Eigentlich hätte ich in diesem Jahr den Danjiri Matsuri Umzug in Nada nicht miterleben können, denn er war genau auf den Zeitraum festgelegt, in dem ich mich in Tottori befand. Doch war das Wetter am geplanten Termin so schlecht, dass man die Veranstaltung verlegt hatte und ich dadurch doch in den Genuss kam, mir den Umzug ansehen zu können.
Es war schon ein echter Glücksfall, dass so kurze Zeit nach dem letzten Danjiri Matsuri Festival erneut eines statt fand und dieses Mal auch wieder ganz in der Nähe.
Durch Zufall waren wir bei einem unserer Spaziergänge durch unseren Stadtteil auf das diesjährige Straßenfest „Mikage Danjiri Matsuri“ gestolpert. Es war sofort klar, dass dieses Fest besucht werden muss.
Das Fest fand in der „Golden Week“ statt und hatte ich durchaus große Befürchtung, dass große Menschenmassen das Fest besuchen würden. Zum Glück bewahrheitete sich die Befürchtung nicht und das Fest ließ sich herrlich genießen. Nur die Sonne die vom Himmel stach, war für mich eine Herausforderung.
Schon seit 71 Jahren gibt es das Straßenfest in Kobe. Es begann als religiöses Fest, ist heute aber viel mehr. Es hat sich zu einer Multikulturellen Veranstaltung entwickelt mit vielen Vorführungen, Präsentationen und Aktivitäten.
Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und so machten sich Eri und ich auf um uns ins Getümmel zu stürzen. Getümmel kann man hier wirklich ernst nehmen, denn es begann damit, dass wir Anfangs uns lediglich mit dem gleichmäßig dahin fließenden Strom von Menschen bewegen konnten. Ein Entweichen nach links oder rechts war eigentlich nicht möglich. Um so erstaunlicher war es, dass die vielen Helfer und Ordnungskräfte versuchten diese Massen zu kanalisieren und irgendwie schien es auch zu klappen, doch lag dies auch an der Disziplin der Japaner.
Etwas von den div. Aktivitäten zu erhaschen war durchaus schwierig, denn zum einen waren bei den Hauptattraktionen besonders viele Menschen, doch meinte ich auch, dass die Örtlichkeit nicht ganz optimal gewählt war, denn oft verhinderten neben den Menschen auch Gebäude den Blick auf die Veranstaltungen. Das fand ich wirklich schade, denn so war es wirklich schwierig das Farbenfrohe Treiben zu genießen.
So verabschiedeten wir uns alsbald von der Hauptstätte und verlagerten unseren Besuch auf die etwas abseits gelegenen Vorführungen, die nicht weniger ansehnlich waren.
So gab es Samba, Schwertkunst oder Taiko Trommel Vorführungen. Zwischen den einzelnen Veranstaltungen gab es zusätzlich noch viele andere lustige oder skurrile Dinge zu entdecken und wenn es nur ein Hund mit Brille in einem kleinen Spielzeug sitzend war.
Da Fotos mehr als alle Worte sagen, schlage ich einfach vor genießt die Bilder und stellt euch die Musik und die Aktion vor 🙂