Der Wecker war auf 6 Uhr gestellt. Ich muss ihn aber überhört haben, denn als ich, noch im Halbschlaf, auf meine Uhr sah, war es 7.08 Uhr.
Ich schoss wie eine Rakete aus dem Schlafsack und stellte für mich eine neue Rekordzeit fürs Packen des Rucksacks, Abbauen des Zeltes und Waschen auf. Ich brauchte exakt eine Stunde und 7 Minuten. Zum Frühstücken blieb mir keine Zeit mehr.
Den Busbahnhof erreichte ich gerade zur rechten Zeit. Der Bus fuhr nämlich 2 Minuten, nachdem ich angekommen war, ab.
Die Fahrt verlief recht gut, auch wenn die Sicht alles andere als gut war. Nachdem wir mit der Fähre übergesetzt hatten (von Magerholm nach Sykkylven), musste ich den Bus wechseln.
Der neue Bus war echt stark. Er sah wie ein ganz normaler Bus aus. Jedoch war nur die vordere Hälfte des Busses für den Personentransport vorgesehen. Die hintere Hälfte war ein Lkw und diente zum Transport von Gütern. Welche Art von Gütern transportiert wurde, ist mir nicht bekannt.

Hellesylt am Geirangerfjord erreichte ich nach einer ganz tollen Fahrt durch die Berge um 11:30 Uhr.
Die Fähre nach Geiranger legte um 11:45 Uhr ab. Mich beeindruckte der Fjord während der Überfahrt nicht besonders. Er hatte zwar sehr viele Wasserfälle, aber ansonsten unterschied er sich von seiner Art her nicht sehr vom Sognefjord.
Kurz bevor ich das Schiff verließ, lernte ich ein Mädchen kennen. Sie verbrachte hier ihren Urlaub mit einer Reisegruppe. Wir unterhielten uns etwas.
Das einzig Erfreuliche an der Überfahrt war, dass sie mich nichts kostete. Ich war durchaus willig zu zahlen, allerdings wollte keiner mein Geld. Das war mir natürlich sehr recht.
Vom Schiff ging es zur Touristeninformation. Dort erhielt ich einen guten Tipp für einen Campingplatz.
Wie sich herausstellte, war es wirklich ein ganz toller Platz. Ich hatte einen Blick in das Geirangertal, und der Platz lag direkt an einem Wasserfall.
Trinkwasser konnte ich aus einem Brunnen erhalten, der sich direkt hinter meinem Zelt befand. Es gefiel mir so gut, dass ich mich direkt für 3 Nächte anmeldete.
Am Nachmittag und Abend ging ich mit dem Mädchen (sie hieß übrigens Sabine) noch ein paar Meter spazieren, um das gute Wetter auszunutzen.









