Für diesen Tempelbesuch reiste mein Guide und ich in die Stadt Ikaruga um dort den Horyuji Tempel aufzusuchen. Bei diesem Tempel handelt es sich um den ältesten Tempel in ganz Japan (Gründungsjahr 607 n Chr.). Die Gebäude der Anlage sind sogar die ältesten Holzhäuser der Welt. So ist es auch verständlich, dass diese Anlage als Weltkulturerbe gelistet ist.
Wir erreichten Ikaruga am Bahnhof. Da wir leider den Bus gerade verpasst hatten, machten wir uns zu Fuß auf den rund zweieinhalb Kilometer langen Weg zum Tempel.
Ich muss gestehen, nach den Anstrengungen beim Shigisan, musste ich mich schon etwas zusammenreißen, um die Strecke zu schaffen. Aber wie ich feststellen durfte, war es alle Mühe wert, denn die Anlage war wirklich grandios.

Das einzige was meinen Guide mich etwas überraschte, war der hohe Eintrittspreis.
Das Ensemble an Gebäuden war wirklich sehr hübsch anzusehen. Herausragend war aber die Pagode.
Was ich hier besonders interessant fand, war die Tatsache, der hohe Grad an Symmetrie und Schlichtheit der Anlage.

Auch wenn ich mir alles so genau wie möglich ansah, war die Tatsache, dass der Tempel bald schließen würde immer ein Thema.
Trotz des Zeitmangels schaffen wir es auch, dass ich in diesem Tempel mein Goshuin erhielt.

Als wir die Anlage über eines der Außentore verließen, konnte man herrlich das Tor betrachten und durch den Eingang sogar die Hauptgebäude des Tempels sehen.
Mit diesem Besuch endete unser Tagesausflug und er war so reich an Eindrücken, dass ich lange brauchte sie zu verarbeiten und selbst im Nachgang, während ich die Fotos sichtete, wurde ich erneut in den Bann der Eindrücke gezogen.
Info über den Horyu-ji Tempel
Horyu-ji (法隆寺), gelegen in Ikaruga in der Präfektur Nara, gilt als einer der ältesten noch bestehenden Tempel der Welt und zählt zu den bedeutendsten Kulturgütern Japans. Gegründet wurde der Tempel im Jahr 607 n. Chr. auf Wunsch des Prinzregenten Shōtoku Taishi, einer Schlüsselfigur in der Verbreitung des Buddhismus in Japan. Der Bau erfolgte ursprünglich als Gebetsstätte für die Genesung seines Vaters, des Kaisers Yomei, und entwickelte sich bald zu einem religiösen und kulturellen Zentrum der Asuka-Zeit. Die heute erhaltenen Bauten stammen größtenteils aus der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts, da der ursprüngliche Komplex wahrscheinlich durch einen Brand zerstört wurde und kurz darauf wiedererrichtet wurde.
Der Tempel ist bekannt für seine eindrucksvollen Holzstrukturen, darunter die Fünfstöckige Pagode, die Goldene Halle und das Mitteltor, die zu den ältesten erhaltenen Holzgebäuden weltweit zählen. Diese Bauten sind herausragende Beispiele frühjapanischer Architektur und zeigen starken Einfluss aus China und Korea, angepasst an die japanische Ästhetik. 1993 wurde Hōryū-ji als erste Stätte Japans in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Verehrt werden im Tempel mehrere bedeutende buddhistische Gottheiten. Im Zentrum steht Shaka Nyorai, der historische Buddha, dessen Statue in der Goldenen Halle eines der frühesten erhaltenen buddhistischen Kunstwerke Japans ist. Ebenso verehrt wird Yakushi Nyorai, der Buddha der Heilung, der besonders in der östlichen Tempelanlage präsent ist. Auch Kannon Bosatsu, die Bodhisattva des Mitgefühls, nimmt eine wichtige Rolle ein. Diese Gottheiten stehen sinnbildlich für Heilung, Weisheit, Mitgefühl und Erlösung.
Trotz seiner großen historischen Bedeutung ist Horyu-ji bis heute ein lebendiger Tempel, in dem Mönche praktizieren und regelmäßig Zeremonien stattfinden. Der Tempel gehört zur Shōtoku-Schule des Buddhismus und bleibt damit auch geistig eng mit seinem Gründerprinzen verbunden. Jährlich besuchen Tausende von Gläubigen, Pilgern und Touristen den Tempel, um die spirituelle Atmosphäre zu erleben und die historischen Schätze zu bewundern. Horyu-ji verkörpert damit auf einzigartige Weise die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Religion und Kultur, Glaube und Geschichte.
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