Japan – Gut zu Wissen – Zwischen Kami und Erleuchtung – das heilige Pferd

Seit frühester Zeit gelten Pferde in Japan als außergewöhnlich reine und kraftvolle Wesen. Ihre Schnelligkeit, Stärke und Sensibilität ließen sie als Tiere erscheinen, die zwischen der Welt der Menschen und der Götter vermitteln können. Man glaubte, dass Pferde Gebete schneller zu den himmlischen Mächten tragen als jedes andere Lebewesen. Besonders weiße Pferde galten als Zeichen göttlicher Reinheit und wurden mit Regen, Fruchtbarkeit und Schutz in Verbindung gebracht. Dass dem Pferd in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zukommt, verstärkt diese alte Symbolik: Es ist ein Jahr, das mit Bewegung, Aufbruch, Energie und innerer Kraft verbunden wird – Eigenschaften, die dem Pferd seit Jahrhunderten zugeschrieben werden. Japan – Gut zu Wissen – Zwischen Kami und Erleuchtung – das heilige Pferd weiterlesen

Japan – Gut zu Wissen – Traditionelle japanische Laterne die Tōrō (灯篭)

Ein Toro (灯篭) ist eine traditionelle japanische Laterne, die seit Jahrhunderten in Tempeln, Schreinen und Gärten verwendet wird. Ursprünglich kamen diese Laternen aus China nach Japan und verbreiteten sich dort gemeinsam mit dem Buddhismus. Anfangs dienten sie vor allem praktischen Zwecken: Sie beleuchteten Wege, Tempelvorhöfe und Eingänge und wurden gleichzeitig als Opferlichter genutzt. Das Licht galt dabei als Symbol der Erleuchtung und Weisheit, die die Dunkelheit des Unwissens vertreibt. Japan – Gut zu Wissen – Traditionelle japanische Laterne die Tōrō (灯篭) weiterlesen

Japan – Gut zu Wissen – Shimenawa Heilige Strohbänder (注連縄)

Shimenawa sind heilige Strohbänder, die man oft in Japan sieht, vor allem an Orten, die als besonders oder göttlich gelten. Das Wort „Shimenawa“ bedeutet wörtlich „abgesperrtes Seil“ und wird aus Reisstroh oder Hanf gefertigt. Es ist ein zentrales Symbol im Shintoismus, der traditionellen Religion Japans.
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Japan – Gut zu Wissen – Chōchin-Obake (Laternen Geist)

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Ich machte einen grandiosen Spaziergang in Kyoto und besuchte durch Zufall den Tempel Jofukuji Tempel (浄福寺), wo ich ein überraschendes Erlebnis hatte.

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Japan – Gut zu Wissen – Tengu mit der langen Nase Version

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Der Tengu mit der langen Nase, oft als Konoha-Tengu (木葉天狗) oder Dai-Tengu (大天狗) bezeichnet, ist die wohl bekannteste Darstellung dieses mystischen Wesens. Diese Form des Tengu ist weniger tierisch und stärker menschlich geprägt, wobei die auffallend lange Nase zu einem seiner markantesten Merkmale wurde. Sie symbolisiert Stolz, Stärke und Überlegenheit, aber auch die Gefahr von Arroganz und Hochmut.

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Japan – Gut zu Wissen – Kreative Gestaltung von Zügen

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In Japan wird großer Wert auf die kreative Gestaltung von Zügen gelegt, was das tägliche Pendeln und Reisen zu einem unterhaltsamen Erlebnis macht. Selbst Standard-Züge wirken oft sehr eindrucksvoll.
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Japan – Gut zu Wissen – Haniwa-Figuren (埴輪)

Haniwa-Figuren sind Tonfiguren, die im alten Japan während der Kofun-Zeit (ca. 250–538 n. Chr.) hergestellt wurden. Der Begriff „Haniwa“ bedeutet wörtlich „Tonring“, was sich auf die ursprüngliche Form der Figuren bezieht. Diese hölzernen Figuren wurden später aus Ton gefertigt und dienten verschiedenen Zwecken in den Gräbern der Adelsklasse.
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Japan – Gut zu Wissen – Zinnoberrot

Viele Sehenswürdigkeiten in Japan, insbesondere Schreine und Tempel, sind rot (Zinnoberrot), weil diese Farbe in der traditionellen japanischen Architektur eine besondere Bedeutung hat. Rot gilt in der japanischen Kultur als eine Farbe, die Glück, Schönheit und Lebenskraft symbolisiert. Darüber hinaus wird Rot oft mit dem Shintoismus und dem Buddhismus in Verbindung gebracht, den beiden Hauptreligionen Japans, und wird häufig in ihren Schreinen und Tempeln verwendet. Japan – Gut zu Wissen – Zinnoberrot weiterlesen

Japan – Gut zu wissen – Fukumimi (Kräftige Ohrläppchen)

Fukumimi, auch bekannt als „Kräftige / Pralle Ohren“, bezieht sich auf Ohren mit großen und kräftige Ohrläppchen, die als Glückszeichen gelten. Es wird gesagt, dass sie Glück und Reichtum bringen.

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Japan – Gut zu Wissen – Gacha Gacha (Capsule Toy)

Wer nach Japan kommt, dem werden die Gacha Gacha (ebenfalls verwendete Bezeichnungen sind „Gachapon„, „Gashapon„, „Gacha“, „Capsule Toy“) Automaten, die man auch als Spielzeugautomaten bezeichnen könnte, sehr schnell auffallen.

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Japan – Gut zu Wissen – Torii

Wer nach Japan reist, kommt immer wieder mit Torii in Berührung und findet auch einige, die sehr berühmt, schön oder ungewöhnlich sind. Dass sie auch eine wichtige Bedeutung haben, wird einem beim Durchschreiten klar. Ich entdecke auch eine ungewöhnliche Verwendung von Torii-Bildern.

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Japan – Gut zu Wissen – Shinkansen (新幹線)

Das Reisen mit dem Shinkansen ist in Japan sehr bekannt, praktisch und schnell. Obwohl ich schon so oft in Japan war, habe ich diesen Zugtyp nur sehr selten benutzt. Nur wenn ich etwas weiter im Land unterwegs war, war es für mich selbstverständlich, damit zu fahren. Dieses Mal hatte ich mir aber den „Japan Rail Pass“ gegönnt und dadurch war die Nutzung des Shinkansen sehr umfangreich und das nicht nur für Langstrecken, sondern auch für Kurzstrecken.

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Japan – Gut zu Wissen – Friedhof & Bestattung

Ich entdecke regelmäßig Friedhöfe wenn ich in Japan unterwegs bin. Meinen Lieblings-Friedhof gibt es in Koyasan, der sehr traditionell ist und wunder schön aussieht. Die normalen Friedhöfe unterscheiden sich optisch deutlich von ihm und auch von deutschen Friedhöfen, doch auch sie finde ich sehr schön.

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Japan – Gut zu Wissen – Wer ist Daruma

Wenn ich in Japan Tempel besuche, sehe ich so oft diese kleine rote Kugel mit einem Gesicht darauf. Für mich war es ein hübsches Köpfchen, mal mit, mal ohne oder nur mit einem Auge. Ich mochte es immer, aber was es war, konnte ich nicht so recht erfassen, und so war ich froh, als ich erfuhr, dass es Daruma war, und es war spannend, sich damit zu beschäftigen und seine Bedeutung herauszufinden.
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Japan – Shokuhin-Sanpuru – Leckeres Essen aber alles Plastik

Auch wenn das Lesen in Japan durchaus etwas kniffelig ist, doch beim Restaurantbesuch kann man sich wahrlich herrlich behelfen, in dem man sich die Auslagen vor einem Restaurant ansieht.

Dort findet der geneigte Besucher sehr lecker präsentierte Beispiele der angebotenen Speisen. Doch was sich erst auf den zweiten Blick offenbart ist, dass diese Beispiele reine Plastik- / Wachsabbilder (Shokuhin-Sanpuru) der angebotenen Speisen sind und trotzdem kann man sich oft nicht erwehren, dass einem schon jetzt das Wasser im Munde zusammen läuft.

Die Produktion dieser Abbildungen wurden wahrlich zu einer Kunstfertigkeit gebracht, die ich bemerkenswert finde und so kosten diese Beispiele so manches Mal ein Vielfaches dessen, was die eigentlichen Speisen kosten.

Hier ein paar Beispiele aus der riesigen Palette an Produkten …

 

Japan – Gut zu Wissen – „White Day“ & Valentinstag

wdEigentlich wollte ich schon ein paar Worte zum japanischen Valentinstag schreiben, denn das ist durchaus spannend und so ganz anders als in anderen Ländern, doch irgendwie hatte ich es nicht hinbekommen. So nutze ich die Gelegenheit, das Gegenstück zum Valentinstag, den so genannten „White Day„, um beide Tage und Gebräuche etwas zu beleuchten.

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Japan (2013/14) – Kobe – “seijin no hi” – Tag der Erwachsenen

20140113_034823_IMG_5770_ji Wie überall in der Welt werden aus Kindern Jugendliche und schließlich Erwachsene. In Japan wird dies besonders begangen und dieser Tag nennt sich “seijin no hi”.

An diesem Tag feiern man den Übergang zum Erwachsen werden, die zwischen April des Vorjahres und April des akt. Jahres das 20. Lebensjahr vollenden.

Zu diesem Anlass gibt es eine große Zeremonie bei der die jungen Leute auf die Verantwortung des erwachsen seins Hingewiesen werden.

Als Ausdruck dieses besonderen Anlasses, tragen die jungen Frauen teure traditionelle Kimonos und die jungen Männer zumeist schwarze Anzüge. Nur ab und zu sieht man einen jungen Herrn, der noch einen Kimono trägt, was ich persönlich ein wenig schade finde.

Ich war nur durch Zufall an die Information gelangt, dass “seijin no hi” statt findet. Und so ließ ich es mir nicht nehmen in die Stadt zu gehen. Ich hatte nicht recht eine Ahnung was mich erwarten würde und als ich ankam entdeckte ich nur ab und an ein paar herrliche gekleidete Frauen.

Man hatte mir noch den Hinweis gegeben, dass man sich am Besten in der Nähe von Fotogeschäften, Fotoautomaten aufhielte, denn dort zog es die frisch gekürten Erwachsenen hin, nachdem die offiziellen Zeremonien vorüber waren.

Durch puren Zufall fand ich eine solche Straße und hier gab es eine wahre Pilgerwanderungen und ich war völlig Begeistert und genoss die Zeit. Ich war auch froh, dass man mich sie fotografieren ließ und sogar für mich poste.

Ich hoffe meine kleine Sammlung an Fotos gibt einen Eindruck von der Farbenpracht und der Freude die ich an diesem Tag erleben durfte.

 

Japan (2013/14) – Der 1000 Yen Friseur

P1091020_ji Ja, auch in Japan gibt es sie, die Billig-Friseure. Die 1000 Yen die man dort für eine Frisur ausgibt entsprechen etwa 8 Euro. Wenn man weiß wie schnell man in Japan 1000 Yen ausgibt, schätzt man diesen Preis noch als noch dramatisch besser ein, als in Deutschland.

Nun habe ich nur einen Friseur der 1000 Yen Kategorie kennengelernt, doch ich muss sagen ich bin beeindruckt, begeistert und ein großer Fan und das nicht nur wegen des Preises.

Besonders beeindruckt hat mich die Sauberkeit. Doch von Anfang an. Japan (2013/14) – Der 1000 Yen Friseur weiterlesen