Heute wurde ich mal wieder durch die Hitze geweckt.
Eigentlich wollte ich schön ausschlafen, aber das Zelt war so aufgeheizt, dass ich um 9 Uhr raus musste. Das Wetter, das mich vor meinem Zelt empfing, war super.
Der Berliner hatte sein Zelt schon abgebrochen, da er aber noch die Rundfahrt über den Fjord machen wollte, sollte ich auf seine Sachen aufpassen. Da ich ohnehin nichts Besonderes vorhatte, tat ich es.

Den Vormittag verbrachte ich auf dem Zeltplatz. Als es mir zwischendurch zu langweilig wurde, kletterte ich etwas in den Felsen am Campingplatz herum. Es machte richtig Spaß, vor allem, da ich den Wasserfall vom Campingplatz mal aus einer anderen, meiner Meinung nach schöneren Sicht zu sehen bekam.
Danach ging’s wieder zum Zelt. Gegen 13 Uhr war der Berliner wieder zurück. Er war von dem Fjord auch nicht so begeistert, genau wie ich. Er verabschiedete sich und radelte los.
Jetzt reizte es mich doch noch, eine kleine Tour zu unternehmen, denn nur Faulenzen nervte mich. Ich ging wieder einmal die Serpentine hinauf, bis ich zu der Abzweigung des Wanderweges kam. Dort lernte ich, übrigens in diesem Jahr, die erste Japanerin kennen. Sie kam ein paar Meter mit mir, ging aber wieder zurück. Es war ihr etwas zu anstrengend.
Der Aussichtspunkt, den ich erreichte, war schon toll. Ich konnte den Geirangerfjord wunderbar einsehen. Ich ging auch einmal bis an den Abgrund heran, es ging hier schlappe 200-300 Meter kerzengerade nach unten. Bei diesem Anblick hatte ich schon etwas (etwas viel) Angst.
Von hier nahm ich mir die nächste Tour vor. Sie endete an einem Wasserfall (Storsæterfossen). Um genau zu sein, eigentlich hinter diesem. Es war schon stark, hinter ihm herumzuklettern. Da der Weg hierher beschwerlich gewesen war, setzte ich mich etwas hin und erholte mich.
Jedoch dauerte diese Erholungsphase nicht sehr lange. Ich ging lieber wieder zurück zum Zelt. Außerdem merkte ich, dass ich Hunger bekam. Mittlerweile war es nämlich schon 16 Uhr.
Als ich beim Zelt ankam, war es 17 Uhr. Ich gönnte mir heute mal den Luxus eines Eises und einer Cola.
Danach kochte ich mir was, das ich dann auch noch essen musste.
Was angenehm war, war, dass jetzt langsam Leute auf dem Zeltplatz ankamen.
ls Erstes kam ein Junge mit seinem Fahrrad. Ich, gar nicht faul, habe ihn gleich angequatscht. Es entwickelte sich eine nette Unterhaltung. Er hieß Stephan, stammt aus Erding und war mit seinem Rad auf dem Weg quer durch Norwegen.
Etwas später kamen 2 Jungs mit Motorrädern. Stephan und ich rieten, ob es Deutsche seien oder nicht. Wir entschieden uns dafür, dass es welche waren, und wir behielten, nachdem wir nachgefragt hatten, recht.
Wir sprachen sie an, und auch mit ihnen entwickelte sich ein nettes Gespräch.
Stephan haute sich dann früh ins Bett, ich unterhielt mich noch weiter mit den beiden. Sie hatten gerade ihr Abi geschafft und stammten aus der Nähe von Stuttgart.
Um 23:45 Uhr haute ich mich schließlich in die Falle, denn ich musste am nächsten Tag um 6 Uhr raus, um rechtzeitig mit dem Packen fertig zu werden. Der Bus fuhr nämlich um 7 Uhr.
Nachtrag: Ich habe mir heute einen gewaltigen Sonnenbrand eingefangen. Besonders schlimm ist es auf den Schultern. Ich bin mal gespannt, was meine Schultern morgen zu meinem Rucksack sagen. Zum Glück hatte mir Sabine etwas Sonnenmilch geschenkt, und ich konnte diese Schmerzen etwas abmildern.











