Der heutige Tag war der Beginn einer dreitägigen Reise weiter in den Süden des Landes nach Hiroshima. Eine rechte Vorstellung was mich dort erwarten würde hatte ich nicht und so beseelte mich eine unbestimmte Freudige Erwartung.
Als Transportmittel nutzten wir den Shinkansen und darauf freute ich mich ebenfalls schon sehr. Wir hatten uns bislang um die Nutzung dieses Verkehrsmittels gedrückt, denn die Kosten für einen Fahrschein waren schon erdrückend. Doch dieses Mal hatte Eri eine grandiose Kombination aus Fahrschein und Hotel ausgegraben und so war es verlockend diesen Hochgeschwindigkeitszug zu verwenden.
Müssen die Halterungen für Absperrungen immer nur funktionell, langweilig und einfach praktisch aussehen. Japan zeigt, dass das nicht so eine muss.
Ich weiß, die Bilder schon ab und an in div. Artikeln aufgetaucht sind, doch ich dachte mir, es ist nicht schlecht eine kleine Kollektion zusammenzustellen. Vor allem entdecke ich immer wieder neue Varianten und ich bin gespannt was ich in Zukunft noch so entdecken werde.
Der Ausflug ins Onsen von Yunogou war ein typisch japansicher Ausflug in ein Onsen. d.h. man hält sich die ganze Zeit im Hotel mit Onsen auf und lässt sich verwöhnen.
Vor dem Verwöhnen stand jedoch die Anreise. Wir fuhren mit Regionalbahnen und obwohl wir außerhalb der Rush-Hour unterwegs waren, waren die div. Züge immer voll. Dies lag jedoch nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Bahnbetreiber die Zuggröße den “Bedürfnissen” anpasste und durchaus während der Fahrgast ruhigen Zeit mit kurzen Zügen unterwebs war. Japan (2013/14) – Yunogou Onsen weiterlesen
Ich habe etwas mit meinem Fotoapparat herumgespielt und durchaus Spaß dabei gehabt. Ich dachte ich Teile das Ergebnis einmal und vielleicht habt Ihr ebenso viel Freude an dem Ergebnis wie ich beim Herumspielen.
Shabu Shabu ist ein Brüh Fondue bei dem sehr dünnes Fleisch und Gemüse in heißem Wasser gebrüht wird.
Dieses Gericht wird auch sehr gerne zu Hause gegessen, wir hatten uns aber für ein Restaurantbesuch entschieden. Hier wählten wir eines der angebotenen Menüs aus, bei dem wir so viel essen durften wie wir wollten und konnten. Die einzige Einschränkung die es gab war, dass wir nur 90 Minuten dieses Angebot nutzen konnten.
Mit der abgegeben Bestellung erhielten wir zwei Teller mit hauch dünn auf geschnittenem Rind- und Schweinefleisch. Zudem konnten wir uns am Gemüse-Büfett so viel bedienen wie wir wollten.
Das Büfett offerierte einem allerlei Gemüse, jedoch auch Mochi, Tofu und andere Dinge bei denen ich nicht weiß wie sie heißen :-).
Das Gemüse gaben wir nach einander portioniert in das kochende Wasser und kochten es etwas. Entnahmen es, tauchten es in die bereitgestellten Dips und ließen es uns schmecken.
Das Fleisch nahmen wir mit den Stäbchen, und schwenkten es im heißen Wasser bis es gar war. Das dabei entstehende Geräusch ist die Grundlage des Namens für das Gericht “Schabu Schabu”.
Was das Zeitlimit betraf, so waren wir schon vor dem Erreichen der 90 Minuten mehr als gesättigt.
Mein Ausflug in die Stadt bestand eigentlich nur aus Zufällen.
Heute machte ich mich allein in die Stadt auf den Weg, was für mich noch immer ein kleines Abenteuer darstellt, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stehe ich noch immer etwas auf Kriegsfuß.
Mit welchem Bahnunternehmen in von unsere Wohnung in die Stadt fahre war egal. Es kam nur drauf an wie weit ich bis zum Bahnhof laufen und wie lange ich unterwegs sein wollte (Je nach Bahnhof handelte es sich auch immer um eine andere Gesellschaft. Jede hat grundsätzlich ihre eigenen Bahnhöfe aber auf jeden Fall ihre eigenen Streckennetze). Zumeist entschied ich mich für die Faulenzer-Variante, denn da waren es gerade mal 5 Min. bis zum Bahnhof. Nun brauchte diese Bahn etwas länger, doch mir war es im Grunde ja egal.
Etwas schwieriger war dann schon mit welcher Bahn ich fahren konnte, denn es gibt Lokale Züge, die überall halten, Schnell Züge die weniger halten und Super Schnell-Züge die noch weniger halten. Zumeist musste man sich dann auch noch die richtige Schlange am Bahnsteig aussuchen, denn jeder Zugart hatte im Prinzip ihre eigene. Ok, das Ticket kaufe habe ich vergessen. Hier heißt es immer seinen Zielbahnhof heraussuchen und dann am Automaten das entspr. Ticket kaufen, doch das klappte im kleinen schon etwas.
Ok, dies traf für meinen Bahnhof nicht zu, denn dort hielt nur der Bummelzug. Dieser fuhr aber immer nur eine Station, um dann 5-10 Min. zu pausieren. Es wurde ein Schnellzug vorgelassen und man konnte hier in den Schnellzug umsteigen.
Am heutigen Tag nahm ich diese Möglichkeit wahr, wenngleich dies zumeist bedeutete stehen zu müssen, denn je schneller die Züge waren, um so voller schienen sie zu sein. Doch ich brauchte nur 2 Stadtionen zu fahren und da war es wirklich egal und ich sparte rund 15 Min. Fahrzeit gegenüber dem lokalen Zug.
In der Stadt angekommen war die Frage was ich unternehmen sollte. Ich kam direkt an einem Plan vorüber auf dem die Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgelistet waren und ich fand auch gleich welche die ich nicht kannte und die für mich zu Fuß zu erreichen war. Das einzige Problem konnte lediglich sein, dass ich keinen Stadtplan oder ähnliches hatte und damit die ohnedies schwierige Navigation (ohne Straßenschilder) zudem erschwerte.
Also lief ich erst einmal einen Ort an den ich kannte und zwar den in der Innenstadt gelegenen Ikuta-Schrein.
Als ich ihn nach kurzem Fu0weg erreicht hatte, stellte ich fest, dass die Menschenmassen die hier zum Neujahr aufliefen nichtmehr vorzufinden waren. Dennoch bildeten sich vor dem Schrein noch immer eine sehr lange Schlange, in der die Leute geduldig warteten, bis sie bis zum Gebäude vorgedrungen waren und dort beten konnten.
Ich war schon verhältnismäßig oft an diesem Ort und trotzdem machte es mich noch immer viel Freude mich hier aufzuhalten, die Ruhe innerhalb der Großstadt und das Grün zu genießen.
Vom Schrein wendete ich mich in Richtung Berge und die waren wirklich nicht weit weg. Vom Meer bis zum Beginn der Berge kann man sicherlich bequem in 20 Minuten gehen und so erklärt sich sicherlich auch die hohe Baudichte auf diesem doch recht schmalen Stück Flachland.
Die Berge sind nur im unteren Bereich bebaut, weiter oben gibt es nur Wald und das halte ich durchaus für schlau, denn die Hänge sind relativ steil und durch einen Wald hat der Grund meiner Ansicht nach wesentlich höhere Festigkeit. Ob dies jedoch der Grund ist, ich weiß es nicht.
Während ich nun ziellos durch die Straßen lief, kam eine Touristengruppe nach der anderen an mir vorüber und ich dachte mir, dass ich hier sicherlich nicht all zu falsch sein könnte und tatsächlich alsbald entdeckte ich einen Plan, der dem Besucher durch dieses Gebiet lotste. Ich war in “Kitano” (englischer Link) gelandet einem der historischen Stadtteile von Kobe. Die Gebäude entstanden dort etwa um die Zeit von 1915, doch leider ist durch Krieg und Naturkatastrophen nicht mehr all zu viel von diesen historischen Gebäuden übrig. Doch das was es gibt, kann man sich wirklich ansehen.
Um zu den eigentlichen Häuser zu gelangen musste ich ziemlich klettern und auch einiges an steilen Treppen überwinden. Doch es lohnte sich. Ich bekam das ein oder andere schicke Haus zu sehen und auch die Aussicht auf Kobe wurde wirklich toll.
Ich lief immer weiter nach Oben in Richtung Wald und verschwand schließlich in ihm. Ich überlegte, ob ich zurückgehen solle, um noch mehr Gebäude zu entdecken, doch der Wald lockte mich mehr und so begann ich einen etwa 3 Kilometer Spaziergang an den Hängen entlang. Ich hatte wirklich große Freude daran und genoss die immer wieder möglichen Aussichten auf die Stadt.
Am Ende des Weges ergab sich schließlich noch eine weitere verlockende Möglichkeit, nämlich der Besuch eines Wasserfalls.
Während meines letzten Aufenthaltes hatte ich ganz in der nähe dieses Wasserfalls gewohnt und es nie geschafft ihn zu besuchen. Zum einen aus Zeitmangel und zum Anderen weil sich mir nie wirklich erschloss wie ich ihn erreichen könnte. Also warum nicht an diesem Tag die Möglichkeit wahrnehmen.
Hätte ich jedoch geahnt welch ein Schweißbad mir das ganze einbringen würde, ich hätte es wohl gelassen.
Anfangs verlief der Weg sehr moderat. Doch bald erreichte ich eine Treppe und sie schien mir fast unendlich den Berg hinauf zu führen. Trotzdem startete ich den Aufstieg und bald brannten mir die Beine. Natürlich war dies nur meiner Statur geschuldet, aber ich war froh, dass auch andere etwas zu Stöhnen begannen.
Oh, was war ich froh, als der Wasserfall erreicht war und ich hielt mich wirklich lange dort auf, obwohl er im Schatten lag und mit, so durchgeschwitzt wie ich war, wirklich sehr kalt wurde. Doch ich wollte die Zeit hier genießen.
Der Abstieg war nicht weniger Angenehm und ich war mehr als froh, als ich weiter unten war und irgendwann, als ich wieder zwischen den Häusern verschwand mich diversen Rolltreppen anvertrauen konnte.
Damit war dieser Ausflug schon wieder vorüber und ich fand es toll, was sich alles durch Zufall so ergeben hatte. Ich würde diesen Tag wahrlich als eine kleine Erfolgsgeschichte des Zufalls für mich verbuchen wollen.
Ok, ich wusste es ja, dass die absolute Attraktion von Himeji, das Schloss, für 5 Jahre renoviert wird und es dementsprechend Einschränkungen beim Genuss geben könnte.
Trotzdem machten wir uns auf den Weg das wohl eindrucksvollste Schloss Japans zu besuchen.
Als wir in Himeji den Bahnhof verließen, sah ich schon was es bedeutete, dass das Schloss renoviert wird. Es war, bis auf ein Gebäude vollständig eingerüstet. Doch gleichzeitig realisierte ich, dass man sich irgendwie Gedanken gemacht hatte, denn auf die große Box, die das Schloss einhüllte war die Kontur des Gebäudes gemalt. So konnte man sich zumindest etwas Vorstellen, was man sehen würde, wenn man etwas sehen würde 🙂
Am Gelände des Schlosses angelangt, reifte alsbald die Erkenntnis, dass, obwohl das Hauptgebäude nicht zu sehen war, es noch so viel zu entdecken gab, dass ein Aufenthalt trotzdem ein Erlebnis zu werden schien und so war es dann auch. Ich war am Abend mehr als glücklich hier gewesen zu sein.
Anfangs führte uns der Weg entlang an den gewaltigen Mauern und Tore und mehr als einmal musste ich die grandiose bautechnische Leistung bewundern, besonders wenn man bedachte, dass dieses Schloss schon um 1333 erbaut worden war.
Um das Schloss zu erreichen, hieß es stetig nach oben zu laufen und über die ein oder andere Treppe weiter an Höhe zu gewinnen. Das mit den Treppen bereitete mir wirklich etwas Probleme, denn seit dem Besuch der Ise Bucht hatten sich meine Knie nicht mehr so richtig erholt.
Irgendwann standen wir zu Füßen der großen Box, doch damit war nicht einfach Ende. Man hatte die Möglichkeit geschaffen, einen Ort innerhalb der Box zu besuchen, der einem Einblicke auf die Renovierungsarbeiten erlaubte.
Wir hatten heute wirklich Glück, wir hatten nur mit rund 30 Min. Wartezeit zu rechnen. Betrachtete ich die Vorbereitungen, so konnte man wirklich davon ausgehen, dass es durchaus sein konnte, dass man mehrere Stunden warten müsste, um das Gebäude von innen sehen zu können.
Die 30 Min. vergingen dann auch vergleichsweise rasch und durch das gute Besucher Management, verlief auch alles ohne Gedränge oder anderen Problemen.
An dem Panoramafenster, in dem man einen Blick auf das Gebäude werfen konnte, steuerte man die Besucher nichtmehr und so gab es zwar kein Gedrängel, aber sich einen guten Blick zu ergattern war durchaus anstrengend.
Besonders nervig war, dass es Bildschirme über der Panoramascheibe gab, die Hintergrundinformationen zu den Bauarbeiten gab. Nun standen die Leute vor der Panoramascheibe, starrten jedoch auf den Bildschirm und verhinderten dadurch, dass man zur Scheibe vordringen konnte. So war ich erneut froh, dass es wirklich wenig Besucher gab und man es schließlich immer schaffte einen Blick auf das Gebäude werfen zu können.
Wenn der Durst nach Innenansichten gestillt war, gab es auch noch die Möglichkeit hinunter auf Himeji zu blicken. Während der Blick auf die Stadt mich nicht wirklich begeisterte, fand ich div. Details wirklich spannend.
So konnte man die Außenmauern des Schlosses sehen und das dahinter beginnende Häusermeer. Es wirkte auf mich wirklich als würden die Häuser wie das Meer gegen die Bauern banden. Ich fand es toll. Neben diesem Bild begeisterte mich ein kleiner Hügel. Um ihn flossen die Häuser förmlich herum, und er schien aus dem besagten Häusermeer herauszuragen, ohne von ihnen erobert zu werden.
Nachdem wir die Box wieder verlassen hatten, führte uns der Labyrinthisch anmutenden Weg durch die Schlossanlage. Es war toll uns wir verharrten immer wieder um uns die Verzierungen, die Mauern oder die zu dieser Jahreszeit aufblühenden Kirschblüten zu bestaunen.
Zum Abschluss besuchten wir noch ein Wohngebäude. Die darin befindlichen Wohnräume waren wahrlich nicht groß und ich konnte mir gut vorstellen wie kühl es hier mindestens in der Winterzeit gewesen sein musste.
Schließlich durchtraten wir eine wirklich massive Tür innerhalb des Gebäudes. Dort wurden wir darauf hingewiesen, dass diese Tür so massiv war, da dahinter der Wohnbereich der Frauen begann und diese Tür die weiblichen Bewohner von zu aufdringlichen Personen schützen sollte.
Jeder der diese Information lass, musste mindestens schmunzeln.
Mit diesem Gebäude näherten wir uns rasch dem Ende unseres Besuches in diesem Bauwerk und ich möchte noch einmal betonen, dass trotz der Revolvierung und der Tatsache dass das gesamte Hauptgebäude in einer Box verschwunden war, es ein gelungener Ausflug war.
Auf dem Weg zum Bahnhof stromerten wir noch durch ein ein paar Einkaufsstraßen.
Als wir den Zug bestiegen war ich nur froh, dass wir einen Platz ergatterten, denn wir waren mal wieder in die Rush-Hour gekommen, die sich hier ca. von 17-22 Uhr erstreckt.
Bei allen Besuchen in Japan habe ich kurz mit Google Street View gezeigt wo ich aktuell wohne, also habe ich mir gesagt, warum nicht auch in diesem Jahr.
Dieses Mal wohnen wir ein klein wenig Außerhalb und trotzdem ist es eine geniale Wohngegen. Das genial bezieht sich hier nicht auf die herrliche Wohnumgebung, als mehr auf die Tatsache, dass wir genau zwischen zwei Bahnlinien Wohnen und dadurch schnell und billig nach Kobe kommen. Auch Einkaufen ist sehr angenehm, es gibt etliche Supermärkte und sonstige Geschäfte. Also um gut Leben zu können ist es eine gute Ecke.
Wie überall in der Welt werden aus Kindern Jugendliche und schließlich Erwachsene. In Japan wird dies besonders begangen und dieser Tag nennt sich “seijin no hi”.
An diesem Tag feiern man den Übergang zum Erwachsen werden, die zwischen April des Vorjahres und April des akt. Jahres das 20. Lebensjahr vollenden.
Zu diesem Anlass gibt es eine große Zeremonie bei der die jungen Leute auf die Verantwortung des erwachsen seins Hingewiesen werden.
Als Ausdruck dieses besonderen Anlasses, tragen die jungen Frauen teure traditionelle Kimonos und die jungen Männer zumeist schwarze Anzüge. Nur ab und zu sieht man einen jungen Herrn, der noch einen Kimono trägt, was ich persönlich ein wenig schade finde.
Ich war nur durch Zufall an die Information gelangt, dass “seijin no hi” statt findet. Und so ließ ich es mir nicht nehmen in die Stadt zu gehen. Ich hatte nicht recht eine Ahnung was mich erwarten würde und als ich ankam entdeckte ich nur ab und an ein paar herrliche gekleidete Frauen.
Man hatte mir noch den Hinweis gegeben, dass man sich am Besten in der Nähe von Fotogeschäften, Fotoautomaten aufhielte, denn dort zog es die frisch gekürten Erwachsenen hin, nachdem die offiziellen Zeremonien vorüber waren.
Durch puren Zufall fand ich eine solche Straße und hier gab es eine wahre Pilgerwanderungen und ich war völlig Begeistert und genoss die Zeit. Ich war auch froh, dass man mich sie fotografieren ließ und sogar für mich poste.
Ich hoffe meine kleine Sammlung an Fotos gibt einen Eindruck von der Farbenpracht und der Freude die ich an diesem Tag erleben durfte.
Irgendwie scheint mich das Thema Toiletten in Japan zu verfolgen. Doch es ist so einzigartig herrlich und angenehm in Japan, dass man es einfach Thematisieren muss.
Hier nun die Auflösung zum Thema, was ist der große Unterschied zwischen Abfalleimern und Toiletten.
Toiletten findet man wirklich überall (selbst ein Lebensmittel Supermarkt, ein Convenience Store/Nachbarschaftsladen besitzen einen – selbst wenn man nichts erwirbt kann man sie aufsuchen) und Menschen mit schwacher Blase brauchen sich in Japan wahrlich keine Sorgen machen, nicht rechtzeitig ein stilles Örtchen finden zu können. Bei Abfalleimern sieht das ganz anders aus. Dies ist eine zum Aussterben bedrohte Spezies. Es ist wirklich schwer solch ein Behältnis zu finden und dies gilt auch bei Veranstaltungen. Ich schleppe daher zumeist sehr lange meinen Abfall durch die Gegend, bis ich ihn irgendwann los werde.
Nach diesem Unterschied sind wir auch schon indirekt bei einer Gemeinsamkeit. Obwohl es keine Abfalleimer gibt, sind die Städte fast klinisch rein. Grundsätzlich kommt hier keiner auf die Idee seinen Müll in die Gegend zu schmeißen. Es ist beeindruckend.
Das Thema Sauberkeit gilt auch für Toiletten, selbst die vermeintlich schmutzigste Toilette ist immer noch so sauber, dass ich beeindruckt bin und erfreulicher Weise bekommt man auch oft die von mir so geschätzten Hightech-Toiletten geboten.
Ja, auch in Japan gibt es sie, die Billig-Friseure. Die 1000 Yen die man dort für eine Frisur ausgibt entsprechen etwa 8 Euro. Wenn man weiß wie schnell man in Japan 1000 Yen ausgibt, schätzt man diesen Preis noch als noch dramatisch besser ein, als in Deutschland.
Nun habe ich nur einen Friseur der 1000 Yen Kategorie kennengelernt, doch ich muss sagen ich bin beeindruckt, begeistert und ein großer Fan und das nicht nur wegen des Preises.
Mochi ist eines der traditionellen Speisen zu Neujahr. Doch auch über das Jahr bringt es japanische Augen zum Leuchten, wenn es um den Verzehr dieses Lebensmittels geht.
In den Beschreibungen und Übersetzungen wird Mochi gerne als Reiskuchen beschrieben, doch die Textur eines Kuchens ist völlig anders als die des Mochi. Aus diesem Grunde bin ich mir nicht sicher ob die Bezeichnung Reiskuchen diesem Produkt gerecht wird.
Ich habe lange darüber nachgedacht wie man es am Besten beschreibt und ich komme damit durchaus an meine Grenzen. Im Verzehr fertigen Zustand hat das Mochi, welches aus einem besonderen Reis zu einer leicht zähnen Masse verarbeitet wurde, und durch die Zubereitung zu Hause oder im Restaurant wieder diesen Zustand wiedererlangt.
Die Masse ist leicht süß und durch intensives Kauen auf der Masse wird tritt der süße Geschmack immer deutlicher hervor. Hierin mag sicherlich auch das Geheimnis des Produktes liegen, denn die modernen Süßigkeiten kannte man lange in Japan nicht und durch Mochi hatte man ab und zu einen süßen Genuss. So hat sich dieses Lebensmittel über die Jahrhunderte (min. 1000 Jahre) seinen Platz bei den Lieblingsspeisen der Japaner erobert.
Mochi begegnet einem bei allen möglichen Speisen, so auch bei typischen Japanische Süßwaren, Eis, in Suppen, Eintöpfen aber auch Gegrillt. Es gibt eine große Vielfalt an Angeboten.
Auf eine Gefahr sollte man vielleicht noch hinweisen, denn jedes Jahr sterben einige Leute beim Verzehr dieses Lebensmittels. Es ist wahrlich nicht giftig, sondern eher gesund, doch die Gefahr besteht in seiner etwas zähen Konsistenz. Man sollte stets nur kleine Bissen verzehren. Fallen die Stücke zu groß aus, kann es vorkommen, dass man beim Schlucken Probleme bekommt und unter Umstanden Erstickt, da sich die Masse in die länge zieht und die Atemwege verschließt. Ich muss gestehen ich habe immer großen Respekt davor, schaffe es aber trotzdem regelmäßig mich etwas in kleinere Schwierigkeiten zu bringen.
Nicht nur das Wetter ging bergab, auch mit meiner Gesundheit stand es wieder nicht zum Besten. Was mich da so genau heimgesucht hat, weiß ich nicht, doch schwächelte ich erheblich rum. Der üble Regen draußen motivierte mich somit nicht wirklich mich in Bewegung zu setzten.
Gegen Mittag entschied ich mich trotzdem, dass wir uns nach draußen wagen sollten. Der Wunsch “Gundam” eine riesige Roboterstatue sehen zu können, motivierte mich etwas. Ich hatte schon so viele Fotos von ihr gesehen und diese Fotos hatten mir so gut gefallen, dass ich den Roboter sehen wollte.
Bis vor unserer Abreise nach Japan war nicht sicher, ob die Statue in Tokyo sein würde, denn sie wanderte etwas durchs Land. Doch aktuell hat man der Statue wohl einen festen Platz auf einer der Tokyoer künstlichen Inseln zugestanden und so war auch für mich ein Besuch möglich und den wollte ich nicht versäumen.
Da wir auf Grund meines Unwohlseins der Rush-Hour ausgewichen waren, ließ sich die Fahrt mit den div. Zügen durchaus genießen, wenngleich so richtig leer war keiner der Züge.
Als wir unser Ziel erreichten, hatte es sich so richtig eingeregnet und zudem stürmte es etwas, so dass uns der Regen schön um die Ohren gepeitscht wurde. Trotz dieser Widrigkeiten, war ich wahrlich beeindruckt, als ich die Statue von Gundam das erste Mal zu sehen bekam und dies Besonders im Kontrast zu dein Ameisen klein wirkenden Menschen zu seinen Füßen.
Ich gebe zu lange genossen wir den Anblick nicht, denn das Wetter war zu übel und ich wollte meine neue Kamera nicht gleich im ersten Urlaub schrotten. So ging es in das anliegende Shopping Center, wo wir uns unser Mittagessen schmecken ließen.
Als der Regen allem Anschein nach kurz etwas nachließ, traute ich mich nochmals kurz vor die Tür, doch es schien als habe der Regen auf mich gewartet denn schon kurze Zeit später öffneten sich die Himmelstore wieder und entließ einen Schwall an Wasser.
So verlebten wir den Nachmittag im Shopping Center was für mich nur bedingt interessant war.
Im Nachbargebäude zum Shopping Center befand sich eine der größten Fernsehstationen Japans und da wir schon mal dort waren, besuchten wir das Gebäude gleich einmal. Nun gab es dort nicht so viel was ich kannte, doch Eri traf auf viele alte Bekannte und ich hatte den Eindruck, sie hatte durchaus Freude daran. Was ich wirklich nachvollziehen konnte.
Das Wetter machte keine Anstalten sich zu verbessern und es war mittlerweile ohnehin dunkel geworden, also zogen wir es vor wieder in Richtung Hotel zu fahren. Doch erwischten wir dabei die ersten Ausläufer der Rush-Hour, was bedeutete die Bahnen wurden voll, aber man konnte durchaus noch atmen. Doch ich glaubte eine Vorstellung zu erhalten, was die Rush-Hour bedeuten könnte … Ach, wie naive ich doch war 🙂 … Ich bekam meine Lektion zwar nicht mehr an diesem Tag, doch sie kam.
Ich hatte schon einmal etwas zum Thema Onigiri geschrieben, doch es gab nur ein paar Fotos. Heute wollte ich einfach mal praktisch zeigen wie man so ein Onigiri fachgerecht auspackt. Viel Spass.
Schon in Nagoya hatte man uns auf den Umstand hingewiesen, dass man für Tokyo den ersten Schnee erwartet. Auch für heute, unseren ersten Ausflugstag in die Stadt, war das Schneerisiko ein großes Thema. Man riet und intensiv ab, große Strecken zu fahren, denn wenn der Schnee kommen würde, würden wir hoffnungslos feststecken.
Somit warfen wir die Pläne für diesen Tag über den Haufen und fuhren ins nahe gelegene Stadtviertel Asakusa, um dort den Sensō-ji Tempel aufzusuchen. Eines der hervorstechendsten Erkennungsmerkmale, sollte eine riesige Papierlampe sein und ich war gespannt wie groß diese nun wirklich war.
Die Fahrt nach Asakusa stellte sich als extrem einfach heraus. Hätten wir uns dem offiziellen Streckennetzplan überlassen, wäre eine etwas komplizierte und sicherlich lange Fahrt herausgekommen. Doch an der Rezeption des Hotels wurde uns verraten, dass es eine Bahnlinie gab, die uns auf direktem Wege nach Asakusa brachte. So war es dann auch. Gerade mal zwei Haltestellen waren es, bis wir unser Ziel erreichten. Zudem war dieser Zug nicht so voll, wie ich es zuvor schon erleben durfte und dafür war ich wirklich dankbar.
Nach unserer Ankunft musste ich ersteinmal feststellen, dass es viel zu warm war, als dass es nach meiner Meinung heute noch beginnen würde zu schneien. Doch ich wollte mich gerne überraschen lassen.
Bevor es zum Tempel ging, liefen mir etwas durch die angrenzenden Einkaufspassagen, die allerlei kleine Läden aufboten und es durchaus spannend machte dort ein wenig zu verharren. Ich stellte zudem fest, dass die Anzahl an Menschen die unterwegs waren wirklich angenehm war und das schob ich au das durchwachsene Wetter. Als wir jedoch das direkte Einzugsgebiet des Tempels erreicht nahm die Besucheranzahl schlagartig zu und es galt mal wieder ja auf der richtigen Seite der Straße zu bleiben und sich mit der Menge zu bewegen.
Alsbald erreichten wir das Zugangstor der Tempelanlage mit seiner wirklich gewaltigen Papierlaterne. Dass diese großes Aufsehen erregte, konnte ich nachvollziehen auch mich beeindruckten deren Diminsionen. Wirklich in Ruhe genießen konnte man den Ort jedoch nicht, denn es herrschte ein großes Treiben und Gewusel. Es war durchaus eine Herausforderung an ein brauchbares Foto zu kommen. Doch ich hatte Spaß an der Situation, besonders das Beobachten der anderen Touristen und deren Aktivitäten des Erinnerungsfoto schießen war spannend.
Alsbald überließen wir uns wieder dem Menschenstrom und trieben langsam dem eigentlichen Tempel entgegen. Dabei beobachtete ich mit wachsendem Interesse die Leute um mich herum und empfand es als sehr unterhaltend, wie unterschiedlich die Leute diesen Ort erlebten.
Kurz vor dem Tempelgebäude erreichten wir ein weiteres Tor mit einer ebenso großen Laterne wie die zuvor gesehene. Es war wirklich toll.
Kurz nach dem Tor erreichten wir einen Stelle an der die Leute ihre Räucherstäbchen aufstellen konnten, um dann den Rauch, der wohl als Verbindung in die Götterwelt dient, einzuatmen und so Energien in sich aufzunehmen.
Zum schmunzeln gab es hier tatsächlich etwas. Es waren wirklich sehr viele Menschen unterwegs und so mit wurden auch extrem viele Räucherstäbchen platziert. Damit dies zu keinem Problem führte und auch immer genügend Platz gab, hatte man einen Mann abgestellt, der dort immer die Stäbchen zusammen kehrte und versuchte ordnungsgemäß zu verbrennen. Der arme Kerl stand regelmäßig in heftigsten Rauchschwaden und man sah ihm an, dass er damit durchaus zu kämpfen hatte. Er tat mir schon ein bisschen leid, wenngleich sein Mienenspiel mir durchaus das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zauberte.
Ich war erstaunt als ich schließlich in den inneren Bereich des Tempels trat, dass dort weniger Menschen anzutreffen waren, als es draußen zu vermuten galt. Ich fand es toll und genoss meine Zeit in dem Gebäude einmal mehr.
Als wir wieder ins Freie traten, begann es zu regnen. Es machte auch keinen Anschein, dass es irgend wann einmal zu schneien anfangen würde. Irgendwie hatte ich gehofft ein wenig von dem Chaos in der Stadt erfahren zu können, doch wer weiß wofür es gut war, dass es uns erspart blieb.
Das Tageslicht begann sich mittlerweile auch langsam zu verabschieden und so setzten wir uns langsam wieder in Richtung Hotel in Bewegung, doch nicht um zuvor noch die “goldene Scheiße” – Entschuldigung so nennt es der Volksmund – zu betrachten.
Eigentlich hatte eine Firma die Bier herstellt ein Schmuckes Gebäude errichtet, welches ein Bierglas, inklusive Bier, Schaumkrone und einer goldenen Flamme darstellen sollte. Ok, ich hatte nicht die Fantasie das zu erkennen, ich hatte erst die Erklärungen aus dem Internet benötigt um dieses Gebilde zu erkennen.
Es war dann die Flamme, die dien wenig schmeichelhaften Namen verpasst bekommen hat und irgendwie passte es auch.
Leider nahm der Regen weiter zu und somit unser Verlangen uns die Umgebung weiter anzusehen, deshalb entschieden wir uns, den Rückweg zum Hotel noch etwas zu beschleunigen und so erreichten wir recht früh wieder unsere Unterkunft.
Der Beginn des Neujahr (Wikipedia) ist für den Japaner wahrlich ein besonderes Ereignis. Es ist die große Zeit der Familienzusammenkünfte, ähnlich wie Weihnachten in Deutschland. Doch habe ich gelernt, dass man den Übergang ins neue Jahr ganz anders verbringt, als ich es z.B. aus Deutschland gewohnt bin.
Die Vorbereitung auf das Neujahr, besteht zum einen aus den Umfangreichen Vorbereitungen was das Essen angeht. Daran wird durchaus sehr lange gekocht und vorbereitet und dieses Essen wird dann auch gleich über mehrere Tage genossen, so dass man sich in der Zeit des Jahresbeginn nicht ums Essen kochen zu kümmern braucht.
Der andere Teil der Vorbereitung besteht sicherlich auch darin, heim zu seien Lieben zu fahren. Diese Fahrten beschränken sich auf vielleicht 1-2 Tage und bei 120 Millionen Japanern kann man sich vielleicht ein wenig vorstellen was dies für alle Transportwege bedeutet.
Ich muss gestehen, man kann es sich nicht vorstellen was es bedeutet, wenn diese Massen sich in Bewegung setzten. Das muss man erlebt haben, um es zu verstehen und um sicherlich froh zu sein, dass man es im Normalfall nicht erleben muss.
Der eigentliche Übergang vom alten ins neue Jahr verläuft auch anders. Es gibt kein Geknalle und Geballer, sonders es ist ruhig und sehr besinnlich. Es wird Rückschau auf das vergangene Jahr gehalten, zumeist auf die dramatischen Ereignisse.
In der Nacht besuchen viele Menschen einen Schrein und erleben dort den Übergang. Der mit 108 Glockenschlägen eingeleitet wird. Dabei erklingen 8 im alten und 100 im neuen Jahr. Mit den Glockenklängen werden 108 schlechte Begierden (Hass, Habsucht, Eifersucht …) vertrieben, so dass ein freier Start ins neue Jahr beginnen kann.
Den 1. Januar verlebt die Familie gemeinsam. Es wird zusammen in einen Schrein gegangen und natürlich auch gemeinsam gegessen. Dabei spielt Mochi eine große Rolle. Ich werde versuchen später einmal etwas zu Mochi zu sagen, denn die offiziellen Beschreibungen im Internet sind nicht wirklich zutreffend. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Produkt angemessen beschreiben werden können.
Den Besuch eines Schreins haben auch Eri und ich unternommen. Eigentlich gehört dieser Schrein zu den nicht sehr gut besuchten, doch für die Neujahrzeit änderte sich das sehr. So ließen wir uns nur mit den Massen treiben und versuchten so gut wie möglich den Ort zu erleben.
Zu Beginn ging es an alle den kleinen Ständen vorüber, die zumeist irgendwelche Leckereien feil boten. Vielleicht hat es der ein oder andere schon bemerkt, dass eine Reise nach Japan auch immer eine Reise in die kulinarische Vielfalt des Landes darstellt. Essen ist immer und überall sehr wichtig und der regionale Stolz auch ein bestimmtes Produkt ist sehr ausgeprägt und so ist es eher üblich etwas zu Essen von seiner Reise mitzubringen, als eine Postkarte zu versenden.
Irgendwann erreicht man den Schrein, wo man eine kleine Finanzielle Opfergabe entrichtet, um dann seinen Wunsch zu äußern.
Da bei einem Ereignis wie das Neujahrfest sehr viele Leute unterwegs sind, ist es manches Mal nicht möglich bis zum eigentlich Schrein und dem Ort der Opfergabe vorzudringen. Doch dafür wurde entsprechend Vorbereitet. Die Anlage wurde so angepasst, so dass man sein Geld auch aus größerer Entfernung werfen kann, und sicher den Opferstock erreicht. Ich gebe zu das wirkte manchmal etwas bizarr.
Dieser Opfergabe folgt zumeist der Erwerb eines Art “Horoskop”, welches man im Art Losverfahren ersteht. Nach dem Erwerb wird es ausgiebig studiert und ist es eine schöne Vorhersage, wird der Zettel sorgsam verstaut und aufgehoben. Entspricht die Vorhersage nicht dem, was man sich vorstellen mag, wird das Stückchen Papier an der entspr. Stelle angebunden und schon ist man diese Vorhersage wieder los und man braucht sich keine Sorgen wegen der Aussagen machen.
So spannend dieser Besuch auch war, ich persönlich war jedes Mal froh, wenn ich den Massen wieder entrinnen konnte. Doch da insgesamt Japan frei hat, sind auch die anderen Örtlichkeiten alle schnell voll.
Das Ende der Neujahr Feierlichkeiten besteht sicherlich darin, dass die ganzen 120 Millionen Japaner alle wieder zurück nach Hause reisen. Also die nächste extreme Reisewelle ist zu überstehen.
Die Regeln die in einem Gemeinschaftsbad oder Onsen sind sehr klar umrissen und unterscheiden sich durchaus von dem wie man z.B. in Deutschland sich in solchen Umgebungen verhält. So sind die Fallstricke durchaus reichlich, um durchaus sehr unangenehm aufzufallen.
Ich will einmal Versuchen den Ablauf etwas zu umreisen, doch da ich selber absoluter Anfänger auf diesem Gebiete bin, mag man mir verzeihen wenn meine Beschreibung nicht alle Aspekte vollständig abdeckt. Vielleicht sollte man noch andere Quellen für das richtige Verhalten studieren.
Wie fast jeder gehört haben sollte, entledigt man sich beim Betreten einer japanischen Wohnung seine Straßenschuhe und schlüpft in Pantoffeln. Dies gilt auch für öffentliche Einrichtungen z.B. Schulen oder wie hier dem Onsen oder Gemeinschaftsbad.
Hat man unbeschadet den Umkleidebereich erreicht, was u.U. etwas schwierig ist, denn man sollte durchaus den richtigen Gang zur Männer o. Frauen Umkleide wählen, was u.U. wegen der verwendeten japanischen Schriftzeichen für den Unkundigen Rätsel aufgeben kann, entledigt man sich vollständig seiner Kleidung und verschließt diese in einem Schließfach oder legt alles in ein Körbchen.
Von dort geht es in jenen Bereich in dem man seine Körpereinigung vornimmt. Es gibt dort zumeist kleine Plasikhöckerchen und auf diese setzt man sich vor einer Dusche und reinigt sich ausgiebig.
Sollte die Gefahr bestehe, da die Anlage sehr klein ist, hat man peinlichst darauf zu achten, dass kein Wasser oder gar Duschseife ins eigentliche Bad gelangt.
Das Ende dieser Reinigung sollte darin bestehen, dass man sich jeglicher Seife- oder Schaumreste entledigt hat. Es geht nicht, dass man davon etwas ins eigentliche Bad mitschleppt.
Wer ein kleines Handtuch gebracht hat und dieses ebenfalls für die Reinigung, abwischen von Schweiz während des Badevorgangs, verdecken der Genitalien bei Tatoo, verwendet hat, wäscht es aus und deponiert es fachgerecht auf dem Kopf, damit nicht die Gefahr besteht, dass es in Berührung mit dem Badewasser kommt.
Danach kann man sich ruhigen Gewissens seinem Bad im heißen Wasser überlassen und es genießen.
Nach dem Abschluss des Badevorgangs muss man sich ordentlich abtrocknen, bevor man den Weg zum Umkleidebereich antritt.
Ich denke wer sich an diese Regeln hält kann einem wirklich entspannten und angenehmen Aufenthalt in einem Onsen oder Gemeinschaftsbad entgegensehen.
Ach ja: Das ganze funktioniert ebenso im eigenen Haus, wenn man gemeinsam ein Bad verwendet. Die Ausstattung im Haus oder Wohnung entspricht von der Kombination dem was man im Onsen oder Gemeinschaftsbad vorfindet.
Update ..
Da ist mir doch glatt ein noch besseres Hinweisschild über den Weg gelaufen, welches das Verhalten im Onsen erklärt. Es war zwar etwas trickreich an das Bild zu kommen, doch hier ist es …
Vor Reiseantritt hatte mein Fotoapparat seinen Geist aufgegeben und auch der Versuch einer Reparatur war nicht wirklich mit Erfolg gekrönt. Also musste ein neuer Fotoapparat her. So weit, So gut … Leider folgte dieser Beschaffung der Kauf neuer Speicherkarten und hieraus erfolgte mein urlaublicher Alptraum.
Zwar hatte ich zu Hause schon lustig fotografiert, Bilder auf meinen Rechner übertragen und bearbeitet, doch dies mit meinem Heimarbeitsplatz. Die Reise führte ich jedoch mit meinem Netbook durch und dies ist schon etwas betagter und war mit einem älteren Betriebssystem ausgestattet als der besagte Arbeitsplatz zu Hause.
Als ich nun in Osaka in meinem Zimmer saß, meinen Speicherkartenleser anschloss und die Speicherkarte darin versenkte, merkte ich sehr schnell, dass ich auf die Karte nicht zugreifen konnte. Es war nichts zu machen. Eine gewisse Panik stieg in mir auf.
Aus lauter Verzweiflung, schloss ich schließlich die Kamera selber an mein Rechner an, kam hier zwar an die die Daten, jedoch nur an meine im JPG Format aufgenommen Fotos. Dies war zwar eine kleine positive Aussicht, doch meine RAW Bilder (also die Bilder, die wesentlich mehr Informationen enthalten) verlieren zu müssen war nicht sonderlich verlockend.
Das Studium des deutschsprachigen Internets brachte hervor, dass es nur am Kartenleser liegen müsse. Ich hatte so meine Zweifel, denn der meinige war ebenfalls gerade erst beschafft. Dennoch besorge ich einen neuen Leser und dabei machten wir den Verkäufer durchaus etwas verrückt, denn wir bestanden darauf, dass es das absolut neuste Modell sein sollte 🙂
Natürlich brachte diese Beschaffung keine Verbesserung der Situation. Also nochmal ins Internet und auf den englischsprachigen Seiten gesucht. Dort wurde empfohlen ein Update des Betriebssystems durchzuführen.
Also Treiber besorgt und installiert. Tatsächlich brachte es den gewünschten Erfolg und ich konnte wie gewohnt auf meine Daten zugreifen. Welch ein Stein mir vom Herzen fiel, mag man sich wohl kaum vorstellen.
Als Ergebnis dieser kleinen Katastrophe, bedeutet es für mich, in Zukunft wirklich alles vor der Reise einer Prüfung zu unterziehen, um solche Überraschungen in Zukunft zu vermeiden.
Nun könnt Ihr und ich mich auf hoffentlich schöne Fotos von dieser Reise weiterhin freuen.
Ich war einigermaßen erschrocken, als ich erfuhr, dass genau dann ein Orkan über Nord-Deutschland einbrechen sollte, als meine Reise nach Japan beginnen sollte.
Je mehr ich von den Ausmaßen des Orkans (Orkan Xaver)hörte, um so mehr Sorgen machte ich mir. Es half auch nicht, beim Reisebüro anzurufen oder die Abflüge vom Berliner Flughafen zu beobachten. Im Grunde lief es darauf hinaus zum Flughafen zu fahren und abzuwarten was passieren würde. Ich fragte mich, warum mich solches Ungemach bei all meinen Reisen nach Japan verfolgte, denn erst war es ein Vulkanausbruch in Island, dann der Atomunfall in Japan und jetzt der Orkan. Ich überlegte, was diese Regelmäßigkeit an außergewöhnlichen Ereignissen zum Reisebeginn bedeuten soll. Ich entschied mich, dass es keine Bedeutung haben sollte, doch es blieb dabei dass es den Reisebeginn etwas unangenehm würzte.
Irgendwann machte ich mich schließlich auf zum Flughafen und das Wetter zeigte sich noch von seiner nicht so unangenehmen Seite. Nachdem ich mich jedoch am Flughafen eingecheckt und es mir gemütlich gemacht hatte, brach es draußen los. Es gab heftige Sturmböen und es schien auch zu Schneien begonnen zu haben
Als mir während des Wartens ein Weihnachtsmann und sein Engel begegneten, nahm ich dass als ein positives Zeichen und irgendwie sollte ich Recht behalten.
Bis mein Flug schließlich Berlin verlassen konnte, verging einiges an Zeit und mit etwa 50 minütiger Verspätung hob der Flieger vom Flughafen ab. Rechnete ich von jetzt an die Flugzeit hinzu und betrachtete den Zeitpunkt meines Einsteige-Zeitpunkt ich den Flieger nach Japan, stellte ich fest, dass sie gleich waren. Dies beruhigte mich wirklich. Auch das Schütteln des Fliegers ließ meine Zuversicht für einen reibungslosen Umstieg nicht wachsen.
Beeindruckt war ich jedoch von den Flugbegleitern, die trotz des sehr wilden ritt durch die Lüfte Essen und Getränke austeilten.
Istanbul erreichten wir etwas früher, als ich errechnet hatte. Doch auch so hatte ich nur 20 Minuten für meinen Umstieg. So nahm ich meine Beine in die Hand und stürmte los.
Das erste Mal wurde ich aufgehalten, als ich in die Nähe einer Personenkontrolle kam. Hier sollten die Passagiere die Flugkarten für den Weiterflug vorzeigen. Die Gruppe vor mir, verstanden nicht was man von ihnen wollte und so brach eine kleine Diskussion aus und ich wurde zunehmend Unruhiger. Als das Palaver kein Ende nahm. Ich rief schließlich, dass ich nur noch 10 Min. bis zum Boarding hätte und durfte überholen.
Relativ schnell brachte ich die Personenkontrolle hinter mich, nahm mir dann aber keine Zeit wieder meinen Gürtel in die Hose zu fädeln oder die Schuhe zu schnüren. Es ging nur darum so schnell wie möglich mein Gate zu erreichen.
Natürlich verlief ich mich kurz, da ich eine Abzweigung verpasste, doch das hielt mich nur kurz auf und ich mochte es kaum glauben, genau zum Boarding erreichte ich mein Gate.
So Glücklich ich war pünktlich angekommen zu sein, um so erschrockener war ich, als ich die Schlange beim Gate sah. Es waren etwa 150-180 japanische Schüler. Jetzt verstand ich auf einen Schlag, warum die Maschine so brechend voll erschien, als ich meinen Online Checkin (Platzreservierung) vornahm. Als Ergebnis dieser Massen stellte sich der Flieger wirklich bis auf den letzten Platz ausgebucht heraus, was für mich und meinen Sitzplatznachbarn wirklich nicht so angenehm war.
Irgendwie schaffte ich es mir es trotzdem dem Flug zu überstehen. Fotos vom Essen konnte ich aber nicht machen, denn die Nahrungsaufnahme war eine Herausforderung. denn wenn ich das Tablett herunterklappte, auf dem ich mein Essen abzustellen hatte, schaffte es dieses Tablett nie in die Waagrechte, sondern wurde es in einem 45 Grad Winkel auf meinem Bauch gehalten. Das Abstellen des Essens war wirklich nicht so spaßig. Doch kannte ich diesen Zustand und ich hatte ich schon meine Techniken entwickelt, trotzdem Essen zu können.
Irgendwie war ich froh, als die rund 12 Std. Flug vorüber waren. Hier erwies es sich als gut, dass so viele Japaner im Flieger waren, denn so war die Schlage am Einreiseschalter für Ausländer extrem kurz und ich brachte diesen Punkt erstaunlich schnell hinter mich.
Auf mein Gepäck musste ich lang warten. Ich wollte dieses Mal versuchen einer Gepäckkontrolle zu entgehen und stellte mich an jene Schlange, die nichts zum Verzollen hatte, doch da hatte ich die Rechnung ohne den japanischen Zoll gemacht. Höflich aber bestimmt wurde ich gebeten mein Gepäck zu öffnen und die Innereien meines Koffers zu offenbaren. Schnell sah der Zollbeamte aber ein, dass es die Mühe nicht wert war.
Damit war Japansicher Boden erreicht. Ich wurde von Eri in Empfang genommen und dann begannen wir unsere Fahrt nach Osaka, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen wollten.
Nach nun rund 2 Jahren geht es wieder auf Reisen und wie die Überschrift schon zeigt, wird mein Ziel erneut Japan sein.
Im Gegensatz zu meinen vorherigen Aufenthalten wird dieses Mal einiges an Reiseaktivitäten auf dem Programm stehen. Neben Tokyo wird die Insellandschaft der Ostküste erkundet, es geht aber auch in die japanischen Alpen. Also Abwechslung ist angesagt.
Zudem ist es das erste Mal für mich dass ich vielleicht den Herbst aber auf jeden Fall den japanischen Winter erleben werde. Ich hoffe, dass es mir nicht all zu kalt werden wird.
Auch entrinne ich dem Trubel des Silvester. Stattdessen werde ich den ruhigen und besinnlichen Beginn des neuen Jahresbeginns erleben dürfen.
Auch wenn die ersten 3 Wochen der Reise schon bis ins kleinste Detail geplant und gebucht sind, so ungeplant sind die Reisevorstellungen und –Vorbereitungen für die zweite Hälfte der Reise. Also es gibt alle mal viel zu erwarten und ich hoffe, dass meine Fotos und Berichte Euch in das Abenteuer Japan fesselnd einbeziehen.
Noch ein bisschen Geduld, doch in Kürze gibt es wieder Futter zum Lesen und hoffentlich genießen.