Geweckt wurden wir um 8.00 Uhr, denn die anderen Reisenden aus meinem Abteil verließen den Zug in Göteborg.
Nach Göteborg hatte ich das ganze Abteil für mich alleine. Das nutzte ich, um noch eine Runde zu schlafen. Je näher wir Oslo kamen, umso unruhiger wurde ich. Schließlich kamen wir um 12.40 Uhr an. Ich verließ den Zug und schaute mich erstmal um, ob ich Helena sehe. Nach etwas Sucherei fand ich sie. Wir begrüßten uns und machten uns gleich auf den Weg zu ihrer Wohnung, um meine Sachen loszuwerden.
Zuerst kauften wir eine Fahrkarte (für Busse/Straßenbahn/U-Bahn), sodass ich ohne Probleme überall in Oslo hinfahren konnte. Anschließend fuhren wir zu ihrem Zimmer. Dort angekommen gingen wir einkaufen, um anschließend etwas zu essen. Nach dem Essen überreichte ich meine Mitbringsel. Helena schien sich über sie zu freuen.
Danach machten wir uns auf den Weg in die Stadt, um uns beim Fremdenverkehrsamt über Wandermöglichkeiten zu informieren. Ich wollte nämlich nach Finse wandern. Helena meinte aber, in Finse wäre schon alles geschlossen und außerdem würde schon Schnee liegen. Als wir beim Fremdenverkehrsamt ankamen, war es schon geschlossen. Nun gingen wir ein paar Geschäfte ansehen und zum Schluss ging’s zum Hafen, wo zur Zeit ein riesiger Bau entsteht. Der Teil, der schon fertig war, sah recht imponierend aus. Es handelt sich um ein großes Einkaufszentrum mit Kneipen, Geschäften usw.
Danach fuhren wir in die Uni und schauten uns einen Diavortrag über Kenia an. Von den Erzählungen bekam ich nicht sehr viel mit, da es natürlich auf Norwegisch war. Helena übersetzte mir die wichtigsten Sachen, so war ich nicht ganz unwissend, wenn die anderen in Gelächter ausbrachen.
Als der Vortrag beendet war, ging’s zurück zur Wohnung. Dort wurde jetzt richtig gekocht. Während des Essens unterhielten wir uns mit einem Mädchen, das auch in dieser Wohnung wohnte (Es ist eine Art ‚Wohngemeinschaft‘, um genau zu sein, es handelt sich um eine Flurseite des Hauses, die als Wohnung abgetrennt war. In dieser Wohnung leben ca. 8 Personen, die alle ihre eigenen Zimmer haben und nur die Küche gemeinsam benutzen).
Nach dem Essen gingen wir in Helenas Zimmer, und ich zeigte ihr die Bilder meines diesjährigen Norwegenaufenthaltes. Im Nu war es 1.00 Uhr morgens und damit Zeit, ins Bett zu gehen. Helena baute ein tolles Gästebett auf. Das war gar nicht so einfach, denn der Raum hatte höchstens 15 m². Ich haute mich gleich aufs Ohr und es dauerte nicht lange, bis ich eingeschlafen war.