeschwindigkeitszug Japans, und kurze Zeit später saßen Eri und ich auf unseren Plätzen und die Fahrt nach Nagoya konnte beginnen.

Doch der Reihe nach. Erzähle ich einem Japaner ich fahre nach Nagoya, würde er sich wahrlich wundern, warum es mich ausgerechnet dort hin verschlägt. Auch auf der Liste der zu besuchenden Orte für Touristen befindet sich dieser Ort ganz weit unten in der Liste an Wunschzielen. Doch ich wollte unbedingt dort hin. Denn vor rund 19 Jahren lernte ich auf einer Besuche Tasmaniens einen Japaner kennen und wir fuhren gemeinsam kurze Zeit durchs Land. Ihm galt dieser Besuch und ich freute mich schon sehr darauf.

20100530_093530-P5300312_ji Um die Fahrt nach Nagoya kurz zu halten, hatten wir uns entschieden die Strecke mit dem Shinkansen zurückzulegen. Dies war zwar mit Abstand die teuerste Variante, aber auch die schnellste. Für die rund 170 km hätten wir mit anderen Zügen rund 3 Std. benötigt. Mit diesem Hochgeschwindigkeitszug waren es nur 50 Min. Dafür war er aber auch mit 70 Euro (einfache Strecke) mehr als doppelt so teuer.

So saßen wir also im Zug und ich nutze etwas die Gelegenheit mich umzuschauen. Ich gebe zu, von der nüchternen Einrichtung war ich etwas enttäuscht und auch, dass es eine 3er Reihe gab (3 Sitze nebeneinander), empfand ich nicht so angenehm. Wir hatten zum Glück eine Reservierung für 2 Sitzplätze nebeneinander und so störte es nicht. Zum Glück war an Beinfreiheit nicht gespart worden und so konnte ich die Fahrt wirklich genießen.

Nach japansicher Tradition hatten wir uns für die Fahrt mit einer Lunch-Box eingedeckt, in unserem Fall ein leckeres Sushi-Menü und das ließen wir uns auf der kurzen Fahrt schmecken.

20100529_115825-IMG_5103_ji In Nagoya eingetroffen (natürlich super pünktlich, denn nur 5 Sekunden Verspätung bringt dem Zugführer erhebliche Probleme – Verspätungen existieren nicht, man erreicht sein Ziel zur angegebenen Sekunde (bitte wörtlich nehmen)), blieben wir noch etwas auf dem Bahnsteig, denn es war eine Wonne den Schaffnern und sonstigen Begleitern zuzusehen, die in grazilen Bewegungen div. Dinge anzeigten, bei denen es sich mir aber nicht erschloss, was mitgeteilt werden sollte. Ich genoss lediglich das Spiel der Arme, Hände und Körper.

Unser Hotel befand sich in der Nähe des Bahnhofs, allerdings wohl eher in einer etwas anrüchigen Gegend, doch dafür zahlten wir nur 45 Euro die Nacht pro Zimmer und erhieltein ein sauberes nettes Räumchen.

20100530_024313-IMG_5167_ji Der Abend mit meinem Freund wurde lang und schmackhaft. Er hatte uns nämlich in ein kleines Restaurant eingeladen in dem Spezialitäten der Nagoya Küche geboten wurden und dafür war Nagoya auf jeden Fall berühmt.

Eines davon war speziell gewürztes Hähnchen. Hmmm … einfach nur lecker und auch all das andere, was wir uns munden ließen, während wir über alte Zeiten sinnierten, war nur als außerordentlich schmackhaft zu bezeichnen. So kugelten wir schließlich alle samt ,spät in der Nacht in Richtung Betten.

20100530_015039-IMG_5136_ji Für den folgenden Tag war mal wieder schlechtes Wetter vorhergesagt worden. Doch erfreulicherweise wurde es ein sehr schöner und doch ausgesprochen heißer Tag.

Wie ich schon erwähnt hatte, ist für Touristen Nagoya nicht unbedingt ein
Eldorado, doch für unseren kurzen Aufenthalt gab es doch ein paar Kleinigkeiten zu entdecken. Wir entschlossen uns das Schloss von Nagoya (Nagoya-jō) anzusehen.

Als Transportmittel wählten wir den Touristenbus, der in einer Schleife durch die Stadt fuhr. Diese Idee hatten aber auch andere und so wurde es in diesem Gefährt brechend voll. Wir hatten erfreulicher Weise mal wieder einen Sitzplatz ergattert und so brauchten wir uns nicht zwischen die anderen Menschen zu quetschen.

20100530_031942-IMG_5266_ji Auf der Fahrt zum Nagoya-jō kamen wir auch beim Toyota Museum vorüber, doch weder wir, noch andere Passagiere wollten hier den Bus verlassen. Erst am Schloss leerte sich der Bus fast vollständig. Um nicht mit der Masse in die Burg geschwemmt zu werden, hockten wir uns erst einmal unter einen Baum in den Schatten und erholten uns von der Fahrt.

Das Nagoya-jō erwies sich als außerordentlich imposant und mit seinen 5 Stockwerken ragte es, fast einem Wolkenkratzer gleich, in den Himmel. Ich fand und finde es immer sehr bemerkenswert wie und mit welchen Hilfsmitteln diese Bauwerke entstanden sind.

20100530_034451-IMG_5358_ji Während wir im Park noch fast allein war, war es im Nagoya-jō vorbei mit ruhig. Hier drängte und quetschten sich Menschenmengen durch das Gebäude, bei denen ich mich frage, wo diese auf einmal alle her kamen. Trotzdem schafften wir es, die Aussicht vom obersten Stockwerk hinunter auf die Stadt zu genießen und auch die verschiedensten Ausstellungstücke der einzelnen Etagen zu würdigen. Manches mal wäre ich gern etwas länger verweilt, doch wer eine Menschenmasse im Nacken hat, beugt sich dem Druck lieber.

Nach dem Aufenthalt im Schloss, schlenderten wir noch ein wenig durch den Park und das gab mir die Gelegenheit Menschen zu beobachten. Besonders bemerkenswert fand ich dabei stets, wie viele Frauen sich vollständig verhüllten, denn braun zu werden gehört in Japan nicht zu den bevorzugten Häutens. Helle Haut wird deutlich bevorzugt.

20100530_051927-IMG_5519_jiNeben diesen alltäglichen Verkleidungen entdeckte Eri eine kleine Gruppe (3 Personen) die in altertümlicher Manier gekleidet waren. Es war ein Service für Touristen, die sich auf diese Weise durch die Anlage führen lassen konnten. Ich fand es nett es anzusehen, doch selber wollte ich mich nicht verkleiden.

Schließlich verließen wir das Schloss, quetschen uns wieder in den Touristenbus und ließen uns zu einem kleinen Park bringen. Hier genossen wir das Grün, den Schatten und das kühle Lüftchen, welche durch die Blätter strichen. Im Schloss und der restlichen Stadt war es stickig und heiß gewesen, doch hier war davon nichts mehr zu merken.

Für die Rückfahrt nach Kobe hatten wir uns erneut für den Shinkansen entschieden, denn auf 3 Std. Zugfahrt mit 2 Mal Umsteigen, hatten wir keine Lust. Zudem fand sich der Shinkansen Bahnhof nur 5 Minuten Fußweg von unserer Wohnung entfernt.

20100530_081940-IMG_5832_ji Im Bahnhof von Nagoya entdeckte ich ein Schild welches lecker aussehendes Brot anbot.

In der Hoffnung mal mehr als weiches Weißbrot zu erhalten, suchten wir den Laden auf. Doch auch wenn das Brot knuspriger, dunkler und leckerer aussah, unterschied es sich nicht sehr von ihren weißen Brüdern.  Dafür hieß der Laden “Paul” und da musste einfach eingekauft werden. Oh, das Mohnbrötchen mit Belag, das war wirklich lecker.

Für die Fahrt erstanden wir schließlich noch eine Lunch-Box mit lokalen Spezialitäten aus Nagoya und so genossen wir erneut unsere Hochgeschwindigkeitsfahrt zurück nach Kobe.

 

Japan (2010) – Kobe – Ausflug in den Hinterhof & Shin-Kobe Ropeway

20100531_080818-IMG_5881_ji Ich denke mit 5 Minuten Fußweg kann ich mich wirklich glücklich schätzen, dass dies der Zeitraum ist, der mich mitten in die Berge und den Wald im Hinterland Kobes bringt. Trotzdem hatte ich es bislang noch nicht geschafft mich dort hin zu bewegen. Bis zum Waldrand schaffte ich es fast täglich, denn dort erstand ich im Supermarkt zumeist die Lebensmittel, doch hinein ging es noch nicht.

Auch die Seilbahn der ich immer etwas sehnsüchtig hinterher schaute, war bislang noch nicht mein Ziel gewesen. Das änderte sich aber an diesem Tag, denn das Wetter war schön, es war warm und die Aussicht verhieß gut zu sein.

20100531_080946-IMG_5898_ji So packte ich all meine Fotosachen zusammen und marschierte die 5 Minuten bis  zum Wald und nochmal 5 Minuten den Berg hinauf bis zur Seilbahn. Was für eine Wanderung :-).

Dort setzte ich mich dann mit dem Automaten auseinander der mir den Ausflug hinauf auf die Berge ermöglichen sollte. Zum Glück waren alle Informationen auch auf Englisch verfügbar und so wurstelte ich mich vergleichsweise schnell durch das Wirrwarr an Knöpfen.

20100531_080633-IMG_5866_ji Danach schwang ich mich in eine der Gondel und ließ mich den Berg hinauf schweben. Auch wenn ich Kobe mittlerweile schon aus den verschiedensten Blickwinkeln von oben gesehen hatte, so noch nie aus Richtung Inland. Das war für mich wirklich spannend und ich genoss die Fahrt.

Etwas Verwirrung kam auf, als wir in die Station einliefen und ich aussteigen wollte. Doch ein freundlicher  wies mich darauf hin, dass ich ruhig sitzen bleiben könne, es ginge noch weiter. Wie ich nun merkte waren wir hier gerade mal auf der Mittelstation. So schwebte ich immer weiter hinauf und genoss den Blick auf die Stadt, die künstlichen vorgelagerten Inseln und die schöne Natur.

20100531_090423-IMG_6532_ji Oben angekommen stellte ich mit Freude fest, dass um diese Uhrzeit und mitten in der Woche außer mir kaum Menschen hier waren. Lediglich ein Fernsehteam verrichtete seine Arbeit und ein Hochzeitspaar hat diesem Platz so hoch über der Stadt genutzt, um den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

So konnte ich mich, ohne jemanden zu stören am Aussichtspunkt ausbreiten. Ich hatte mir nämlich vorgenommen ein gewaltiges Panoramafoto von Kobe zu erstellen und dazu musste ich mich erstmals ausbreiten, bis alles aufgebaut und vorbereitet war. Danach knipste ich lustig drauf los und 350 Bilder später waren die Fotos im Kasten, die später gerade mal ein Bild ergeben sollen. Leider stellte ich erst jetzt fest, dass ich ein paar Fehler bei den Einstellungen der Kamera getroffen hatte. Doch nun war es zu spät und ich konnte dieses Bild nicht nochmal wiederholen, dennoch hoffte ich, dass das Bild erstellt werden kann. Ersatzweise schoss ich noch ein paar andere Bilder und die Aussicht und im entschädigten mich ohnedies für alles und ich genoss meinen Aufenthalt wirklich in vollen Zügen.

20100531_091808-IMG_6574_ji Schließlich wies mich die Sesselliftbesatzung darauf hin, dass man in Kürze schließen wolle und das machten sie ganz demonstrativ deutlich, indem alles zusammengeräumt und verstaut wurde. Da sich meine Lust, ins Tal zu Laufen in Grenzen hielt, packte ich zusammen und schwang mich in eine der letzten Gondeln.

Auch wenn die Fahrt nur 10 Minuten dauern soll, mir kam es länger vor und es bereitete große Freude den Blick über den Wald, das Häusermeer und den Ozean streifen zu lassen. So war ich schon etwas traurig, als ich wieder festen Boden hatte und meinen Heimweg antrat.

 

Japan (2010) – Kobe – Harborland

01_20100516_072652-IMG_1828_ji Ich hatte es mir gewünscht und heute besuchten wir “Kobe Harborland” (englisch sprachiger Link).

Nun war nicht wirklich ausschlaggebend, dass es sich dabei um eines der div. Einkaufsdistrikte handelte. Eher lockte mich, dass sich dieses Gebiet am Hafen befand, eine spannende Aussicht bieten sollte und durch sein Entertainment Angebot, die ein oder andere Abwechslung bot. Vielleicht spielte auch eine Rolle, dass Harborland (englisch sprachiger Link) auch sehr beliebt als Dateing Punkt für junge Paar in Kobe war.

Bevor wir jedoch nach Harborland (englisch sprachiger Link) kamen, streiften wir noch nur die div. Shopping Arkaden, China Town und näherten uns auf diese Weise zusehends dem Hafen.

01_20100516_050914-IMG_1685_ji An diesem Tag war das schlendern durch die Straßen und Arkaden durchaus angenehm, auch wenn Angangs sich noch viele Menschen mit uns durch die Straßen bewegten. Meist allerdings ist das Laufen als Fußgänger ein kleines Abenteuer, denn man teilt sich die Gehwege mit Radfahrern und die fahren nicht unbedingt immer rücksichtsvoll. Bislang bin ich zwar um den ein oder anderen Crash umhin gekommen, doch dies habe ich wohl eher Eri als mir zu verdanken.

Kommen die Radfahrer von vorn geht es, doch wenn sie von hinten angeradelt wird’s wirklich Brand gefährlich, denn wirklich rücksichtsvoll ist der Velofahrer nicht unbedingt.

01_20100516_055452-IMG_1738_ji Neben den Radfahren sollte man auch immer ein Auge auf die Autofahrer haben. Auf den Gehwegen trifft man sie zwar weniger an, doch auf Zebrastreifen heißt es wirklich aufzupassen. Auch wenn man durch die engen Straßen flaniert, darf man nicht damit rechnen, dass zwangläufig defensiv gefahren wird.

Nun ja, was soll ich sagen, auch auf die anderen Fußgänger muss man ein Auge haben, sonst kann es auch da eng werden. Meist bin ich aber das Problem, denn ich habe Rechtsverkehr im Kopf und hier richtet sich alles nach Linksverkehr, auch wie die Fußgängerströme sich über Gehwege, Zebrastreifen, Rolltreppen bewegen. Alles in allem muss man wirklich aufpassen.

01_20100516_081207-IMG_1918_ji So war ich froh, dass wir ohne irgendwelche Rempler, Zusammenstöße oder ähnliches schließlich am Harborland (englisch sprachiger Link) ankamen.

Jetzt registrierte ich das erste Mal so richtig, welch ein grandioses Wetter uns an diesem Tag geschenkt worden war. Die Sicht auf die Stadt und über den Hafen war wirklich grandios und ließ eine sehr angenehm erholsame Stimmung aufkommen.

Was das Entertainment Angebot in Harborland (englisch sprachiger Link) angeht, nun gut, es war nicht für mich als Zielgruppe eingerichtet worden, eher 01_20100516_081802-IMG_1932_ji für Kinder bis 12. Was mich aber nicht abhielt, mich umzusehen und Möglichkeiten auszuloten. Schließlich entschied ich mich, seit langem mal wieder Riesenrad zu fahren. Die Fahrt selber war nicht so spektakulär, eher die Tatsache, dass ich in der sehr schmalen Tür sowohl beim ein-, als auch beim Aussteigen stecken blieb. Das war wirklich sehr unpraktisch, denn das Rad hielt ja wegen mir nicht extra an 🙂

Das ausgesprochen gute Wetter nutzen wir noch, um von Harborland (englisch sprachiger Link) hinüber zum Hafen von Kobe zu laufen, um dort den Aussichtsturm (englisch sprachiger Link) im Hafen zu besteigen und von dort einen anderen Blick auf die Stadt zu erhaschen.

01_20100516_090626-IMG_2065_ji Doch bevor die Aussicht genossen werden konnte, stand die Fahrt mit dem Fahrstuhl nach oben an. Als wir ihn erreichten, war er schon gut befüllt und ich wollte lieber auf den nächsten warten. Doch das Personal bestand sehr freundlich aber ebenso nachdrücklich darauf, dass wir mitfahren sollten. Wer mich kennt, mag sich vorstellen was es bedeutet, wenn ich mich in einen nahezu vollen Fahrstuhl quetsche. Ich glaube so richtig doll fand  das niemand und so war ich froh, als ich wieder Luft bekam, als nach kurzer Fahrt die Aussichtsplatform erreicht war

01_20100516_091337-IMG_2097_ji Ich war natürlich mal wieder begeistert von dem was ich sah und drehte gleich drei mal die 360 Grad runde und versuchte unsere Wohnung und andere Dinge zu entdecken. Das mit der Wohnung klappte nur in so weit, dass ich das große Hochhaus in 5 Minuten Fußweg Entfernung entdeckte, doch unser Haus zu finden, war dann doch etwas kniffelig. Erstaunlich fand ich eher die Tatsache, dass es von hier oben wesentlich kompakter und unwirklicher wirkte, als ich es in unserer Straße und Gegend tatsächlich empfand.

Heute waren wir schon ein ganzes Stückchen gelaufen und meine Lust in die Stadt zurück zu rennen hielt sich in Grenzen. So fragte ich Eri, ob sie zu meinem Wunsch ein Fahrzeug zu nutzen, eine Idee hätte. Sie hatte. Sie führte mich zum Luxus Hotel des Hafens. Von dort verwendeten wir den kostenlosen Shuttle Bus, der die Gäste dieses und eines anderen Hotels in die Stadt brachte. 🙂

03_20100520_122647-IMG_2643_ji Es begann nun auch langsam dunkel zu werden. In Japan passiert dies so um 19 Uhr und wenn die Dämmerung einsetzt, dauert es nicht lange bis es völlig dunkel ist. Von langen lichten Himmeln, wie man es im Sommer in Deutschland gewohnt war, ist hier nichts zu finden.

So kam man zumindest früh am Abend zu bunt beleuchteten Innenstädten und das genoss ich nicht weniger.

 

Japan (2010) – Kobe – Alleine Unterwegs

20100512_050636-IMG_0464_ji Ich hatte meine Hiragana Stunde (schreiben lernen) hinter mich gebracht, was an diesem Tag noch etwas stressiger war als beim letzten Mal, denn heute wurde die Leistung der Lehrerin beurteilt. Daher war sie etwas strenger als sonst und zog den Stoff auch noch etwas gnadenloser durch.  Was es für mich zusätzlich nicht einfacher machte, war die Tatsache, dass hier allem Anschein nach, wie in Japan üblich unterrichtet wird, d.h. man muss schon auf den Stoff der Stunde vorbereitet sein, sonst hat man wirklich Probleme mitzukommen (informativer Artikel zum japanischen Schulsystem).

20100512_045622-IMG_0434_ji Ich hatte zwar entsprechend gelernt und dennoch ging es im Unterricht so flugs vorwärts, dass ich (die anderen auch) nicht in der Lage war zusätzliche Notizen zu machen. z.B. über die beispielhaft verwendeten Wörter für die einzelnen Zeichen. Was wirklich dumm ist, denn in der nächsten Woche muss man sie wissen und können.

Das einzige was mich tröstete war der Hinweis von Eri, dass wenn ich mich mal durch die beiden Silbenschriften durchgewurstelt hätte, ich im Prinzip alles lesen kann und die Kanji (chinesischen Schriftzeichen) noch als Bonus gelernt werden bräuchten.

20100512_051208-IMG_0479_ji Egal, ich war frei und konnte durch die Stadt laufen. Viel gibt es da natürlich nicht zu berichten, als die Tatsache, dass wenn es mich in die kleinen und kleinsten Gässchen verschlug, ich recht schnell den Moment erreichte, die Orientierung zu verlieren. Da war ich jedes Mal froh zu wissen, dass ich meine kleine GPS Navigation immer bei mir hatte, mit deren Hilfe ich mir notfalls heim finden konnte.

Bei meinem Rundgang kam ich erneut an jenem Schrein vorüber, den Eri und ich schon vor kurzem aufgesucht hatten. Dieses Mal betrat ich das Gelände jedoch aus einer anderen Richtung und so gab es viele neue Dinge zu entdecken.

Von hier schlenderte ich planlos durch die Stadt, schaute mir alles an und genoss das wirklich gute Wetter. Um diese Uhrzeit war die Stadt auch noch nicht so voll und so machte das herumschlendern wirklich Spaß.

20100512_060639-IMG_0593_jiAufmerksamkeit erregte unterwegs eine Übergroße Manneken Pis Statue an einer der Häuserfronten. Ich war nur froh, dass diese keinen Strahl durch die Gegend schickt wie das Original.

Schließlich erreichte ich jenes Gebiet mit all den neuen modernen Hochhäusern, wo die ganzen Designer Läden und alles was teuer ist ihre Heimat gefunden haben. Hier hatte man ausführlich die Möglichkeit völlig durch gesteilte Menschen beobachten, wenngleich das in der Innenstadt fast überall der Fall ist. Man fühlt sich teilweise auf einen übergroßen Laufsteg versetzt.

Besonders die Frauen legen sehr großen Wert darauf völlig gestylt herumzulaufen. Nun mag dies für eine Großstadt nicht besonders außergewöhnlich sein, doch durch die Anlehnung an das japanische Comic (Manga) bezgl. Makeup und Zusammenstellung der Kleidung wird  es wirklich zu etwas besonderem und sah toll und schick aus.

20100512_065908-IMG_0679_ji Mittlerweile dachte ich darüber nach den Heimweg anzutreten, als ich einen mir bekannten Turm entdeckte. Es handelte sich dabei um den “Kobe Hafen Turm” (Kobe Port Tower). Er lockte mich und so landete ich nach kurzem Fußweg am Hafen von Kobe (englischsprachiger Link).

Hier gab es neben div. Sehenswürdigkeiten auch eine Gedenkstätte zum großen Erdbeben. Da sich direkt zwischen Innenstadt und Hafen mehrstöckige Autobahnbrücken entlang zogen, mochte ich mir nicht vorstellen, wie es gewesen sein mochte, wenn man auf ihnen drauf, unter ihnen drunter oder sonst irgendwo gewesen sein mag.

20100512_074410-IMG_0873_4_5Ich schüttelte die Gedanken über dieses hefige Naturereignis ab und schlenderte weiter gemächlich über die Anlage, genoss die Aussicht aufs Wasser und betrachtete die verschiedensten Objekte die hier aufgestellt vereinigt worden waren.

Besonders auffällig waren das Kobe Maritim Museum und das Naga Pier Passagier Terminal / Kobe Merikenpark Oriental Hotel.

20100512_081541-IMG_0945_ji Das Museum fiel mit seiner sehr filigran wirkenden Stahlkonstruktion, die wohl einen Schiffsrumpf darstellt, schon von weitem heraus und das Hotel beeindruckte hingegen durch seine Form und das moderne design.

Schließlich musste ich den Rückweg antreten und dank der div. Spaziergänge mit Eri durch die Innenstadt, fand ich sogar, ohne mich großartig zu Verlaufen, heim. So hatte sich dieser Tag wirklich zu einem schönen erlebnisreichen Tag entwickelt.

 

 

Japan (2010) – Kobe – Spaziergang im Regen & Wie bezahle ich richtig

20100511_063249-IMG_0384_ji Auch ich bleibe von Regentagen nicht verschon. Zähle ich sie alle zusammen, bin ich zwar noch immer eindeutig auf der Sonnenseite des Urlaubs, doch diese Tage sind durch ihren dauernd anhaltenden Regen doch etwas frustrierend. Manchmal beginnt es nur ganz leicht zu nieseln, doch wenn es rightig zu regnen beginnt, kommt schon ordentlich etwas an Wassermenge herunter.

Schaut man aus dem Fenster, so sieht es nicht so viel aus und auch unter dem Regenschirm kommt es einem auf den ersten Blick nicht überwältigend vor, doch sehr schnell merkt man, dass sich leichte Ströme an Wasser vom Schirm lösen und unaufhörlich vor sich hin plätschern.

Trotz dieser Widrigkeiten machte ich mich auf – zumeist wenn es noch trockener war und ich knipste mich durch die nähere Umgebung der Wohnung. Doch recht schnell ist Hemd, Hose und Schuhe so nass, dass ich pitsche patsche Nass freiwillig den Rückzug zur Wohnung antrete.

20100511_064808-IMG_0404_ji So bleibt hier die Gelegenheit einmal davon zu berichten, wie man an einer japanischen Kasse richtig bezahlt. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas verwirrt war, bis ich das gesamte System durchschaut hatte. Natürlich gibt es wie überall Variationen, aber im Prinzip bleibt es gleich.

Zumeist bestehen Kassen aus dem Warenscanner und der Kasse. Eigentlich nicht ungewöhnlich. Doch beim Scanner wird direkt beim Erfassen der Waren angezeigt was man so alles zu bezahlen hat – nebenbei erwähnt kommen da schnell Summen zusammen die einen schwindelig werden lassen. So drängte sich mir Anfangs bei diesem System der Eindruck auf, dass der Scanner auch die Kasse sei.

Ist der Scann Vorgang abgeschlossen wird der Betrag an die Kasse übertragen.

Beschäftigt sich der Kunde nun mit dem Heraussuchen des Geldes, wird schon der nächste Kunde eingescannt. Dass man seine Suche nach Geld abgeschlossen hat, erkennt der Beschäftigte daran, dass man seinen Obolus in die dafür vorgesehene Schale gelegt hat. Nun wendet sich der Angestellte wieder mir zu, um den Bezahlvorgang zu beginnen.

Bekommt man neben Kleingeld auch Papiergeld zurück, so wird dies zusammengestellt, mir aufgefächert präsentiert und aufs genauste vorgezählt. Danach gibt es das Kleingeld. Im optimalen Fall wird auch hier das Kleingeld in der Schale so verteilt, dass man jede einzelne Münze sehen kann, um sich zu vergewissern, dass alles rechtens ist.

Ist diese Prozedur abgeschlossen wird sofort wieder weiter gescannt.  Handelt es sich im übrigen, einen Laden mit hoher Kundenzahl, so gibt es meist einen Menschen der Scannt und einen der Abkassiert. Das beschleunigt den Bezahlprozess zusätzlich.

Vergleicht man das Arbeiten hier mit Deutschland haben deutsche Kassiererinnen ein echt geruhsamen Job.

20100511_065621-IMG_0420_ji Oh, dann gibt es auch noch die voll automatischen Kassen. Die werden zwar auch durch den/die Kassierer(in) bedient, doch wird Papiergeld durch einen Eingabeschlitz eingeführt und Kleingeld in eine Schale geworfen . Alles verschwindet anschließend in der Kasse und dann wird über Laufbänder usw. das korrekte Wechselgeld ausgegeben und mir durch den Beschäftigten ausgehändigt. – Ja das hat was 🙂

 

Japan (2010) – Kobe – Tetsujin 28-gō

Eri erzählte mir etwas von einer “Iron Man” Statue und wie man so ist, verband ich es mit dem amerikanischen Iron man, der akt. auch die Kinos  beherrscht. Doch natürlich ging es nicht um diese amerikanische Figur, sondern um eine japanische Comic Figur namens “Tetsujin”.

20100508_053301-IMG_0011_ji So recht etwas darunter vorstellen konnte ich im Vorfeld nicht was ich erwarten sollte und war um so begeisteter, als ich schließlich zu Füßen dieses 18 Meter großen Kolosses stand.

Ich fand es so spannend, dass ich mir etwas mehr Aufenthaltszeit wünschte, um mir Tetsujin aus allen Richtungen genau anzusehen. Auch fand ich es sehr spannend die anderen Besucher bei ihrem Besuch zu beobachten.

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20100508_080021-IMG_0245_ji Anschließend schlenderten Eri und ich noch etwas durch die nahegelegenen Straßen. Auf diesem Rundgang kamen wir an einem Restaurant vorüber an dessen Fassade viele beschriftete Lampions hingen. Ich fand es ein hübsches Schmuckwerk, doch erklärte Eri mir, dass es sich da bei um die Speisekarte des Lokales handelt. Also diese Idee fand ich wirklich originell und schön.

Dem nicht sehr ausschweifenden Spaziergang folgte die Rückfahrt in die Innenstadt, denn heute wollten wir endlich ins Kino gehen. Als ich die Rechnung sah, wurde ich doch etwas blass, denn 17 Euro pro Person, ohne Extras wie Popcorn, ist schon stattlich.

20100508_085826-IMG_0264_ji Den Preisschock verdaute ich bei einem Spaziergang durch die Stadt, bis die Vorstellung beginnen sollte. Dabei kamen wir an einem wirklich ansehnlichen Schrein vorüber der sich so unscheinbar zwischen die Hochhäuser duckte, dass ich ihn alleine sicherlich übersehen hatte. Auch wenn die allgegenwärtige rote Farbe ihn deutlich sichtbar machte.

Nicht nur, dass ich das Gebäude sehr ansehnlich fand zusätzlich hatte ich Glück, dass an diesem Tag für eine Zeremonie geübt wurde. So kam ich zu dem Genuss diesen Übungen zuschauen zu können. Es sah alles sehr anmutig und elegant aus.

Ich genoss diesen Aufenthalt sehr, doch dann ging es wieder in Richtung Kino.

20100508_090455-IMG_0296_jiDort angelangt, wollten wir uns noch mit Popcorn eindecken. In Japan herrscht gesalzenes und mit Karamell Überzogenes Popcorn vor. Da ich ohnehin die salzige Version bevorzuge, war ich um diesen Umstand nicht traurig. Etwas missmutiger stimmte hier die lange Schlange vor dem Schalter. Doch Glück gehört auch zum Leben, denn gerade als wir uns anstellen wollten, wurden 2 weitere Kassen geöffnet.

Der Kinosaal sah aus wie alle die Säle die ich bislang gesehen hatte, nur war alles wesentlich ausführlicher bezeichnet und beschriftet. Die Sitzreihen boten sehr viel Platz für die Beine, doch dafür schienen mir die Sessel einen hauch schmaler zu sein, so dass ich ernstliche Zweifel hatte je wieder aufstehen zu können. Ich steckte einfach nur fest.

Vor dem Film gab es noch allerlei Unterweisungen, z.B. welches Loch in der Lehne zum entsprechenden Platz gehört und ähnliches. Das Werbevorgeplänkel fiel wohl einen hauch kürzer aus als in Deutschland, doch wirklich ins Gewicht fiel es nicht.

Eri und ich hatte uns für Alice entschieden, der in 3D gezeigt wurde. Ich musste zwar die 3D Bille aufsetzen, damit mir von den Doppelbildern nicht schlecht wurde, doch von 3D sah ich nix. Das lag aber nicht am Film, sonder einfach an der Tatsache, dass ein Auge futsch ist. Somit wird diese Innovation für mich wirklich keine Rolle spielen.

Ob es an den Sitzen lag oder irgend etwas anderem, das Sitzen entwickelte sich zu einer sehr schmerzhaften Aktion und es war mehr als schwierig bis zum Ende des Films auszuhalten.

Ahhh … Ende vom Film. Während in Deutschland die ersten Zeilen des Abspanns zu Laufen beginnen, ist das Kino im Grunde schon leer. Nicht so in Japan. Hier blieb der Größte Teil wirklich sitzen, bis der Abspann abgelaufen war und das Licht anging. Besonders in unserer Reihe schienen Verfechter dieser Variante zu sitzen, so blieb nichts anderes übrig als, dass auch wir bis zum bitteren Ende hocken bleiben mussten.

20100508_091855-IMG_0338_jiVerschweigen möchte ich nicht, dass ich erfreulicher Weise ohne weitere Probleme mich aus der Umklammerung durch den Sessel befreien konnte.

Auf dem Heimweg kamen wir im Übrigen noch an der örtlichen Baumkuchen Backstube zurück. Sie war wohl mal von einen deutschen gegründet worden und er ist damit wohl auch wirklich erfolgreich geworden.

 

Japan (2010) – Nara – Die alte Kaiserstadt

20100505_033544-IMG_8831_ji Da Kobe sehr viel von einer modernen Großstadt hat und man das, was Besucher nach Japan zieht, ein wenig suchen muss, hat sich Eri gedacht, warum nicht nach Nara in die alte Kaiserstadt. Auch wenn diese Stadt gerade mal von 710 bis 784 Hauptstadt des Landes war, entstanden dort eine große Vielzahl an grandiosen Gebäuden. Für den geneigten Japan Besucher gibt es an diesem Ort unendlich viel zu entdecken.

Wir haben uns die Tatsache zu nutze gemacht, dass es von Kobe bis nach Nara gerade mal 90 Min. Fahrt mit der Bahn sind. Zudem feiert die Stadt in diesem Jahr 1300 jähriges Bestehen, was uns zu einem herrlich günstigen Ticket verhalf.

Da dies der letzte Tag der golden Week (goldenen Woche) war, war natürlich der Zug entsprechend mit anderen Ausflüglern gefüllt. Was aber nicht tragisch war, denn wir hatten einen Sitzplatz ergattert. Nun bekam ich von der Fahrt nicht wirklich viel mit, denn schon kurz nach verlassen des Bahnhofs war ich eingeschlafen.

Unser erster Stopp erfolgte nicht in der Stadt, sondern zwei Stationen früher, denn hier ergab sich die Möglichkeit die rekonstruierte Heijō-kyō („Kaiserliche Residenzstadt Friedensburg“) zu besuchen.

20100505_020817-IMG_8701_ji Dass man hier auf große Besuchermassen eingerichtet war, merkte ich schon im Bahnhof. Denn es gab allerlei Personal, welches via Lautsprecher einen dort hin leitete wo man sie hin haben wollte. Dies behütete gehen war über die gesamte Strecke möglich und so brauchte man sich als Fußgänger nicht viele Gedanken machen, denn alle irgendwie kritischen Stellen waren mechanisch und mit Helfern abgesichert. Dieses betüddelt werden war wirklich etwas, was ich hier sehr zu schätzen gelernt habe.

20100505_023545-IMG_8714_ji Auf unserem 10-15minütigen Weg knallte uns die Sonne so brutal auf den Kopf, dass ich wirklich froh war, als wir am Heijō-kyō eintrafen. So lockten die Zelte mit Kälteduschen schon sehr, doch wir marschierten dann doch gleich erst mal zum Gebäude. Dort reihten wir uns in die Schlange aus Menschen ein und glitten langsam mit den Strom ins Gebäude.

Eri hatte aufgeschnappt, dass dies ein wirklich ruhiger Tag sein sollte. Ich mochte das einsehen, war aber schon zufrieden, dass es nicht mehr war.

I20100505_031211-IMG_8775_jim Gebäude hatte man tatsächlich Gelegenheit sich in Ruhe umzusehen, denn in der Schlange war es so gnadenlos weiter gegangen, dass ein Umschauen nicht möglich gewesen war. Beim Betrachten der Architektur, der Gemälde und der Empore für den Kaiser konnte ich mir gut vorstellen welch einen Eindruck und Macht es vermittelt hatte.

Vor dem Gebäude fand eine Kampfsport Unterweisung statt und ich muss wirklich sagen, dass mir die Teilnehmer mehr als leid taten, denn sie saßen in der prallen Sonne und konnten der Hitze kaum entkommen. Da half es auch kaum, dass vereinzelt Helfer herum liefen und kühlenden Nebel verteilten.

Ich zumindest musste mich kurz unter einen Baum hocken und sah zu, dass ich wieder etwas Normaltemperatur annahm. Ich war nun schon so fertig, dass ich fast auf einen weiteren Besuch der Stadt hätte verzichten wollen, doch das wäre ein gewaltiger Fehler gewesen.

20100505_070127-IMG_8958_ji Ich machte aber nicht schlapp und so kam ich noch in den Genuss die verschiedenste Tempel sehen zu können.

Den Anfang bildete der buddhistische Tempel Kōfuku-ji. Mit seiner Pagode wirkte er wirklich majestätisch und Eindruck einflößend.

Oh, hier bekam ich auch das erste mal die Hirsche zu sehen, für die Nara bekannt ist. Sie sahen schon putzig aus und ließen sich wirklich allerlei von den Touristen gefallen. Sie hatten wirklich ein buddhistisches Gen. Dass sie nicht ganz so harmlos waren, lernte ich an einem Informationsschild, auf dem der Besucher auf alle möglichen Gefahren durch das Tier hingewiesen wurde. Bedachte mach jedoch, was die Tiere so alles über sich ergehen ließen, war es wohl ok, dass es zur ein oder anderen Entgleisung kommt.

20100505_083441-IMG_9134_ji Den Abschluss unseres Besuches bildetete ein weiterer buddhistische Tempel der Tōdai-ji. Ein Tempel der besonderen Art, denn es handelt sich bei ihm um das größte rein aus Holz gebaute Gebäude. Er beherbergt darüberhinaus eine gigantische Buddha Statue. Dieses Monument wollten neben uns beiden auch noch viele andere Menschen sehen und so galt es wieder mit den Massen auf das Gebäude zugetrieben zu werden, wie ein Stück Holz im Fluss.

Dennoch blieb Zeit links und rechts des Weges die Unmengen an Händlern mit ihren Snacks und sonstigen Angeboten zu betrachten. Also mir lief jedes Mal das Wasser im Munde zusammen.

20100505_081809-IMG_9100_ji Bevor wir den eigentlichen Tempel erreichten galt es ein riesiges Holztor zu durchschreiten. In denen Geisterskulpturen standen, die das Böse von was von Außen kommen könnte abschrecken soll. Als ich mir diese Skulpturen ansah, meinte ich erst es seinen Gemälde. Erst bei genauerem hinsehen konnte ich erkennen, dass es wirkliche Skulpturen waren, doch selbst jetzt schaute ich immer wieder hin, denn die Verwirrung war sehr groß, ob dieses merkwürdigen Eindrucks.

Noch eindrucksvoller als diese Geister war natürlich der riesige Buddha im Tempel. Auch wenn ich persönlich keinerlei Bezüge zu dieser Religion pflege, so ist es allemal wirklich eindrucksvoll, was hier im Namen dieser Religion geschaffen wurde.

20100505_084332-IMG_9161_ji Während ich den Buddha umrundete ließ ich dieses riesige Gebäude und die Tatsache, dass es rein aus Holz entstanden ist auf mich wirken und das machte den Eindruck noch intensiver.

Kurz vor Ende meines Rundganges kam ich an einem der Stützpfeiler für das Gebäude vorüber. Hier hatte sich eine doch beachtliche Schlange an Menschen gebildet. Ich fragte mich warum. Die Lösung kam, als ich den Pfeiler erreichte.

An seinem Fuß gab es ein Loch, durch das sich all die hindurchzwängten, die davon ausgingen nicht stecken zu bleiben. Für mich wäre es ein unmögliches Unterfangen geworden. Wahrscheinlich wäre ich schon mit dem Kopf stecken geblieben.

20100505_075356-IMG_9044_jiBevor wir den Tempel verließen überredete mich Eri mir einen Glückszettel zu erwerben. Dazu schüttelte man eine Dose mit Stäben drin. Dann versuchte man einen der Stäbe hinaus zu schütteln. Auf ihm stand dann eine Nummer und über diese Nummer bekam man seinen Zettel. Nun waren meine Prophezeiungen eher wischi waschi und nicht wirklich gut. Aber man brauchte mit ihnen nicht leben, denn in der Nähe gibt es immer einen Baum, Stange oder ähnliches, wo man seinen Zettel festmacht, so dass die Prophezeiung dort verbleibt. Also überhaupt kein Problem, selbst wenn man die Pest an den Hals vorhergesagt bekäme.

Wir verließen den Tempel, als die Tore geschlossen wurden. Es war erstaunlich wie schnell sich die Menschenmassen, die mich am Tage noch etwas erschreckt hatten in nichts auflösten. Man fühlte sich plötzlich völlig allein und konnte alles in Ruhe genießen.

20100505_103903-IMG_9392_ji Bevor wir Nara verließen hielten wir in der örtlichen Fußgängerzone an einem Laden der Eingelegte Gemüse anbot.  Auch wenn das ein oder andere etwas seltsam aussah, es schmeckte alles lecker. Eines der Angebote wirkte auf mich fast wie Fleisch und Wurstwaren, doch es waren eingelegte Melonen, Gurken usw. Leider war es mir etwas zu teuer, sonst hätte ich sicherlich davon etwas mitgenommen.

 

 

Japan (2010) – Kobe – Wie sieht die Wohngegend aus

Vielleicht mag sich der ein oder andere Fragen, wie es bei mir in der Umgebung denn so aussieht. Kein Problem. Einfach mal auf den folgenden Link für Google Street View (Google Straßen-Ansicht)  klicken und schon kann ein Rundgang ausgehend von meiner Wohnung unternommen werden. Aber Achtung, nicht verlaufen :-))

Hier klicken und der Rundgang kann beginnen

Nach dem klicken kann es ggf. ein paar Sekunden dauern, bis die Street View Ansticht startet.

Japan (2010) – Kobe bei Nacht

Wer wird sich schon beschweren, wenn von 7 Tagen Japan nur ein Tag mit Regen daher kommt. Ich wirklich nicht. Sicherlich wird sich auch niemand in Japan beschweren, dass es ausgerechnet in der Goldenen Woche so schön ist. Ich genoss auf jeden Fall diese herrliche Wetter, wenngleich ich immer knapp an einem Sonnenstich vorbei schramme.

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Das tolle Wetter hat nun auch zur Folge, dass mit herrlichen Nachtaufnahmen zu rechnen war, so schlug Eri vor doch nochmals die Aussichtsetage im Rathaus zu besuchen, um schöne Eindrücke von Kobe bei Nacht zu erhalten. Dieser Vorschlag begeisterte mich natürlich und so brachen wir kurz vor Einbruch der Nacht in die Stadt auf.

Die angehenden Lichter auf dem Weg in die Innenstadt war schon schön zu sehen, doch die Aussicht vom Rathaus war für mich noch toller. So recht entscheiden, ob ich eher die Seite in Richtung Hafen würdigen soll, oder jene in Richtung Berge hatte zur Folge, dass ich immer hin und her pendelte, doch ich fand es lohnte sich.

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Nach dem Rathaus flanierten wir noch kurz durch den kleinen, sehr hübschen Park, um dann hungrig in Richtung Restaurant aufzubrechen.

Auch wenn mir gesagt wurde, wo es hin geht, ich konnte es mir nicht vorstellen und um so begeisterter war ich. Wir suchten ein Jakiniku Restaurant (BBQ Restaurant) auf. Hier gab es ein großes Loch im Tisch in das ein Korb mit glühender Holzkohle versenkt wurde.

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Darauf bratete man schließlich all das was man sich bestellte. Überwiegend war es Fleisch. Alles war eingelegt und schmeckte schon so lecker, doch gab es zusätzlich noch ein paar Saucen. Alles in allem mal wieder sehr lecker. 🙂

 

Japan (2010) – Kobe – Entdeckung der Innenstadt

20100429_091035-IMG_7675_ji Ich gebe zu, diese erste Version des Berichtes wird sich wieder nur auf ein paar Zeilen beschränken. Auch wenn ich meinen Bildern in einer Nachtsitzung Herr geworden bin, so ist das mit dem Schreiben wirklich so eine Sache. Zwischen all den Aktivitäten bleibt wahrlich keine Zeit und hier sollte niemand glauben, dass ich ernsthaft zum Lernen käme. Nein, hier komme ich so überhaupt nicht in die Pötte.  So wird ziemlich sicher der japanisch Sprech Kurs in der nächsten Woche eine Katastrophe und ich werde ihn wohl auch abbrechen, denn immer so Unvorbereitet aufzuschlagen, nimmt mir schon etwas den Schwung. Leider macht es die Wohnung auch nicht einfacher zu lernen, denn es gibt beim besten Willen keine ordentliche Möglichkeit sich hinzusetzen. So schreibe ich auch diesen Artikel auf dem Bett hockend.

Es sei aber erwähnt, dass ich meinen Schreibkurs auf jeden Fall fortsetzen werde. Der macht wirklich Spaß, auch wenn es hier die ein oder andere Schattenseite gibt.

Aber ansonten kann ich mich nicht beklagen. So zeigte mir Eri ein wenig die Innenstadt mit Aussicht vom Rathaus. Hier sah ich das erste Mal das Meer und bekam eine bildliche Vorstellung von der Stadt. Auch entdeckten wir China Town, wo es wirklich schwer war an all den verdammt leckeren Angeboten vorbei zu kommen. Auch lernte ich die div. Einkaufspassagen kennen, wenn gleich ich meine, bislang nur einen zarten Hauch des Angebotes gesehen zu haben.

Richtig schön war für mich der erste Besuch eines Tempels und einer Markt Einkaufs-Straße. Hier fühlte ich mich so richtig in Japan angekommen.

 

Südamerika (2009) – Bolivien – 33. Tag – Auf nach Chile & Das große Ups (08.09.2009)

Welche Überraschungen dieser Tag bereithalten würde war am Morgen noch nicht zu erahnen. Ich wusste nur, dass wieder früh aufzustehen war und ein mittel langer Fahrtag vor uns lag. Doch die Sonne schien von einem herrlich blauen Himmel und was konnte da schon schlimmes passieren.

Die Fahrt begann direkt nach dem Frühstück und nachdem ich von La Paz nicht wirklich etwas mitgekommen hatte, genoss ich es sehr über die „Stadtautobahn“ aus dem Tal auf 3100 Metern hinauf auf 4100 Meter geschraubt zu werden. Dabei wunderte ich mich wieder über die bizarre Bergwelt, in die man hier die Häuser baute und ich schüttelte innerlich den Kopf mich über den Mut oder die Dummheit in solch einer der Verwitterung ausgesetzten Landschaft sein Häuschen anzuvertrauen. Nun, jeder ist seines eigenes Unglücks Schmied, oder wie das Sprichwort auch heissen mag.

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Nachdem wir La Paz führte die Fahrt durch eine als durchaus gleichförmig aussehende Landschaft und es viel schwer die Augen offen zu halten. Doch eh ich mich versah, änderte sich das Landschaftsbild. Es wurde etwas schroffer und wilder und ich war froh, mich nicht dem Schlaf, welchem ich in den vergangenen 2 Tagen mehr als ausgiebig gefröhnt hatte, nachgegeben zu haben.

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Den ersten spannenden Halt hatten wir bei einer Gräberanlage der Aymara Ureinwohner, die ihre Toten in so genannten Chullpas (Link führt auf englische Seite) besetzten. Diese Chullpas wuchsen im Laufe der Generationen, da über die vorherige Generation die nächste beerdigt wurde. So wuchsen diese Grabstätten, die Türmen ähnelten, durchaus bis auf 12 Meter.

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Unseren nächsten Halt hatten wir kurz vor der Grenze nach Chile. Das einzige was etwas zu Verwirrung und zu dramatischen Konsequenzen führte, war die Tatsache, dass beim verlassen der Chullpas der Anlasser unseres Gefährts durchaus merkwürdige Geräusche machte.

Unsere Mittagspause hatte verschiedene Notwendigkeiten. Natürlich hatten wir Hunger, doch da wir nichts mit nach Chile einführen durften, sollte so viel wie möglich verputzt werden. Doch was hier geschah schlug allen etwas auf den Magen. Das Fahrzeug war zum stehen gekommen, und beim Versuch den Motor erneut an zulassen, um eine etwas bessere Parkposition zu erhalten, passierte … nichts. Der Motor machte keinen Mucks. Also wenn dies kein Ups wert ist, dann weis ich aber auch nicht.

Trotzdem blieb man noch entspannt, ließ uns auf die herrliche Landschaft los, bereitete das Essen vor und setzte sich mit dem mechanischen Problem auseinander.

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Als es das Mittagessen gab, gab es als Nachtisch die Information, dass der Anlasser des Fahrzeuges defekt sei. Nun habe ich nicht wirklich Ahnung was dies bedeutete, so fühlte ich mich doch etwas vor der Grenze nach Chile gestrandet. Doch sogleich bekam ich die Information, dass man das Fahrzeug nur kurz an schieben bräuchte und schon würde der Motor anspringen. Ich schaute respektvoll das Fahrzeug empor, visualisierte 15 – 20 Tonnen Gefährt und hatte so meine Zweifel.

Einer aus unserer Gruppe bewies wirklich Problembewusstsein. In der Nähe des Ortes an dem wir nun wie Strandgut herum standen, befand sich eine bolivianische Kaserne. Kurzentschlossen hatte er sich auf gemacht und war dort hin gelaufen und kam mit meinem Berg an Soldaten zum Fahrzeug zurück. Mit solch einem Berg an Menschen, sollte es doch möglich sein dieses Gefährt wieder ans Laufen zu bekommen.

Bevor wir uns dem Start des Gefährts widmeten, musste wohl oder übel noch das Geschirr gereinigt werden und alles an Nahrungsmitteln aus dem Gefährt entfernt werden, denn sonst wurde es nichts mit der Einreise nach Chile. Dieses Unterfangen wurde etwas zügiger als sonst erledigt und wir hatten nun sogar noch eine schicke Verwendung für all die vielen Lebensmittel die wir vermeindlich wegwerfen würden. Die Soldaten sollten sie erhalten.

Als alles fertig war, platzierten wir uns hinter dem Fahrzeug und schon nach kurzem Anschieben, welch ein Jubel, lief die Maschine wieder.

Wir lieferten die Soldaten noch bei ihrer Kaserne ab und setzten unsere Fahrt zu bolivianischen Grenze, die nur wenige Kilometer entfernt lag fort. Auf diesem Wegstück erfuhr ich dann, dass man die Entscheidung gefällt hatte, an diesem Tag etwas weiter zu fahren als ursprünglich geplant. Man machte sich Sorge, dass das Fahrzeug vielleicht überhaupt nicht mehr starten würde. Im Moment befanden wir uns nämlich auf rund 4600 Meter und unseren Nacht-Stop würden wir auf einem nicht wesentlich niedrigen Niveau einlegen.

So würde dies ein doch noch längerer Fahrtag werden, der uns zudem von 4600 Meter hinunter auf 0 bringen würde. Dies würde für den Fahrer (im Besonderen) und für uns eine ziemliche Strapaze werden.

Zwischenzeitlich war die bolivianische Grenze erreicht. Hier hieß es aussteigen, Motor laufen lassen und das Häuschen suchen, in dem die Ausreiseformalitäten erledigt würden. Da man zwischenzeitlich ein neues Gebäude errichtet hatte, war eine kleine Irritation vorhanden. Hätten die Beschäftigen der Zollstelle nicht just zum Zeitpunkt unserer Ankunft Mittagspause gemacht, wäre die Ausreise sicherlich noch schneller von Statten gegangen. So mussten wir waren, bis die Herren gesättigt wieder hinter ihren Schaltern saßen.

Bei der Fahrt durchs Niemandsland erfuhren wir weiterhin, dass man sich entschieden hatte, trotz der technischen Probleme, uns den Nationalpark Lauca nicht vorzuenthalten und den ein oder anderen Stop einzulegen. Diese Aussicht gefiel mir, denn die Landschaft die ich schon geraume Zeit sah, verzückte mich zunehmend.

Doch bevor wir uns den Naturschönheiten widmen konnten, stand die Einreise nach Chile an. Viel Papierkram brauchten wir nicht erledigen. Zur allgemeinen Freude waren die Formulare für uns schon vor ausgefüllt worden. Wir mussten nur noch unterschreiben. Welch ein Luxus.

Durch diese tolle Vorarbeit schlich sich bei mir die Vorstellung ein, dass die Einreise ein Klacks sein müssten. Als jeder dann auch noch ohne Probleme seine Stempelchen in den Ausweis bekam, was konnte schon noch passieren. Doch was soll ich sagen, es kommt immer anders als man Denkt, denn nach dem Stempelchen im Ausweis kam die Untersuchung nach all den schönen Dingen, die nicht in das Land eingeführt werden durften und das waren durchaus einige.

Sicherlich wurde uns etwas zum Verhängnis, dass wir beim vernichten aller verbotener Lebensmittel, ein war winzige Dinge übersehen hatten. So hieß es schließlich das gesamte Gepäck abzuladen und danach auch das Handgepäck aus dem Fahrzeug zu nehmen, um es dann dann durch ein Röntgengerät zu schicken. So schnell wie das Gepäck durch dieses Gerät lief, hatte ich durchaus meine Zweifel, ob man wirklich etwas finden würde. Doch beim Fahrzeug ließ man sich etwas mehr Zeit und ließ Löcher öffnen, von denen ich auf der gesamten Reise nicht einmal zur Kenntnis genommen hatte dass es sie gab.

Doch im Großen und Ganzen fand ich es nicht so schlimm, es hatte halt nur rund 90 Minuten in Anspruch genommen. Ich mußte schon viel mehr über mich ergehen lassen.

Als alles erledigt war, setzten wir die Fahrt fort und konnten den Nationalpark genießen.

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Schließlich verließen wir den Nationalpark und es begann der Abstieg hinunter ans Meer. Die Fahrt von 4600 Metern bis hinab ans Meer führte über wild gewundene Serpentinen und ich war froh, dass diese neu und schick waren.

Je tiefer wir kamen um so weniger Vegetation gab es. Während wir uns oben in den Anden noch der dort vorherrschenden Vegetation widmen konnten, gab es schließlich nur noch Sand zu sehen. Ich tauchte damit das erste Mal in meinem Leben in einen riesigen Sandkasten ein, der nur ab und an von ein paar Kakteen belebt wurde. Es war wirklich eindrucksvoll, wie schließlich die untergehende Sonne den Sand verfärbte und mein Mund immer trockener zu werden schien.

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Im Dunkeln erreichten wir Arica, einen Tag früher als ursprünglich geplant. Hier fuhren wir erst einmal jenes Hotels an in dem wir ab dem kommenden Tag wohnen sollten. Leider zerschlug sich die Hoffnung, schon eine Nacht früher hier einbuchen zu können, das Teil war schlicht voll. So hieß es via Taxi zu einem Hotel in der Innenstadt gebracht zu werden.

Wir waren diese Unterfangen ja schon gewohnt, doch trafen wir hier auf eine besondere Problematik, denn diese Taxen besaßen einen Gastank. Dieser Tag war im Kofferraum untergebracht, was zur Folge hatte, dass unser reichliches Gepäck nicht so ohne weiteres Untergebracht werden konnte. So teilten wir den Fahrgastkabine mit Bergen an Gepäck, doch bei rund 10 Minuten Taxifahrt, ließ es sich wahrlich verkraften.

Das Hotel für die Nacht erwies sich als durchaus angenehm und geräumig. Etwas ungeschickt war eigentlich nur, dass man auf einen Lift verzichtet hatte und wer wer schon einmal 30 Kilo Gepäck die Treppe hinauf geschleppt hat, kann sich vorstellen, dass dies nicht unbedingt das größte Vergnügen bildet.

Einen schönen Abschluss fand dieser Tag in einem einheimischen Lokal und nachdem wir wieder normal 0 Erreicht hatten, ging es mir wahrlich besser und ich machte mich über die üppigen chilenischen Portionen her. So kam es, dass ich seit langem mal wieder voll und satt in mein Bettchen landete.

Zum Glück war ich sehr müde und so störte mich das anhaltende Gekläff von draußen nicht so sehr. Ich hatte diese Konzerte schon so manche Nacht auf dieser Reise genießen dürfen und so sehr ich Hunde schätze, wenn diese bis 3 Uhr in der Früh herum kläffen und es scheint als würde dies kein Ende finde, steigen im Dämmerzustand durchaus Gedanken aus dem Unterbewusstsein herauf … 🙂

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Südamerika (2009) – Bolivien – 30. Tag – Paulino Esteban Erbauer der RA II (05.09.2009)

Den Tag begann ich mit einem Ausflug auf die Veranda des Hotels. Ich hatte mir vorgenommen, meinen ersten wirklichen Versuch den Mond zu fotografieren in die Tat umzusetzen. Ich schlich mich durch das dunkle Hotel und baute schließlich mein Equipment auf. Als besonders schwierig erwies sich das scharf stellen auf den Mond und ich stellte fest, dass er ganz schön durch meinen Bildausschnitt raste.

Zumeist begann ich damit den Mond am oberen Ende des Ausschnittes zu platzieren , scharf zu stellen, um dann festzustellen, dass er mittlerweile fast am unteren Ende des Ausschnittes angekommen war. Trotzdem war ich durchaus mit dem Ergebnis meiner ersten wirklichen Mondaufnahme zufrieden.

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Irgendwie meinte ich mir an diesem Tag ein Frühstück verdient zu haben, und so nahm ich heute einmal daran teil. Leider stellte sich im Verlaufe des Tages heraus, dass es keine all zu gute Idee war und ich doch noch sehr mit meiner Erkrankung zu kämpfen hatte. So war das erreichen einer Toilette zumeist ein bedeutender Aspekt dieses Tages.

Copacabana verließen wir im weichen Morgenlicht, um in Richtung Fährstelle zu fahren. In der herrlichen Morgenstimmung war es ein wirkliches Vergnügen den Blick über die Berge und den Titicacasee streifen zu lassen.

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Die Überfahrt über den See verlief ebenso eindrucksvoll wie schon vor wenigen Tagen, doch staunte ich nicht schlecht, als ich auf der anderen Uferseite angelangt, dort eine ware Heerscharen an Menschen sah. Dann entdeckte ich eine Unmasse an Bussen, an denen sich Schulklassen formierten, um die Fahrt über den See anzutreten. Da in so ein Holzböötchen für den Personentransport gerade mal 20 Leute hinein passen, stellte ich mir vor wie lange der Personentransport und das Übersetzen der wohl rund 40 Fahrzeuge dauern würde. Zumindest war ich froh, dass wir nicht Teil dieser Schlange waren.

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Nach kurzer Fahrt durften wir eine wirkliche Legende kennenlernen. Wer hat noch nicht von Thor Heyerdahl gehört, der den Beweis antrat, dass es Urvölkern möglich gewesen war mit Booten nach ihrem Wissensstand die großen Flächen von Atlantik und Pazifik zu überqueren.

Das erste spektakuläre Schäppchen gelang ihm mit der Kon-Tiki, mit der er versuchte, von Südamerika die pazifischen Inseln zu erreichte. Dieses Unternehmen ging als grandioser Erfolg von Heyerdahl in die Geschichte ein.

Bei seinem zweiten Versuch von Afrika Südamerika zu erreichen, scheiterte er erst, denn sein Boot die RA I überstand den Transit nicht. Erst nachdem Heyerdahl die RA II von bolivianischen Indianern bauen ließ, gelang der Versuch der Querung.

Wir durften hier nun die lebende Legende Paulino Esteban kennen lernen, die Heyerdahl seinerzeit geholfen hatte die RA II zu erbauen.

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Für unseren nächsten Halt wurde wieder etwas an Kilometern bewältigt, doch bei dem herrlichen Wetter war es eine Freude den Blick über die Landschaft schleifen zu lassen.

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Nachdem wir beim Besuch von Paulino Esteban einen Schritt in die Jüngere Vergangenheit gewagt hatten, stießen wir mit dem Besuch der Ausgrabungsstätte Tiwanaku in die Zeit 1500 v Chr. vor. Hier hatte sich einst für mehr als 2500 Jahre, eine der bedeutendsten Hochkulturen den Südamerikanischen Kontinents befunden.

Leider kann man heute von der einstigen Pracht nicht mehr viel erahnen, da spätere Generationen diesen Ort als Steinbruch erachteten und ihn nachhaltig plünderten. So ist einiges an Phantasie notwendig, um den Ort vor dem geistigen Auge erscheinen zu lassen. Da bisher aber nur rund 1% der gesamten Fläche freigelegt ist und man heute versucht wissenschaftlich fundiert die Stätte wieder herzustellen, dürfte dem Besucher irgendwann einmal die gesamte Pracht vor Augen geführt werden können.

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Von Tiwanaku ging es nach La Paz, wo wir für die nächsten 3 Nächte unsere Unterkunft haben sollten. Ich hatte schon gelesen, dass die Stadt sich über einen Höhenunterschied von 1000 Höhenmetern erstreckt, doch wie gewaltig und beeindruckend das aussieht, konnte ich mir nicht ausmalen.

So genoß ich ich vollen Zügen die Fahrt von rund 4100 Meter hinunter auf 3100 Meter, bei der ich die zerklüftete Landschaft mit staunendem Blick in mich auf nahm. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass man in solch einer wilden Landschaft eine Millionenstadt errichtet.

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