Nach einem tiefen und sehr erholsamen Schlaf musste ich mich morgens aus dem Bett quälen. Zuerst wurde geduscht und anschließend der Rucksack gepackt. Nun war es so weit: Das allseits erwartete Frühstück stand bereit.
Als ich das Frühstücksbuffet sah, traten mir fast die Augen aus dem Kopf. Es gab:
– eine große Pfanne mit gebratenem Fisch
– 2 Töpfe mit kalten Fischsorten
– Wurst
– Haferflocken
– Cornflakes
– Milch / Kaffee / Kakao
– Eier
– Brot
Zu diesem tollen Angebot kam, dass all diese Sachen ganz toll auf dem Buffettisch hergerichtet waren. Nicht einfach hingestellt, sondern mit viel Geschmack hergerichtet.
Wir frühstückten eine Stunde in aller Ausführlichkeit. Es sah aber auch alles zu verlockend aus. Wir hatten auch eine sehr nette Unterhaltung während des Frühstücks.

Ich muss zugeben, dass das wirklich mit Abstand die beste Jugendherberge war, die ich bisher besucht habe. Um das Geld tut es mir wirklich nicht leid.
Leider mussten wir los und zum Bahnhof. Dort trafen wir die Japanerin, die nicht gefrühstückt hatte, wieder.
Die Fahrt, die nun begann, war ein Erlebnis. Die Landschaft, die sich bot, war sehr beeindruckend.
In Dombås mussten wir den Zug wechseln. Ich fuhr nun nur noch 20 Minuten mit den anderen und verließ sie dann. Ich verabschiedete mich von allen kurz bevor ich ankam.
Jetzt stand ich in Hjerkinn und wusste nicht so recht, wohin. Kurz entschlossen schlug ich mich ins Gebüsch, um wenigstens einmal wild gecampt zu haben.
Ich strebte den nächsten Hügel an, der mir ins Auge fiel.
Es war ein ganz schöner Stress, mit Gepäck und ohne Weg zuerst durch Wald, dann durch kniehohes Heidekraut und Sumpf zu stampfen.
Als ich schließlich auf dem Berg ankam, traute ich meinen Augen nicht, denn hier saßen 2 Typen. Nach einer kurzen Frage, wo sie herkämen, stellte sich heraus, wie sollte es anders sein, dass es Deutsche waren. Ich dachte nur: Ist man denn nirgends vor ihnen sicher? Das Gleiche haben sie wohl auch gedacht. Wir hielten ein Schwätzchen, und ich kam zu dem Entschluss, vor allem nachdem ich den Untergrund geprüft hatte, dass ich besser auf den Campingplatz gehe, denn hier konnte ich mein Zelt nicht aufbauen, es war einfach nicht genügend Erde vorhanden.
Ich verabschiedete mich von den zweien, die direkt zurück zum Campingplatz wollten. Ich drehte noch eine Runde durch die herrliche Landschaft.

Gegen 17:30 Uhr kam ich am Campingplatz an und baute sogleich mein Zelt auf.
Am Abend unterhielten wir drei uns noch nett. Während wir sprachen, zog sich der Himmel ganz schön zu. Wir hatten schon Angst um die schönen Tage. Jedoch nach etwa 2 Stunden riss die Wolkendecke wieder auf, und die Sonne kam zum Vorschein.
Um 23 Uhr haute ich mich auf meine Isomatte und schlief schnell ein.








