Norwegen (1988) – Tag 8 – Ramberg – Herrliche Mitternachtssonne

Nach dem etwas anstrengenden Tag gestern wollte ich den heutigen Tag zum Ausspannen nutzen.

Ich begann damit, dass ich so um 10.30 Uhr aufstand und ganz gemütlich waschen ging.

Danach holte ich etwas zu essen. Die Frau im Laden staunte nicht schlecht, als ich dort 4 Liter Milch kaufte.

Als ich wieder beim Zelt war, frühstückte ich in aller Ruhe. Nach dem Frühstück hatte ich mir vorgenommen, meine Sachen zu waschen. Es war eine ganz schöne Sauarbeit.

Zum Trocknen hängte ich alles gleichmäßig an meinem Zelt auf. Es sah schon eigenartig aus, wie alles im Wind flatterte.

Den Rest des Tages drückte ich mich auf dem Gelände des Campingplatzes herum.

Gegen 18 Uhr wurde ich ganz schön in Panik versetzt, als ich meine Geldbörse nicht fand. Ich suchte das ganze Zelt und auch den Zeltplatz ab. Nirgends war sie zu finden. Ich sah meinen Urlaub dahinschwinden. Ich ging erst einmal zu Geir, und wir überlegten gemeinsam, wo diese blöde Geldbörse sein könnte. Wir kamen zu dem Schluss, dass ich sie nur im Geschäft vergessen haben konnte. So recht vorstellen konnte ich es mir aber nicht.

Irgendwie fiel mir jetzt ein, dass ich noch nicht auf der Toilette nachgesehen hatte, und in der Tat, dort lag das blöde Ding. Mir fiel eine Zentnerlast von der Seele.

Für diesen Tag hatte ich erst einmal genügend Aufregung gehabt. Nun wollte ich mir nur noch die Mitternachtssonne ansehen.

Ich legte mich also in voller Montur ins Zelt und harrte der Dinge. Leider verhielt sich der Himmel nicht nett. Er zog sich langsam zu. Aber über dem Horizont hielt sich ein freier Streifen.

Im Laufe des Abends schlief ich ein, aber um 23:10 Uhr wachte ich auf. Ich schlüpfte aus dem Zelt, und mir bot sich die Sonne in tollster Pracht. Zur Sicherheit machte ich schon mal ein Foto.

Es war 00:30 Uhr, als ich mich entschloss, mein Mitternachtssonnenfoto zu machen. Eigentlich war das etwas gemogelt, denn ich hätte noch eine ½ Std. warten müssen. Die Mitternachtssonne hätte ich nämlich erst um 1.00 Uhr gehabt, denn wir haben ja Sommerzeit. Wenn man es hundertprozentig genau nimmt, müsste ich noch die Ortszeit berücksichtigen, und dann wäre es erst um 1:20 Uhr gewesen. Aber was soll’s.

Ich wollte am nächsten Morgen etwas früher aufstehen, um mir noch etwas anzusehen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich eingeschlafen war.