Norwegen (1988) – Tag 21 – Geiranger – Erster Blick auf den Fjord von oben

Dieser Tag bot sich miserabel. Das Wetter war echt mies, und die Wanderung, die Sabine und ich machen wollten, fiel flach.

Am Nachmittag, als ich vor meinem Zelt herumlungerte, wurde das Wetter schlagartig besser, und ich entschloss mich spontan, einen kleinen Aufstieg in die Berge zu machen.

Zuerst hatte ich mir eine kurze und lasche Strecke ausgesucht. Als ich aber so ging, wich ich auf eine andere Route aus. Dieser Weg machte mich dann doch recht fertig. Ich wurde aber durch das schöne Wetter und die Aussicht vom Berg entlohnt.

Am Endpunkt der Tour konnte ich mich sogar in ein Gipfelbuch eintragen. Ich nutzte natürlich die Gelegenheit.

Weiterhin fand ich hier ein Kuriosum. Mitten in der Bergwelt, in einem verfallenen Haus, stand ein Stuhl mit roter Sitzfläche. Es sah schon komisch aus.

Der Rückweg ins Tal ging zwar schneller, aber es strengte doch ganz schön an. Ich schätze, dass ich bei diesem Weg etwa 400 bis 500 Höhenmeter überwunden hatte.

Am Abend war ich mit Sabine verabredet. Sie kam aber nicht. So drückte ich mich auf dem Zeltplatz herum und sprach mit einem Berliner, der mit dem Fahrrad noch bis zum Nordkap fahren wollte.

Es war 24.00 Uhr, als es mich ins Bettchen zog.