Auf den verschiedenen Reisen nach Japan entstanden etliche Bilder die meine Erinnerungen jedes Mal aufs neue beflügeln und ich es sehr genieße sie zu betrachten. Daraus entstand der Wunsch, seit langem einmal wieder eine kleines „Dia-Show-Video“ entstehen zu lassen.
Jedes Land hat seine Vorlieben welche Nahrungsmittel bevorzugt gegessen werden. Dies ist durchaus auch bei den verwendeten Tassen, Tellern und dem Besteck ersichtlich.
Nun, warum soll dies nur bei den Erwachsenen so sein, auch die Baby Erstausstattung passt sich den landesüblichen Gewohnheiten an und so gibt es in diesem Japanischen „Starter Kit“ für das Essen an Tisch die ein oder andere Übereinstimmung, jedoch auch diverse Besonderheiten. Viel Spaß beim Suchen und Entdecken …
Was dem Deutschen sein Brot, ist dem Japaner sein Reis. Reis spielt vom Morgen bis zum Abend in der japanischen Küche eine wichtige Rolle und obwohl es viele extrem schmackhafte Reissorten in Japan gibt, tut es doch ab und zu Not dem Reis eine besondere Note zu geben. Hier kommt Furikake ins Spiel.
Bei Furikake handelt es ich um eine Gewürzmischung, welche zumeist aus getrocknetem und geriebenem Fisch, Sesam, Sojasoße, Seetang, Zucker, Salz besteht. Um verschiedene Variationen zu erhalten sind manchmal Zusätzliche Bestandteile, wie z.B. Lachs, Eier, Gemüse, Perilla und mehr beigemischt.
Der Genuss von Reis ist in Japan ein elementares Bedürfnis. Nun gibt es viele sehr schmackhafte Reissorten, doch auch so gibt es den Wunsch den Reis zusätzlich zu veredeln, wie z.B. mit Tsukudani.
Bei Tsukudani handelt es sich um eine auf Sojasauce und Mirin basierende „Gewürz“, die je nach Geschmack mit Algen, Gemüse oder Fisch zubereitet und dem Reis zugegeben wird.
Zumeist wird das Tsukudani kalt aus dem Kühlschrank genommen und dem noch heiß dampfenden Reis zugegeben. Mit der Menge sollte man jedoch etwas vorsichtig sein, da es einen starken Geschmack hat. Zumeist sollte vielleicht ein Esslöffel als Zugabe ausreichen.
Bei einer Sudachi handelt es sich um eine japanische Zitrusfrucht (Sie ist klein, rund und herrlich grün), die zumeist als Ersatz für Zitronen oder Alimenten verwendet wird.
Erfreulicher weise hatte man die Idee, diese saure schmeckende Zitrusfrucht in Form eines Getränkes zu verwenden.
Da es sich jedoch bei Sudachi um eine Spezialität der Präfektur Tokushima handelt, ist es fast unmöglich dieses leckere Getränk in anderen Regionen des Landes zu bekommen.
Diese regionalisierung von Lebensmitteln und anderen Dingen, macht das Reisen in Japan zudem spannend, denn man kann so viele lokale Spezialitäten entdecken. So hat der Besucher die Möglichkeit die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten eines Gebietes zu erkunden und zusätzlich steht einem die Welt der lokalen kulinarischen Genüsse offen.
Mehr durch Zufall stolperte ich über diesen Keks. Bei einem meiner obligatorischen Erkundungen div. Supermärkte entdeckte ich die unscheinbare Verpackung. Ich konnte erkennen, dass sie Kekse enthielt und so stand dem Erwerb nichts mehr entgegen.
Überrascht war ich dann jedoch, als ich den ersten Keks aus der Packung befreite und hinein biss und ich kärglich scheiterte, denn es war mir nicht möglich auch nur ein Stückchen ab zubeißen. Erste dachte ich, es sei ein schlechter Scherz, doch es stellte sich heraus, dass diese Kekse genau so waren, wie sie nun vor mir lagen, nämlich hart wie Stein.
Auch wenn das Lesen in Japan durchaus etwas kniffelig ist, doch beim Restaurantbesuch kann man sich wahrlich herrlich behelfen, in dem man sich die Auslagen vor einem Restaurant ansieht.
Dort findet der geneigte Besucher sehr lecker präsentierte Beispiele der angebotenen Speisen. Doch was sich erst auf den zweiten Blick offenbart ist, dass diese Beispiele reine Plastik- / Wachsabbilder (Shokuhin-Sanpuru) der angebotenen Speisen sind und trotzdem kann man sich oft nicht erwehren, dass einem schon jetzt das Wasser im Munde zusammen läuft.
Die Produktion dieser Abbildungen wurden wahrlich zu einer Kunstfertigkeit gebracht, die ich bemerkenswert finde und so kosten diese Beispiele so manches Mal ein Vielfaches dessen, was die eigentlichen Speisen kosten.
Hier ein paar Beispiele aus der riesigen Palette an Produkten …
Bei dem Aufenthalt in Kitakyushu handelte es sich lediglich um einen 2-stündigen Stop, bevor wir eine Fähre bestiegen, mit der es nach Kobe gehen sollte, wo dann die Reise durch Japan wahrlich ihr Ende fand.
Als wir mit dem Bus durch Kitakyushu fuhren, vermittelte diese Stadt nicht den Eindruck, dass es sich lohnen könnte, sie näher zu besuchen, doch da täuschte ich mich mal wieder.
Auch der längste Urlaub neigt sich seinem Ende und da stellt sich die Frage, was macht man zum Abschluss am Besten? Soll es noch einmal etwas extrem Spektakuläres sein oder doch eher eine ruhige und entspannte Zeit ?
Wir hatten uns entschieden ein „Toji“ zu besuchen.
Dass dies der wohl der am wenigsten spektakulärste Tag der Reise war, und ich einigermaßen enttäuscht wieder ins Hotel kam, kann ich mir nicht erklären. Ich weiß wirklich nicht, ob es das nicht so überzeugende Wetter, die wenig freundlichen Einheimischen, dass man für jede Sehenswürdigkeit Geld bezahlen musste, oder die insgesamt nicht so spektakuläre Stadtarchitektur war, die Gondel zum Aussichtspunkt im Reparatur – Modus war oder ich evt. einfach nur unfair bin, ich weiß es bis heute nicht…
Trotzdem möchte ich den Ausflug in die Stadt nicht vorenthalten.
Eine lieb gewordene Tradition wollte ich auf dieser Reise gerne fortsetzen und erneut ein paar der Informationsschilder / -plakate sammeln, die Hinweise und Verbote durchaus anschaulich oder manches Mal für ich etwas witzig vermitteln.
Ich muss jedoch gestehen, dass es zunehmend schwerer wird neue Objekte zu finden und wenn es auch nicht viele wurden, hier erneut ein paar Fundstücke …
Mittlerweile hatten wir Nagasaki erreicht. Bislang war ich noch nie so tief im Süden Japans gewesen.
Ich war gespannt, wie sich diese Stadt, die durch den Abwurf einer Atombombe ausradiert worden war, heutzutage präsentiert. Hiroshima hatte ich auf der Reise zuvor gesehen und ich war beeindruckt, wie man dort dieses Thema aufgearbeitet hatte und nun versucht, auf die Schrecken eines solchen Waffeneinsatzes hinzuweisen.
Ich hatte schon früher ein paar der Absperrungen in Japan gezeigt und war und bin noch immer begeistert, dass diese oft freundlicher daher kommen, als ich es aus meiner Heimat gewohnt bin.
Der Morgen war kalt und es hatte geregnet. Es war wahrlich keine Freude, vor die Tür zu treten. Bei diesen Bedingungen konnten wir wirklich nicht erahnen, dass dies für uns einer der genialsten Tage werden würde.
Es ging von Izumo via Bus zum Hinomisaki Schrein, was bedeutete, mit dem Bus über eine – in die steile Küste hinein gebaute – Straße zu folgen, so manches Mal den steilen Abhang hinunter zu blicken und zu hoffen, dass der Busfahrer wirklich gut war.
Osaka lag nun schon wieder hinter uns, und wir waren, von der pazifischen Seite Japans, wieder auf der der japanische See zugewandten Seite, in Izumo.
Izumo, und im besonderen der Schrein dort, ist so alt, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, seit wann es ihn gibt. Um 600 n.Chr. wurde er erstmals in schriftlichen Form erwähnt, doch da gab es diesen Schrein bereits. So mag man sich vorstellen, dass dieser Ort wirklich bedeutsam für den japanischen Shintoismus ist.
Um so verwunderlicher war es, dass die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht unbedingt zu den sehr einfachen Dingen gehört. So hieß es, auf den letzten Kilometern, einen _wahrlich in die Jahre gekommenen_ Zug (Triebwagen) zu verwenden.
Ich fand die verschiedenen Gullydeckel (Schachtdeckel), die jede Stadt und Ort zu bieten hatte so spannend, dass ich gleich eine kleine Fotostrecke daraus machte.
Es war immer lustig zu sehen, wie verwundert vorüber kommende Passanten schauten, wenn ich mich über einen der Deckel beugte und ihn ablichtete.
Im Gegensatz zu allen anderen Besuchen in Tempeln und Schreinen, resultierte dieser Besuch auf einer Einladung, und ich konnte dadurch einmal einen Tempel besuchen, der nicht so im Fokus des touristischen Interesses steht. Dies bedeutete aber nicht, dass es ein spannender Platz sein würde.
Die Fahrt zum Tempel war erfreulich einfach, wenngleich diese, mit öffentlichen Transportmitteln rund 1 Stunde dauerte, und dann noch einmal etwa 10-15 Minuten mit einem Auto. Wir wurden nämlich am Zielbahnhof abgeholt und bis zum Tempel gefahren.
Am heutigen Tag stand der Besuch des „Sumiyoshi Taisha“ Schreins auf unserem Programm, der sich dem Schutze von Reisenden, Seefahrern, Fischern und Händlern verschrieben hat.
Da wir ja auch selbst Reisende waren, war es doch nicht schlecht, diesen Schrein aufzusuchen, doch in Wahrheit zog uns natürlich mehr die Anlage, und insbesondere eine herrliche Halbbogen – Brücke, an.