Genauso lange, wie es gedauert hat, bis ich mich gestern hingelegt hatte, dauerte es, bis ich aus der Falle fiel. Ich glaube, es war gegen halb 11 Uhr.
Bei einem Blick aus dem Fenster stellte ich fest, dass wir einen sehr schönen Tag hatten. Der Himmel war etwas bedeckt, dennoch schien die Sonne schön warm. Diesen Tag nutzte ich zum Entspannen. Ich las viel, machte mich über mein Tagebuch her und spielte ab und zu eine Runde in meinem Abenteuerspielbuch. Zwischendurch machte ich mich auf die Suche nach dem Wasser. Ich hatte es nämlich bis jetzt noch nicht gefunden. Bisher hatte ich das Wasser verwendet, das in der Hütte war. Ich musste schon viel herumlaufen, bis ich die Wasserstelle fand.
Auch wenn ich heute nichts Besonderes machte, kam bei mir keine Langeweile auf, sondern ich genoss die Ruhe und Beschaulichkeit. Aus meiner Ruhe wurde ich gegen 16 Uhr gerissen: Jetzt kamen nämlich noch Leute in die Hütte. Ich wusste nicht recht, ob ich mich darüber freuen oder ärgern sollte. Es waren zwei Ehepaare. Das eine Ehepaar war vor 23 Jahren aus Deutschland nach Norwegen ausgewandert. Ich brauchte mich also nicht mit meinen paar norwegischen Worten oder Englisch herumzuquälen.
Ich hatte schon das meiste Holz aus der Hütte verbraucht, so half ich ihnen, den Vorrat im Haus wieder aufzufrischen. Nachdem ich beim Holzholen geholfen hatte, zog ich mich in meinen Schlafraum zurück und las etwas. Später begann ich das Spielbuch nochmals von vorne. Diesmal wollte ich meinen Weg aufzeichnen, denn das war jetzt mein dritter Anlauf, um den richtigen Weg durch den Wald zu finden. Es war 20 oder 21 Uhr, als mich die Leute zu sich einluden, um mit ihnen den Abend zu verbringen. Es wurde eine nette Unterhaltung, bei der es quer durch Deutsch und Englisch ging.
Im Laufe des Abends boten mir die Leute an, mich nach Hjerkinn zu fahren, damit ich zurück nach Oslo komme. Ich wusste nicht so recht und sagte, ich wolle es mir überlegen. Um 23 Uhr war ich richtig müde und ging ins Bett. Hier entschloss ich mich, das freundliche Angebot, mit ihnen zu fahren, nicht anzunehmen. Was hatte ich in Oslo zu suchen? Und nach Stockholm zu fahren hatte ich keine große Lust. Ich schlief schnell ein.




