Diese Sumiyoshi-Jinja Schrein ist einer von rund 2300 anderen Sumiyoshi Schreinen in Japan. Auch wenn dieser etwas unscheinbar wirkt, hatte dieser eine lange Geschichte, denn er soll in der Heian Ära (730 – 806) gegründet worden sein. Allerdings so wie man ihn heute sieht, ist er im Jahr 1825 wieder errichtet worden.
Wenn man die Gottheiten betrachtet, denen er geweiht ist, dürften Sumiyoshi Schreine sehr populär sein.
So helfen sie bei der Abwehr von Unglück und aller Arten von Krankheiten, Schutz bei Reisen auf dem Meer, Verkehrssicherheit, Zufriedenheit in der Ehe und Familie und der Partnersuche.
Ich spendete ein paar Yen und so hatte ich mir vielleicht den Schutz dieser Götter gesichert.
Information zum Sumiyoshi-jinja-Schrein
Der Sumiyoshi-jinja-Schrein in Nakadoji (中堂寺 住吉神社), gelegen im Stadtbezirk Shimogyo in Kyoto, ist ein traditionsreicher Shinto-Schrein mit einer tiefen historischen und spirituellen Verankerung in der Region. Die genaue Gründung des Schreins ist nicht eindeutig dokumentiert, doch geht man davon aus, dass er bereits in der Heian-Zeit (794–1185) oder früher entstanden ist – also vor über 1000 Jahren. Dies macht ihn zu einem der älteren Schreine im Stadtgebiet von Kyoto, das selbst als alte Kaiserstadt stark mit der Entwicklung des Shinto-Glaubens verbunden ist.
Der Schrein ist ein Zweigschrein des berühmten Sumiyoshi Taisha in Osaka, einem der Hauptheiligtümer der sogenannten Sumiyoshi-Götter. Diese Götter – bekannt als die Sumiyoshi Sanjin (住吉三神) – bestehen aus den drei Kami Sokotsutsuno-o-no-Kami, Nakatsutsuno-o-no-Kami und Uwatsutsuno-o-no-Kami. Ergänzt wird die Gruppe oft durch den Schutzgott Empress Jingu (神功皇后), die als historische Figur und göttliche Erscheinung verehrt wird. Die Sumiyoshi-Götter gelten als Schutzgottheiten der Seefahrt, Dichtung, Reinheit und Kommunikation, was ihnen eine besondere Rolle in der japanischen Mythologie und im alltäglichen Glauben verleiht – insbesondere bei Menschen, die auf Reisen gehen, kreative Berufe ausüben oder sich spirituell reinigen möchten.
Der Nakadōji Sumiyoshi-Schrein diente ursprünglich als regionaler Schutzschrein für die umliegenden Dörfer und als Ort spiritueller Bitte um sichere Wege und gute Ernten. Mit dem Wachstum der Stadt und der Verschiebung sozialer Strukturen wandelte sich auch die Rolle des Schreins. Heute steht er mitten in einem Wohngebiet in Kyoto, zwischen traditioneller Bebauung und modernen Stadtteilen. Trotz seiner relativ bescheidenen Größe ist er bis heute ein Ort regelmäßiger Rituale, insbesondere während der Neujahrszeit, bei Shichi-Go-San-Zeremonien (für Kinder im Alter von 3, 5 und 7 Jahren) oder bei kleineren Festen lokaler Gemeinschaften.
Der Schrein verfügt über ein gut gepflegtes Gelände mit einem klassischen hölzernen Torii-Tor, einer Hauptgebetshalle (Haiden) und einer inneren Haupthalle (Honden), die den Sumiyoshi-Göttern geweiht ist. Häufig sieht man dort auch kleine Steinstatuen und Gedenktafeln, die von Gläubigen gestiftet wurden. Die Atmosphäre ist ruhig und schlicht, aber spirituell aufgeladen – ein Ort der Einkehr mitten im urbanen Kyoto.
In heutiger Zeit dient der Sumiyoshi-jinja von Nakadoji nicht nur der religiösen Praxis, sondern auch als kultureller Ankerpunkt für die Nachbarschaft. Viele Anwohner kommen zum Gebet, zur Reinigung oder einfach, um einen Moment der Stille zu genießen. In seiner Verbindung von alter Tradition und städtischem Alltag spiegelt der Schrein auf eindrucksvolle Weise das lebendige Fortbestehen des Shinto in der modernen japanischen Gesellschaft wider.
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